3.8

Im Leben nebenan

von Anne Sauer

Format:Hardcover
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Über den Versuch, zwischen Abschied und Schmerz das Glück zu findenEines Morgens erwacht Toni nicht wie gewohnt neben ihrem langjährigen Freund in ihrer kleinen Wohnung, wo alles knarrt und die Nachbarn viel zu laut sind. Nein: zu ihrer Verwunderung befindet sie sich in einer großzügig geschnittenen Wohnung. Alles hell, ordentlich, teuer eingerichtet. Und der Blick aus dem Fenster? Seltsam vertraut. Antonia versteht: Sie ist wieder in dem Dorf ihrer Kindheit. Nach und nach erfährt sie, dass sie hier ein beschauliches Leben führt, bürgerlich geordnet, mit Auto vor der Tür, Schwiegermutter nebenan und Kind auf dem Schoß. Kind auf dem Schoß? Ist das etwa ihr Baby? Und der Vater dazu? Offenbar ihre erste große Liebe – ein Mann, den sie nie ganz vergessen konnte.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
272 SeitenHardcover
Erschienen an: July 10, 2025

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Aktuelle Rezensionen(72)

3.8(615 ratings)
TiniRezension von Tini

2 Leben- 1 Frau. Die Idee ist echg gut. Der Schreibstil locker, aber mir fehlte manchmal eine Erklärung, vielleicht eins, zwei Sätze mehr. Es ist etwas sehr verwirrend zwischendurch. Und leider hat mir das Ende- so offen ohne richtiges Ende nicht gefallen. Schade.

EllenRezension von Ellen

Erst fand ich die Idee des Buches super: eine Frau, die in zwei Lebensentwürfen lebt und in beiden Versionen zu sich findet - eines mit Kind (den ganzen Entbehrungen, welche das Muttersein mit sich bringt) mit ihrem altem Schulfreund im Dorf (Langeweile) und eines ohne Kind und dem Versuch, Scheitern und Aufgeben der mgl. Schwangerschaft mit ihrem Partner und einem urbanen spannenden Leben. Das Ende hat mir jedoch nicht gefallen, erst wirkt es so, als würde sich die Protagonistin emanzipieren, aber im letzten Kapitel dreht sich viel darum, dass sie den Lebensentwurf mit dem Schulfreund herbei fantasiert hat, weil ihr Partner aus der stadtund sich den Partner aus der Stadt zurück wünscht

JuPiRezension von JuPi

Es fällt mir schwer, zu bewerten, doch was ich gelesen habe ist etwas die Hälfte und es hat mir nicht gefallen. Erstens fand ich die zwei Storylines nebeneinander unsagbar anstrengend, das ist vom Format her irgendwie nichts für mich. Den Schreibstil empfand ich als oberflächlich, ich habe keinen Bezug zur Protagonistin entwickelt und auch keine Gefühle für ihre Geschichte. Die beiden Versionen der Protagonistin, die nebeneinandergestellt wurden - einmal eine Toni, die keine Mutter ist, studiert hat und in der Stadt lebt und einmal die Toni die auf dem Dorf geblieben ist, ihre Jugendliebe geheiratet hat und Mutter würde, sind maximal weit auseinander, weshalb die Vergleichbarkeit auch irgendwie nicht mehr möglich ist und die zentrale Frage des Lebens ohne oder mit Kind nicht gut bearbeitet wird. Außerdem ist es dann noch so, dass die Toni mit Kind aus dem Leben der Toniohne Kind da reingezaubert wurde und sich an beide Leben erinnern kann und irgendwie in dem als Mutter nun ohne den eigentlich Background feststeckt, wodurch man noch weniger dazu kommt, zu überlegen, welches Leben ihr nun besser taugt. Naja, weg gelegt. Next.

Lisa S.Rezension von Lisa S.

Schreibstil ist hier 10/10, wundervoll wie sie die Worte durch die Sätze tanzen lässt. Aber der Inhalt ist meiner Meinung nach nur empfehlenswert, wenn man fest im Leben steht und in einer stabilen Phase ist. Denn er ist melancholisch, deprimierend, pessimistisch. Und genau das macht es so real. Der Roman erzählt Geschichten, die es genau so zu Hauf gibt. Er ist nicht beschönigend, er ist ehrlich und hart und traurig und wahrhaftig und lässt mich mit keinem guten Gefühl zurück. Mir geht es gut und durch dieses Buch irgendwie nicht mehr? Also doch 10/10 weil welches Buch schafft das? Ich bin verwirrt, weil ich nicht weiß, ob ich es gut oder schlecht finde. Nein, schlecht nicht. Können das jedenfalls bitte mehr Männer lesen? Und mehr Frauen die keine Kinder wollen? Und Frauen, die unbedingt Kinder wollen? Aber vielleicht nicht, Frauen, die Kinder wollen, aber keine bekommen? Oder doch? Ich weiß es nicht. Help?!

trallafitti.blogRezension von trallafitti.blog

imagine, zwei frauen berichten über ihr leben, eine mit kind, eine ohne. beide erzählen von ihren strugglen, ihren träumen, von „ist doch eigentlich echt schön so, wie es ist“ und von diesem leisen „manchmal fehlt mir etwas“. aber: hier ist es ein und dieselbe person. ich fand die idee, diese zwei lebenszenarien in nur einer person zu vereinen, super spannend. das offene ende lässt danach raum für interpretationen. sehr viele interpretationen. und ich glaube, insgesamt blieben mir doch zu viele fragen offen.

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