Empfehlungen basierend auf "Galatea"
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von Stephen Fry
»Mit der Neuerzählung der Belagerung von ›Troja‹ hat sich der Autor Stephen Fry einen weiteren Meilenstein gesetzt.«
von Megan Hunter
"BRILLANT. EINE ZUTIEFST ERSCHÜTTERNDE, GROSSARTIGE LEKTÜRE."DAISY JOHNSON, AUTORIN Als Lucy erfährt, dass ihr Ehemann Jake sie betrügt, soll eine verhängnisvolle Abmachung die Ehe retten: Drei Mal darf Lucy Jake bestrafen. Wann und auf welche Weise, entscheidet sie. Ein gefährliches Spiel zwischen Rache und Vergebung entbrennt – und schließlich erwacht eine Seite in Lucy, die schon immer tief in ihr geschlummert hat. Bildreich und sprachmächtig erzählt Megan Hunter ein atemberaubendes, dunkles Märchen über eine Verwandlung, aus der es kein Zurück mehr gibt. Lucy und Jake Stevenson leben mit ihren beiden Söhnen am Rande einer wohlhabenden Kleinstadt in England. Während Jake täglich zur Universität pendelt, arbeitet Lucy von zu Hause aus und kümmert sich um die Kinder. Doch eines Nachmittags zerstört ein Anruf die Familienidylle: Jemand möchte Lucy wissen lassen, dass Jake eine Affäre mit einer Arbeitskollegin hat. Das Paar beschließt zusammenzubleiben, trifft aber eine Vereinbarung als Ausgleich für den Verrat: Lucy wird sich drei Mal an Jake rächen – und er weiß nicht, wann und auf welche Weise. Während die beiden sich auf ein subtiles Spiel um Verbrechen und Strafe einlassen, beginnen sich Lucys Körper und Geist allmählich zu verändern, die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit verschwimmen – eine Verwandlung, die sich nicht mehr aufhalten lässt … «Die Harpyie» erzählt eine packende Geschichte über Liebe und Verrat, Mutterschaft und Frausein, Wut und Befreiung. Ein Roman von archaisch-mythologischer Kraft und zugleich gegenwärtiger gesellschaftlicher Relevanz.
von Doris Dörrie
Der Held muss in die weite Welt hinaus und Abenteuer erleben, um ein Held zu werden – und eine Geschichte zu haben. Und was ist mit der Heldin? Doris Dörrie erzählt von drei Reisen – nach San Francisco, nach Japan und nach Marokko – und davon, als Frau in der Welt unterwegs zu sein. Sich dem Ungewissen, Fremden auszusetzen heißt immer auch, den eigenen Ängsten, Abhängigkeiten, Verlusten ins Auge zu sehen. Und dabei zur Heldin der eigenen Geschichte zu werden.
von Walter Tevis
Mit acht entdeckt Beth Harmon im Waisenhaus zwei Möglichkeiten, der harten Realität zu entfliehen: die grünen Beruhigungspillen, die den Kindern täglich verabreicht werden. Und Schach. Das Mädchen ist ein Ausnahmetalent und gewinnt Turnier um Turnier, mit 16 spielt sie gegen lauter erwachsene Männer um die US-Meisterschaft. Ihr Weg führt steil nach oben, doch bei jedem Schritt droht der Abgrund von Sucht und Selbstzerstörung. Denn für Beth steht viel mehr auf dem Spiel als Sieg und Niederlage.
von Ilona Hartmann
Jana hat ihren Vater nie kennengelernt. Alles, was sie über ihn weiß, ist, dass er als Kapitän auf der MS Mozart arbeitet, einem eher wenig glamourösen Kreuzfahrtschiff auf der Donau. Also bucht sie sich kurzerhand eine Woche dort ein. Ob sie sich ihm zu erkennen geben wird, weiß sie noch nicht. Mit knapp hundert Gästen im Seniorenalter und der trinkfesten Bordbesatzung beginnt die Fahrt von Passau nach Wien. Mit großer Sensibilität erzählt Ilona Hartmann die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach den eigenen Wurzeln. Ein Roman voller Situationskomik und ungewöhnlicher Begegnungen, aber auch der Beginn einer zärtlichen, emotionalen Annäherung zwischen Vater und Tochter, die gerade erst lernen, was es heißt, einander Familie zu sein.
