Irmgard Keun, geboren 1905 in Berlin, war Stenotypistin und Schauspielerin, bevor sie zu schreiben begann. Ihr erster Roman, Gilgi, eine von uns machte sie 1931 schlagartig berühmt. Der Verkaufserfolg von Das kunstseidene Mädchen (1932) hält bis heute an. Nach dem Verbot ihrer Bücher ging Keun ins Exil, zunächst nach Ostende, lebte und reiste zwei Jahre zusammen mit Joseph Roth. Sie konnte in der Nachkriegszeit nicht mehr an ihre Erfolge anknüpfen und zog sich zurück.
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Kind aller Länder
von Irmgard Keun
Irmgard Keun, geboren 1905 in Berlin, war Stenotypistin und Schauspielerin, bevor sie zu schreiben begann. Ihr erster Roman, Gilgi, eine von uns machte sie 1931 schlagartig berühmt. Der Verkaufserfolg von Das kunstseidene Mädchen (1932) hält bis heute an. Nach dem Verbot ihrer Bücher ging Keun ins Exil, zunächst nach Ostende, lebte und reiste zwei Jahre zusammen mit Joseph Roth. Sie konnte in der Nachkriegszeit nicht mehr an ihre Erfolge anknüpfen und zog sich zurück.
Aktuelle Rezensionen(2)
3,5
Das war wirklich total rührend!! Die zehnjährige (?) Kully nimmt uns mit durch ihre ewige Emigration. Ihr Vater ist Schriftsteller und kann/will unter den Nazis nicht mehr in Deutschland leben. Also reisen Mutter, Vater, Tochter und Schildkröte durch die Weltgeschichte, immer in Geldnöten. Mir ist nicht ganz klar, über welchen Zeitraum der Roman spielt, das tut aber nichts zur Sache. Kully erzählt uns immer wieder Erinnerungen aus ihrem Leben. Die Sprache ist einfach aber klar und selbstbewusst, als würde man sich mit einem Kind unterhalten. Das hat mich besonders abgeholt. Denn wir bekommen die Realität dieses Kindes vermittelt. Manche Dinge ergeben für uns keinen Sinn, für ein Kind aber schon, wenn Mutter und Vater nun mal gesagt haben, dass es so ist. Das Buch lässt sich sehr gut lesen – Empfehlung!