3.5

Frau im Dunkeln

von Elena Ferrante, Anja Nattefort

Format:Hardcover

Leda ist fast fünfzig, geschieden, sie unterrichtet Englisch an der Universität in Florenz. Die erwachsenen Töchter sind jetzt beim Vater in Kanada, und Leda muss sich eingestehen, dass sie statt der erwarteten Sehnsucht vor allem Erleichterung empfindet. Den heißen Sommer verbringt sie in einem süditalienischen Küstenort: Bücher, Sonne, das Meer, was könnte friedlicher sein? Am Strand macht sich neben ihr allerdings eine übermütig lärmende neapolitanische Großfamilie breit, darunter eine noch junge Mutter und deren kleine Tochter. Leda beobachtet die beiden über Tage, zunächst fasziniert, wohlwollend. Allmählich aber schlägt ihre Stimmung um, irgendwann folgt sie einem Impuls und tut dem kleinen Mädchen und der Familie etwas Unbegreifliches an. Und wird selber heimgesucht, von lange verdrängten Erinnerungen – an gravierende Entscheidungen, die sie zu treffen hatte, ganz zum Leidwesen ihrer eigenen Töchter ... Was bedeutet es, eine Frau und Mutter zu sein? Mit frappierender Ehrlichkeit ergründet Elena Ferrante die widersprüchlichen Gefühle, die uns an unsere Kinder binden.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
188 SeitenHardcover
Erschienen an: February 11, 2019

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.5(26 ratings)
EllemirRezension von Ellemir

Wieder einmal ein Buch, dass ich nur sehr schlecht bewerten kann. Der Schreibstil gefällt mir, aber die Protagonistin, aus deren Sicht das Buch erzählt wird (mit sehr viel innerem Monolog, Rückblenden, Betrachtung ihrer Gedanken und Gefühle), ist mir zutiefst unsympathisch und ich will sie eigentlich nicht wirklich verstehen. Zum Glück war das Buch sehr kurz, denn das Lesen hatte ein bisschen was von diesem berühmten Autounfall, wo man durch die Faszination des Grauens einfach nicht wegsehen kann. (Ich möchte betonen, nicht dass jemand nach meiner Bemerkung etwas falsches erwartet: Ich verwende zwar den Begriff Faszination des Grauens, beziehe mich aber nicht auf Ereignisse im Buch, sondern auf die Gedanken der Protagonistin - das Buch ist eher handlungsarm) Fazit: Gut geschrieben, aber nahezu unerträglich.

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