3.4

Von dieser Welt

von James Baldwin

Format:Hardcover

James Baldwins erster, autobiografischer Roman 'Von dieser Welt' (erstveroffentlicht 1953) glich einem Befreiungsschlag - fur ihn selbst und fur alle, die nach ihm kamen. SEin Bann ist ungebrochen bis heute.

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: 2018-02-28

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.4(20 ratings)
NiciRezension von Nici

Es fällt mir schwer dieses Buch zu bewerten. Es hat eine Weile gedauert, bis ich reingekommen bin. Am Anfang fand ich es eher langweilig. Dann kamen die Binnenerzählungen, die der Tante, des Vaters und der Mutter und die haben mir sehr gut gefallen. Vielleicht auch, weil sie greifbarer waren, als das viele Gerede über Gott und die vielen Gebete. Ich fand besonders die Sicht der Frauen, welche in dem Werk vermehrt zu Wort gekommen sind, interessant. Auch Rassismus war ein wichtiges Thema.

Christian Steinberger Rezension von Christian Steinberger

James Baldwin beleuchtet in seinem Erstlingswerk die biografischen Hintergründe seiner Familie, die ihn religiös geprägt hat. Während einer ungefähren erzählten Zeit von 24 Stunden lernen wir John kennen, der am Gottesdienst seiner Gemeinde in Harlem teilnimmt, um den Segen des Herren zu empfangen. Dabei wechseln sich die Perspektiven ab, denn es wird auch der Lebensweg und -wandel seines Vaters Gabriel erzählt sowie die Biografie seiner Tante Florence. John soll, wie sein Vater auch, Prediger werden, merkt aber, dass er verbotene Gefühle gegenüber des jungen Priesters Elisha entwickelt. Wer bei Baldwins Werk mit "Giovannis Zimmer" gestartet haben sollte, trifft hier auf einen anstrengenden, sehr theologisch gefärbten und fordernden Erzählton. Dass die Bibel auch ausgelegt werden kann, um familiäre Gewalt zu rechtfertigen oder aggressiv an Frömmigkeit zu appellieren, macht bei der Lektüre stellenweise wütend. Über John lernt man nicht so viel wie erhofft, die Erzählung neigt zum Teil zu Redundanzen, ist aber dahingehend gewinnbringend, dass man damit Baldwins persönliche Biografie besser versteht. Der angekündigte Befreiungsschlag Johns am Ende des Romans ist aber höchst diskutabel.

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