von Sharon Dodua Otoo
Sharon Dodua Otoos Mut und ihre Lust zu erzählen, ihre Neugier, die Gegenwart zu verstehen, machen atemlos. In ihrer Welt hängt alles am seidenen Faden, es droht zu fallen, und doch bleibt es auf wundersame Weise in der Schwebe. So wie Ada, um die sich Otoos erster Roman dreht. Ada ist nicht eine, sondern viele Frauen: In Schleifen bewegt sie sich von Ghana nach England, um schließlich in Berlin zu landen. Sie ist aber auch alle Frauen, denn die Schleifen transportieren sie von einem Jahrhundert zum nächsten. So erlebt sie das Elend, aber auch das Glück, Frau zu sein, sie ist Opfer, leistet Widerstand und kämpft für ihre Unabhängigkeit. Das Romandebüt "bietet eine verwobene Geschichte, die aufs große Ganze zielt. Die ambitionierte Konzeption nötigt einem Respekt ab, vor dem Hintergrund, dass es sich hier um ein Debüt handelt, gilt das noch einmal mehr. In seinem Kern erzählt das Buch von Herkunft und von Identität. Damit liegt es absolut im Trend aktueller Debatten und Diskurse und fügt sich zu vielen anderen Titeln dieses Bücherfrühjahrs. Man denke etwa an Bernadine Evaristo und ihren tolldreisten Roman "Mädchen, Frau etc.", der 12 schwarze Frauen und ihre disparaten Biografien ins Zentrum stellt. Gegen diesen, ebenfalls die Politik und das Leben in ihrer historischen Tiefe und Aktualität auslotenden Roman wirkt Otoos Erstling nicht nur wie ein minderes Vergnügen, sondern wie ein zu akkurat geratener Erzählreigen im Namen der guten Sache. Sie könne als Zeugin von Missständen ihre Literatur in deren Dienst stellen, hat Otoo einmal gesagt. Womöglich ist es diese deutliche Indienststellung, die dazu führt, dass mich ihr erster Roman nicht ganz überzeugt" (deutschlandfunk.de). "Die Erzählinstanzen sind ebenso variabel wie die Zeitebenen: Ein Reisigbesen, ein Türklopfer. Oder auch ein Zimmer. Denn darum geht es: Um Freiräume und Unterdrückungsszenarien, die in einer Kontinuität stehen, aber nicht zwangsläufig in einer kausalen Verbindung" (Platz 9 der SWR-Bestenliste April 2021)
von Tanja Raich
»Interessante und unterschiedliche Perspektiven und Ideen zu anderen und möglichen sowie längst überfälligen Gesellschaftsformen.« Mathilde Magazin, 05.09.2022
von Sayaka Murata
Keiko Furukawa ist anders. Gefühle sind ihr fremd, das Verhalten ihrer Mitmenschen irritiert sie meist. Um nirgendwo anzuecken, bleibt sie für sich. Als sie jedoch auf dem Rückweg von der Uni auf einen neu eröffneten Supermarkt stößt, einen sogenannten Konbini, beschließt sie, dort als Ladenhilfe anzufangen. Man bringt ihr den richtigen Gesichtsausdruck, das richtige Lächeln, die richtige Art zu sprechen bei. Keikos Welt schrumpft endlich auf ein für sie erträgliches Maß zusammen, sie verschmilzt geradezu mit den Gepflogenheiten des Konbini. Doch dann fängt Shiraba dort an, ein zynischer junger Mann, der sich sämtlichen Regeln widersetzt. Keikos mühsam aufgebautes Lebenssystem gerät ins Wanken. Und ehe sie sichs versieht, hat sie ebendiesen Mann in ihrer Badewanne sitzen. Tag und Nacht.
von Luna McNamara
»›Psyche und Eros‹ ist ein wahnsinnig rasanter, spannender und unterhaltsamer Roman über eine Heldin, die dazu ausgebildet wurde, ein Monster zu töten, sich dann aber fragen muss, ob wahres Heldentum nicht eher ein großes Herz als das Töten von anderen Geschöpfen ausmacht.«
von Rosie Hewlett
Gemieden. Verfolgt. Gequält.Medea sehnt sich nach einem anderen Leben. Seit ihrer Kindheit ist sie von ihrer Schwester getrennt, von ihrer Mutter gemieden und von ihrem Bruder und Vater verfolgt und gequält worden. Und das alles wegen eines einzigartigen und gefährlichen Talents: der Hexerei.Unerbittlich. Mächtig. Magisch.Doch als ein tollkühner junger Held, Jason, auftaucht, um das berühmte Goldene Vlies einzufordern, das ihr Vater so vehement beschützt, sieht Medea ihre Chance zur Flucht. Ihr Angebot, Jason bei der Überwindung der von ihrem Vater auferlegten Prüfungen zu helfen, setzt eine Reise in Gang, die jedes Quäntchen ihrer Stärke, Magie und Loyalität auf die Probe stellen wird; eine Reise, auf der sie gegen Monster kämpfen, Könige entthronen und sich verlieben wird.Aber als sie mit dem ultimativen Verrat konfrontiert wird, wird Medea zu einer Verzweiflungstat getrieben, die so brutal ist, dass sie das Leben aller Beteiligten zerreißt ...