Das erste Mal hat Yrsa nicht die Absicht zu töten. Aber der Cambridge-Professor, der ihr gegenübersitzt, hat die Forschungsergebnisse ihrer Freundin gestohlen. Als sie die Biene in seine Sanpellegrino-Flasche schnippt, denkt sie, dass er einen schmerzhaften Stich abbekommen wird. Dann ist er tot. Und Yrsa, die – seien wir ehrlich – schon seit einiger Zeit gelangweilt ist, fühlt sich endlich wieder lebendig.Der aufregende Debütroman von Imani Thompson verbindet Campus-Roman mit Thriller-Elementen und Humor. Eine unterhaltsame und wunderbar ins Absurde getriebene Geschichte über feministische Wut, Ungerechtigkeit, Begierde und Rache. Und über das Schwarzsein in einer sehr, sehr weißen Welt. «Umwerfend – in jeder Hinsicht. Düster, spannend und unbestreitbar heiß, wird dieser Roman Ihnen den Atem rauben.» Glamour
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Honey
von Imani Thompson, Asal Dardan
Das erste Mal hat Yrsa nicht die Absicht zu töten. Aber der Cambridge-Professor, der ihr gegenübersitzt, hat die Forschungsergebnisse ihrer Freundin gestohlen. Als sie die Biene in seine Sanpellegrino-Flasche schnippt, denkt sie, dass er einen schmerzhaften Stich abbekommen wird. Dann ist er tot. Und Yrsa, die – seien wir ehrlich – schon seit einiger Zeit gelangweilt ist, fühlt sich endlich wieder lebendig.Der aufregende Debütroman von Imani Thompson verbindet Campus-Roman mit Thriller-Elementen und Humor. Eine unterhaltsame und wunderbar ins Absurde getriebene Geschichte über feministische Wut, Ungerechtigkeit, Begierde und Rache. Und über das Schwarzsein in einer sehr, sehr weißen Welt. «Umwerfend – in jeder Hinsicht. Düster, spannend und unbestreitbar heiß, wird dieser Roman Ihnen den Atem rauben.» Glamour
Aktuelle Rezensionen(10)
Honey beginnt mit einer spannenden Prämisse und wichtigen gesellschaftlichen Themen, verliert sich für mich jedoch in der schieren Menge an Gewalt. Mit jedem weiteren Mord stumpft nicht nur die Protagonistin ab – auch als Leserin fiel es mir zunehmend schwer, noch emotional mitzugehen. Das Töten wirkt oft erschreckend nüchtern und beinahe routiniert, wodurch die eigentliche Tragik hinter Yrsas Geschichte an Wirkung verliert. Besonders der Twist am Ende zeigt, wie fragil ihre Wahrheit war. Gerade deshalb hätte ich mir weniger Leichen und mehr Raum für die psychologische Auseinandersetzung mit Schuld, Trauma und Selbsttäuschung gewünscht. Honey regt zum Nachdenken an, hinterlässt aber vor allem das Gefühl, dass Gewalt irgendwann jede Botschaft übertönt.
Du musst einfach vorher wissen, worauf du dich hier einlässt. Dann wirst du dieses Buch lieben! Es ist kein Thriller! Auch kein YA-College-Roman! Female Rage in Roman-Form! Ganz kurze Kurzfassung: eine Doktorandin am College hat die Nase voll von Männern, die Frauen schlecht behandeln und beginnt, diese zu töten, was nicht immer wie geplant verläuft… Man erfährt in dem Buch noch einiges mehr über die Protagonistin, ihre Lebensgeschichte, Erfahrungen mit Diskriminierung, ihr Elternhaus, aber auch ihre sozialen Interaktionen mit Freund*innen. Interessant waren auch die Nebencharaktäre und deren Eigenschaften. Ich fand es super spannend, gut geschrieben und wirklich unterhaltsam. Einzig das Ende hat mich nicht hundertprozentig überzeugt.
Als ich das Buch angefangen habe, ist mir als erstes der Schreibstil aufgefallen. Ich bin ehrlich, zu Beginn hatte ich etwas Mühe, da das Geschriebene sehr sprunghaft war. Yrsa ist keine Protagonistin, die man automatisch ins Herz schliesst. Sie ist intelligent, berechnend und trifft Entscheidungen, die oft schwer auszuhalten sind. Trotzdem konnte ich den Blick nie von ihr abwenden. Und genau da war der sprunghafte Schreibstil genau richtig. Ich hab mich nach einer Weile gefühlt, als wäre ich in Yrsas Kopf. Was mir besonders gefallen hat: „Honey“ erzählt nicht nur eine Geschichte über Gewalt gegen Frauen. Es zeigt auch, wie sich Rassismus und Sexismus im Alltag überschneiden , wie es gerade für eine schwarze Frau in der akademischen Welt ist. Die ständigen Respektlosigkeiten, Grenzüberschreitungen und Machtstrukturen sind keine Nebensache, sondern der Auslöser für alles, was danach passiert. Ebenfalls zentral ist dir Darstellung von Female Rage. Das Buch fragt nie, ob Yrsas Wut berechtigt ist oder ob sie moralisch richtig handelt. Es lässt sie einfach wütend sein. Sie nimmt Rache an Männern, die Frauen Gewalt angetan haben, und verliert sich dabei immer mehr in ihrer eigenen Obsession… Dieses Hin und Her mit “ ist das alles gerechtfertigt” hat mich immer wieder zum Nachdenken angeregt. Einerseits fand ich es unglaublich stark, wie der Roman die Gewaltverhältnisse umdreht und zeigt, wie selbstverständlich Männer seit Jahrhunderten Macht über Frauen ausüben. Sie töten. Jeden Tag. Andererseits musste ich auch an das Klischee der „wütenden Schwarzen Frau“ denken. Ich habe mich immer wieder gefragt, ob der Roman dieses Bild ungewollt aufzeigt oder es ganz bewusst sichtbar macht und direkt hinterfragt. Und dann kam der Gedanke, der mich bis zum Schluss begleitet hat: Warum sollte Yrsa ihre Wut überhaupt zurückhalten müssen? Nur weil rassistische Vorurteile existieren? Müssen schwarze Frauen ihre Gefühle kontrollieren, damit sie nicht in ein Klischee passen?
An sich ein wirklich tolles und lesenswertes Buch! Im Nachhinein ärgere ich mich nur dass ich es mir nicht auf Englisch geholt habe - bin ein paar mal über die Übersetzungen gestolpert, die fand ich teilweise nicht so gelungen. Dafür ist der Prolog auf Deutsch eine 10/10! Zudem soll das deutsche Cover wohl mit KI gemacht worden sein :( (siehe Klappentext hinten, Verwendung von "Midjourney") big no no! Habe ich leider erst nach dem Kauf gesehen. Würde also allen, die die Möglichkeit haben, empfehlen, das Buch auf Englisch zu lesen! 💖
Wenn man mal so einen richtigen Downer braucht: Lest/hört dieses Buch. Mich hat’s echt runtergezogen. Von Anfang bis Ende frage ich mich nach dem Sinn. Mir fehlt Spannung, das emotionslose Morden ist total irritierend. Alle Figuren blieben total flach und langweilig.