Empfehlungen basierend auf "Frau Yeoms kleiner Laden der großen Hoffnungen"
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von Nanako Hanada
Nach der Trennung von ihrem Mann ist Buchhändlerin Nanako Hanada erst einmal verloren. Ohne Freund*innen und ohne eigene Wohnung muss sie in Kapselhotels und öffentlichen Badeanstalten übernachten. Eines Tages erfährt sie von einer neuen Dating-App und beschließt, endlich aus sich herauszugehen und neue Menschen zu treffen. Ihr Plan: Sie überwindet ihre Schüchternheit, indem sie ihre neuen Bekanntschaften in die Welt der Bücher entführt. Zwar fällt sie gleich am Anfang auf einen Aufschneider rein, doch bald lernt sie Menschen kennen, die ihr viel zurückgeben. Und je mehr sich Nanako ihren Mitmenschen annähert, desto leichter fällt es ihr, ihr altes Leben loszulassen.
von Sayaka Murata
Keiko Furukawa ist anders. Gefühle sind ihr fremd, das Verhalten ihrer Mitmenschen irritiert sie meist. Um nirgendwo anzuecken, bleibt sie für sich. Als sie jedoch auf dem Rückweg von der Uni auf einen neu eröffneten Supermarkt stößt, einen sogenannten Konbini, beschließt sie, dort als Ladenhilfe anzufangen. Man bringt ihr den richtigen Gesichtsausdruck, das richtige Lächeln, die richtige Art zu sprechen bei. Keikos Welt schrumpft endlich auf ein für sie erträgliches Maß zusammen, sie verschmilzt geradezu mit den Gepflogenheiten des Konbini. Doch dann fängt Shiraba dort an, ein zynischer junger Mann, der sich sämtlichen Regeln widersetzt. Keikos mühsam aufgebautes Lebenssystem gerät ins Wanken. Und ehe sie sichs versieht, hat sie ebendiesen Mann in ihrer Badewanne sitzen. Tag und Nacht.
von Toshikazu Kawaguchi
Wenn du in die Vergangenheit reisen könntest, wen würdest du gern wieder treffen? In diesem Band der magischen »Café-Reihe« begegnen wir vier Menschen und ihren berührenden Schicksalen: Dem Mann, der noch etwas Wichtiges zu sagen hat. Der Frau, die sich nicht von ihrem Hund verabschieden konnte. Der Hochzeitsplanerin, die keine Gelegenheit mehr dazu hatte, auf einen Heiratsantrag zu reagieren. Der Tochter, die den Kontakt zu ihrem Vater verlor. Der Bestsellerautor Toshikazu Kawaguchi erzählt von Aussöhnung, Vergebung, versäumten Chancen und neuer Hoffnung. Was die Protagonisten und die Leser*innen lernen dürfen? Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.
von Makoto Shinkai
Gefühle, Momente und Begegnungen werden filigran hervorgehoben. Es entsteht eine Magie durch die Wortwahl, mit der die Emotionen zum Ausdruck kommen.
von Han Kang
Han Kang wurde 1970 in Gwangju, Südkorea, geboren und ist die wichtigste literarische Stimme Koreas. 1993 debütierte sie als Dichterin, ihr erster Roman erschien 1994. Für ihr literarisches Schreiben wurde sie mit dem Yi- Sang-Literaturpreis, den Today’s Young Artist Award und dem Manhae Literaturpreis ausgezeichnet. Für »Die Vegetarierin« erhielt sie gemeinsam mit ihrer Übersetzerin 2016 den Man Booker International Prize, »Menschenwerk« erhielt den renommierten italienischen Malaparte-Preis. »Weiß« war ebenfalls für den Booker Prize nominiert. 2024 erhielt Han Kang den Nobelpreis für Literatur. Sie lebt in Seoul. Im Aufbau Verlag sind »Die Vegetarierin«, »Menschenwerk«, »Deine kalten Hände«, »Weiß« und »Griechischstunden« lieferbar. Mehr zur Autorin unter han-kang.net Ki-Hyang Lee, geboren 1967 in Seoul, studierte Germanistik in Seoul, Würzburg und München. Sie lebt in München und arbeitet als Lektorin, Übersetzerin und Verlegerin. Für ihre Übersetzungen wurde sie 2024 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.
