Bin ich eine schlechte Mutter?Frida ist überfordert: Ihr Baby Harriet schreit und schreit und alles, wonach sich die alleinerziehende Mutter sehnt, ist eine halbe Stunde Ruhe und etwas Zeit für sich. Als sie das kleine Mädchen für eine Stunde unbeaufsichtigt zu Hause lässt, ruft ein Nachbar die Polizei. Was dann folgt, ist der Albtraum einer jeden Mutter: Frida verliert das Sorgerecht und wird in eine Besserungsanstalt gesteckt. Im Institut für gute Mütter soll sie mithilfe einer KI-Puppe lernen, was es heißt, eine gute Mutter zu sein. Ein Jahr totaler Überwachung, Strafen und unmenschlicher Lektionen nimmt seinen Lauf.Eines von Barack Obamas Lieblingsbüchern 2022!»Empörend aktuell« The New York Times Review»Ein bemerkenswerter, mitreißender Roman« Vogue»Wer diesen dystopischen Antibildungsroman gelesen hat, wird nie wieder schlecht über Mütter sprechen oder ihnen ungefragt Erziehungstipps geben. Ein furioses Debüt.« Welt am Sonntag
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Institut für gute Mütter
von Jessamine Chan, Friederike Hofert
Bin ich eine schlechte Mutter?Frida ist überfordert: Ihr Baby Harriet schreit und schreit und alles, wonach sich die alleinerziehende Mutter sehnt, ist eine halbe Stunde Ruhe und etwas Zeit für sich. Als sie das kleine Mädchen für eine Stunde unbeaufsichtigt zu Hause lässt, ruft ein Nachbar die Polizei. Was dann folgt, ist der Albtraum einer jeden Mutter: Frida verliert das Sorgerecht und wird in eine Besserungsanstalt gesteckt. Im Institut für gute Mütter soll sie mithilfe einer KI-Puppe lernen, was es heißt, eine gute Mutter zu sein. Ein Jahr totaler Überwachung, Strafen und unmenschlicher Lektionen nimmt seinen Lauf.Eines von Barack Obamas Lieblingsbüchern 2022!»Empörend aktuell« The New York Times Review»Ein bemerkenswerter, mitreißender Roman« Vogue»Wer diesen dystopischen Antibildungsroman gelesen hat, wird nie wieder schlecht über Mütter sprechen oder ihnen ungefragt Erziehungstipps geben. Ein furioses Debüt.« Welt am Sonntag
Aktuelle Rezensionen(8)
Super Idee, aber das Buch hatte unglaubliche Längen und der Schluss war auch eher naja…
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Zuerst konnte ich mich schwer in die Hauptfigur einfühlen, aber im späteren Verlauf wuchs die Empathie und das Mitgefühl. Die Vorstellung die Bloße Vorstellung an solch eine Schule, lässt mich erschaudern. Das Ende schien mir im Vergleich zum Mittelteil etwas zu kurz und überhastet.
2,5 ⭐️ Achtung, ich beschreibe den Inhalt sehr genau. Potentielle Spoilergefahr! Das ganze, lange Buch hoffte ich auf eine Wiedervereinigung zwischen Mutter und Tochter. Am Ende kam sie, aber auf eine unbefriedigende Art und Weise. Frida, eine 36-jährige, alleinerziehende Mutter, chinesischer Herkunft, lebt in Amerika. Eines Tages hat sie „einen richtigen schlechten Tag“ und lässt ihre etwas über 1 Jahr alte Tochter Harriet für fast 2h allein daheim, um Unterlagen in der Arbeit zu holen. Nachbarn hören das Kind schreien, rufen die Polizei und Frida wird das Sorgerecht entzogen. Harriet kommt zu ihrem Vater, der mittlerweile mit einer neuen Frau zusammenwohnt, mit der er Frida betrogen hat. Für Frida beginnt nun der Kampf um ihre Tochter. Nach einem schon äußerst unfairen Prozess durch das Jugendamt, wird sie vom Gericht in ein neues, von der Regierung entwickelte Programm gesteckt: Das Institut für gute Mütter. In einer Mischung aus Schule, Gefängnis und Umerziehungscamp soll sie innerhalb eines Jahres lernen eine gute Mutter zu werden. Wer oder was ihr dabei helfen soll ist Emanuel, ihre „neue Tochter“ - eine Puppe, die KI gesteuert ist. Sie wird von der Puppe und dem Institut in jeder Sekunde überwacht, ihre Wörter werden gezählt, sie wird gefilmt, ihre Körpertemperatur und -sprache wird auf das kleinste Detail analysiert. Sie hat null Privatsphäre und der Unterricht ist emotional und körperlich teilweise Folter. Schlimm sind auch die Wärterinnen in ihren rosa Umgängen, die keine Gnade mit den Müttern haben. Um Lektionen zu bestehen werden 100% erwartet. Körperliche Nähe zu anderen Müttern und später auch Vätern, die in einem benachbarten Institut untergebracht sind, wird bestraft. Die Geschichte zieht sich sehr lange. Es ist zwar gut geschrieben, doch inhaltlich verfolgt die Autorin keine mir ersichtliche klare Linie. Am Ende kommt bei mir nur an: Der einzige Weg um endlich wieder sein (Mutter-)Glück zu finden, ist, die Regeln zu brechen. Frida hat bis auf ihren Fehler an ihrem „richtig schlechten Tag“ die Regeln so gut es geht eingehalten, doch es hat ihr ihr Kind nicht zurückgebracht. Was mich zudem gestört hat: In dem Buch urteilen nur Frauen über das Schicksal von Frauen - in einer besonders herzlosen Härte. Es ist nicht klar, ob die Wärterinnen selbst Mütter sind. Versprechen werden ständig gebrochen. Die KI Kinder sind gruselig. Die echten Kinder werden durch die Abwesenheit ihrer Mutter wohl mehr geschädigt als mit ihnen. Die Vergehen der Mütter im Institut sind fast alle lapidar gering. Eine Mutter ist z.B. da, weil sie ihr Kind alleine im Hinterhof hat spielen lassen. Und insgesamt wird suggeriert: Eine gute Mutter muss perfekt sein. Das ist vor allem konservativ, sie darf keine Schwächen oder Emotionen offen zeigen, keine eigenen Bedürfnisse haben, sie muss gut kochen können, ständig lächeln und ihr Leben zu 100% nach ihrem Kind ausrichten. Ich würde das Buch nicht empfehlen, es würde sich aber für einen Buchclub gut zum diskutieren eignen.
Ich mag gesellschaftskritische Dystopien. Bei dieser konnte ich einfach keine Verbindung zur Protagonistin aufbauen und es war bis zum Ende eher ein lauwarmes Leseerlebnis.
Ein erschütternder, dystopischer Roman über Mutterschaft, Überwachung und gesellschaftlichen Druck. Jessamine Chan erzählt eindringlich die Geschichte einer Frau, die für einen Fehltritt vom Staat umerzogen werden soll. Beängstigend aktuell und emotional bewegend – ein kluges, lesenswertes Debüt.