4.0

Medea

von Rosie Hewlett

Format:Hardcover
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Gemieden. Verfolgt. Gequält.Medea sehnt sich nach einem anderen Leben. Seit ihrer Kindheit ist sie von ihrer Schwester getrennt, von ihrer Mutter gemieden und von ihrem Bruder und Vater verfolgt und gequält worden. Und das alles wegen eines einzigartigen und gefährlichen Talents: der Hexerei.Unerbittlich. Mächtig. Magisch.Doch als ein tollkühner junger Held, Jason, auftaucht, um das berühmte Goldene Vlies einzufordern, das ihr Vater so vehement beschützt, sieht Medea ihre Chance zur Flucht. Ihr Angebot, Jason bei der Überwindung der von ihrem Vater auferlegten Prüfungen zu helfen, setzt eine Reise in Gang, die jedes Quäntchen ihrer Stärke, Magie und Loyalität auf die Probe stellen wird; eine Reise, auf der sie gegen Monster kämpfen, Könige entthronen und sich verlieben wird.Aber als sie mit dem ultimativen Verrat konfrontiert wird, wird Medea zu einer Verzweiflungstat getrieben, die so brutal ist, dass sie das Leben aller Beteiligten zerreißt ...

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: November 25, 2025

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Aktuelle Rezensionen(3)

4.0(17 ratings)
Dana M.Rezension von Dana M.

Medea - die Hexe von Kolchis: düster und voller emotionaler Gewalt. Dieses Hörbuch fand ich wirklich besonders: ich lese selten Bücher über griechische Mythologie, trotzdem kannte ich Medeas Geschichte und ihr Schicksal bereits. Ich wusste, dass es ein Buch über Verrat und Tod sein würde. (Wer gar nichts über Medeas Leben wissen möchte und unbefangen in das Buch starten will, sollte diese Bewertung nicht lesen) Die Autorin präsentiert uns eine noch ganz andere Seite von Medeas Geschichte, die sonst unsichtbar blieb: sie gibt Medea eine Stimme, die sagt, ich wurde ausgebeutet, manipuliert, verraten und missbraucht. Es ist eine Geschichte über Abhängigkeit und Macht, darüber, wer sie besitzen darf und wie Männer über Leichen gehen würden, um sie zu erlangen. Es ist eine Geschichte darüber, was Medea alles opfern würde, um Respekt und Liebe zu erfahren und wie sie sich selbst dafür aufgibt. Dadurch stellt sich die Frage, ob sie wirklich das Monster ist, oder ob die Männer, die sie als Monster bezeichnen, selbst welche waren. Medeas Zauber wurde schon immer von Männern ausgenutzt, um mehr Macht und Ruhm zu erlangen, doch sobald sie ihre Fähigkeiten für ihre eigene Freiheit und ihr Glück verwendete, wurde sie verteufelt und verraten. Aus Trauer und Verzweiflung entschied sie sich, wie wir wissen, für die Dunkelheit und für die Rache. Ob Medea als Person gut, böse, ein Opfer oder ein Täter ist, oder etwas dazwischen, muss der*die Leser*in für sich herausfinden. Natürlich habe ich mir gewünscht, dass sich Medea von ihrer toxischen Beziehung zu ihrem Vater und Jason befreit und stattdessen mit Circe lebt, oder sie wäre einfach mit Atalante geflohen… doch dann wäre es wahrscheinlich kein gelungenes Retelling, wenn man ein stumpfes Happy End einbaut. Für mich ist es ein sehr spannender und tragischer Roman über Abhängigkeit und auch darüber, wie Frauen in Geschichten dargestellt werden. Wie viele Sagen und Mythen hätte es über Frauen gegeben, wenn sie nicht von ihren Ehemännern in den Schatten gestellt worden wären - wie viele Geschichten über Heldinnen bleiben für immer verborgen?

EmilyRezension von Emily

Themen: griechische Mythologie, Retelling, Patriarchat, Manipulation, Macht, Magie Kurzmeinung: Ein wichtiges Retelling, wie Medea zu dem vermeintlichen Monster wurde, als das die Männer in ihren Leben sie dargestellt haben. Rezension: In meiner Schulzeit war ich ein großer Fan von griechischer Mythologie und obwohl ich mich schon lange nicht mehr mit der Thematik beschäftig habe, ist mir die Figur Medea im Gedächtnis geblieben. „Medea“ von Rosie Hewlett war damit automatisch ganz oben auf meiner Leseliste und ist auch ein must read, wie ich finde. Die titelgebende Heldin begeht schreckliche Taten, doch wie es überhaupt so weit kommen konnte, wird in diesem Retelling beschrieben. Die Handlung ist sehr gut greifbar, besonders spannend ist es, wie die unterschiedlichen Mythen in einen Kontext gesetzt werden und verschiedenste Helden auftreten. Rosie Hewlett schreibt packend und direkt über Medeas grausame Verbrechen und die Grausamkeiten, die sie dazu getrieben haben. Erzählt wird (abgesehen vom letzten Kapitel) aus Medeas Perspektive, was ihren Werdegang nahbarer, aber auch schmerzlicher macht. Ich war oft wütend beim Lesen. Auf die Männer in Medeas Leben und auf ihre Mutter. Und oft war ich traurig, gerade als es auf das Ende zulief. Zum Schluss saß ich dann in einem Scherbenhaufen, weil mein Herz für Medea gebrochen ist.

MirjamRezension von Mirjam

Die unbekannte Seite der Medea Als Hekate, die griechische Göttin der Magie, einst Langeweile besaß, verlieh sie Medea von Kolchis ein göttliches Talent - die Hexerei. Eine Gabe und ein Fluch zugleich, und der Beginn einer grausamen Leidensgeschichte, denn von Kinderbeinen an wird sie nicht nur von ihrer eigenen Mutter gemieden, von ihrem Vater und auch Bruder gequält, sondern auch von ihrer geliebten Schwester getrennt. Im Gegensatz zu anderen Erzählungen setzt Autorin Rosie Hewlett mit ihrer Medea Version bereits hier an, bei der noch kleinen Medea. Sie erzählt also nicht nur von ihren bekannten Gräueltaten, sondern ihre ganze Geschichte und macht diese damit nachvollziehbarer. Bis auf das letzte Kapitel, in dem Medeas Schwester Chalkiopes zu Wort kommt, geschieht dies aus der Ich-Perspektive von Medea. Die Autorin wirft somit ein ganz neues Licht auf die Hexe von Kolchis, schreibt emotional packend und wahnsinnig spannend. Als großer Fan der griechischen Mythologie hat es mir sehr gefallen, dass sich die Autorin dicht an die „Überlieferungen“ gehalten, die Geschichte nicht in der Neuzeit erzählt hat und auch weitere mythologische Personen und Zusammenhänge mit eingebracht hat. So erlebt man nebenher nicht nur hautnah die Abenteuer von Jason und den Argonauten, bei denen auch die berüchtigten Sirenen sehr bildhaft ihren Platz gefunden haben, sondern erfährt auch in Ansätzen vom Schicksal der Zauberin Circe. Was sicherlich auch für Mythologie-Unkundige sehr faszinierend dargestellt sein dürfte, für mich war es das in jedem Fall. Fazit: Rosie Hewlett liefert mit ihrem Roman eine ebenso spannende, wie bildgewaltige, aber eben auch emotionale Neuerzählung von Medea, die mich sehr gefesselt hat. Für mich auf jeden Fall ein Highlight mit klarer Leseempfehlung!

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