von Han Kang
Eines Tages verschwindet der Bildhauer Jang Unhyong beinahe spurlos. Er hinterlässt seine faszinierenden Gipsabdrücke von Händen und Körpern - und ein bewegendes Tagebuch, das seine lebenslange Suche nach Nähe und Wahrhaftigkeit in aller Welt voller Masken schildert. (Quelle: buch.ch).
von Hika Harada
Essen und LESEN halten Leib und Seele zusammenEin Jahr ist das kleine Antiquariat in Tokios Bücherviertel Jimbocho geschlossen gewesen, als Sango-san den Rolladen nach oben schiebt. Voll Elan macht sie sich ans Kehren, Abstauben, stellt Bücherkisten nach draußen … nur, was dann? Zeitlebens hat sie sich um die Bedürfnisse anderer gekümmert, aber ein Geschäft hat sie noch nie geführt. Und so drückt sie ihren Kunden überraschende Buchempfehlungen in die Hand und lädt sie zu Tee, Sushi, Sobanudeln oder Curry ein. Lange wird das nicht gut gehen. Zum Glück kann die 70-Jährige auf die Hilfe ihre Großnichte zählen. Für Mikiki bedeutet der Laden mit den seltenen, längst vergriffenen Büchern mehr, als sie sich bisher eingestanden hat …
von Jee-Hye Kim
Über die Kraft von Büchern und menschlichen Beziehungen in schwierigen ZeitenJahrelang war die Arbeit Yu-jins Lebensmittelpunkt. Als sie zufällig auf das kleine Dorf Soyangri stößt, das in idyllischer Natur am Fuße eines Berges liegt, verliebt sie sich sofort in die Gegend und beschließt kurzerhand, ihr Leben in Seoul zurückzulassen und im Dorf die »Bücherküche« – ein Buchcafé mit integrierter Pension – zu eröffnen. Die Bücherküche wird zu einem Ort, an dem Menschen köstliche Speisen genießen, die von der passenden Lektüre begleitet werden, und Trost und Hoffnung finden. Von einem Musikidol, das sich in einer Identitätskrise befindet, bis hin zu einer Anwältin, die mit einer schwierigen medizinischen Diagnose konfrontiert wird, treffen sie alle an einem Scheideweg in ihrem Leben auf Yu-jins Bücherküche.
von Asako Yuzuki
Asako Yuzuki wurde 1981 in Tokio geboren. Sie wurde für ihr Schreiben vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Noma-Verlagskulturpreis. Ihr Roman »Butter« ist in Japan ein Bestseller und verkaufte sich allein in Japan 200.000 mal. Er erscheint weltweit in zahlreichen Sprachen und gewann 2025 den British Book Award. »Tokyo Girls Club« wurde mit dem Yamamoto Shūgorō Preis ausgezeichnet. Ursula Gräfe hat Japanologie, Anglistik und Amerikanistik in Frankfurt am Main studiert. Seit 1989 arbeitet sie als Literaturübersetzerin aus dem Japanischen und Englischen und hat neben zahlreichen Werken Haruki Murakamis auch Sayaka Murata und Yukiko Motoya ins Deutsche übertragen.
von Louise K. Böhm
Ein großes neues Erzähltalent, das entdeckt werden will: Louise K. Böhms Debüt verhandelt Freundschaft und Herkunft, wie man es noch nicht gelesen hat.Wenn Jojo ihre Herkunft einfach ausradieren könnte, würde sie es tun. Zwar hat sie das Vorstadtgrau weit hinter sich gelassen, doch an der Uni hat sie trotzdem ständig Angst, jemand könnte herausfinden, dass sie nicht hierhergehört. Einzig die Arbeit im Labor gibt ihr Halt. Als Jakob in ihr Leben tritt, findet Jojo zu einer neuen Leichtigkeit. Doch dann erhält sie ein Lebenszeichen ihrer ehemals besten Freundin, und plötzlich ist alles wieder da: die Jahre mit Yara, mit der sie mehr Zeit verbrachte als mit ihren eigenen Eltern. Die auf jeden Spruch eine Erwiderung parat hatte. Und die von einem Tag auf den anderen verschwand, obwohl sie doch gemeinsam ausbrechen wollten aus der Vorstadt. Voller Klugheit und doch federleicht erzählt Louise K. Böhm die Geschichte einer tiefen Freundschaft. Ein elektrisierender Roman über Herkunft und Zugehörigkeit – mit zwei Heldinnen, die man nicht wieder vergisst.