Ein erzählerisches Meisterwerk.Ein Lastwagen, drei Männer, ein Moment der Unachtsamkeit – von einer Sekunde auf die andere ist das Leben der MacBrides ein anderes. Einzig Sohn Matthew übersteht das Unglück mit schweren Beeinträchtigungen. Und doch findet er zielstrebig zurück nach Meredith Downs, zurück zu Mutter und Schwester, als das Schicksal ein zweites Mal zuschlägt. Und plötzlich steht nicht nur sein Leben auf dem Spiel, sondern seine Seele – und zwar auf eine Weise, die kaum jemand vorhersehen, geschweige denn hätte überleben können.M.L. Stedman legt wie keine Zweite den Finger auf die ganz großen zwischenmenschlichen Konflikte – und macht aus ihnen eine überwältigende und heilsame Leseerfahrung.
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Ein weites Leben
von M. L. Stedman, Cornelius Hartz
Ein erzählerisches Meisterwerk.Ein Lastwagen, drei Männer, ein Moment der Unachtsamkeit – von einer Sekunde auf die andere ist das Leben der MacBrides ein anderes. Einzig Sohn Matthew übersteht das Unglück mit schweren Beeinträchtigungen. Und doch findet er zielstrebig zurück nach Meredith Downs, zurück zu Mutter und Schwester, als das Schicksal ein zweites Mal zuschlägt. Und plötzlich steht nicht nur sein Leben auf dem Spiel, sondern seine Seele – und zwar auf eine Weise, die kaum jemand vorhersehen, geschweige denn hätte überleben können.M.L. Stedman legt wie keine Zweite den Finger auf die ganz großen zwischenmenschlichen Konflikte – und macht aus ihnen eine überwältigende und heilsame Leseerfahrung.
Aktuelle Rezensionen(4)
Der Hype rund um dieses Buch war kaum zu übersehen, und die Erwartung war entsprechend hoch: die ganz große Familiensaga, vierzig Jahre Geschichte vor der Kulisse des australischen Outbacks. Und tatsächlich, das Potenzial dafür ist spürbar. Die Zutaten stimmen, die Zeitspanne ist episch angelegt, das Setting hat Wucht. Nur: Wucht allein trägt keine Saga. Was fehlt, ist die Tiefe, die man bei diesem Genre eigentlich erwartet. Zu viele Handlungsstränge werden angerissen und dann einfach fallen gelassen, lose Enden, die nie wieder aufgenommen werden. Und die Sprache bleibt merkwürdig spröde, fast trocken. Das passt zwar atmosphärisch zur kargen Weite des Outbacks, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Die Geschichte wirkt von außen betrachtet statt von innen erlebt und erlitten. Man beobachtet die Familie, statt mit ihr zu fühlen. Und genau das ist am Ende das Problem: Für ein Familiendrama, das über vier Jahrzehnte Bestand, Bruch und Wiederaufbau erzählen will, braucht es diese Nähe. Den Moment, in dem einem der Atem stockt, weil man mittendrin ist. Der bleibt hier aus. Trotzdem, und das ist fast das Interessanteste an diesem Buch: Man mag es irgendwie. Vielleicht gerade wegen des Kontrasts zwischen dem, was es hätte sein können, und dem, was es tatsächlich ist. Kein grandioses Familienepos, aber auch kein Fehlgriff. Eher ein Buch, das einen mit einem leisen "hätte mehr drin sein können" zurücklässt. Fazit: Solide Familiensaga mit epischem Anspruch, der sprachlich und erzählerisch nicht ganz eingelöst wird. Lesenswert, aber der letzte Kick fehlt.
Familienroman - Erschütternd, traurig und emotional Ein sehr bildstarker Roman über eine Familientragödie der Familie MacBride. Die Geschichte spielt in Australien auf der Schaf Farm Meredith Downs. Ein schwerer Auto Unfall erschüttert die Familie. Der Vater und der älteste Sohn kommen dabei ums Leben und zurück bleiben die Mutter der 17-jährige Sohn Matthew sowie die Tochter Rosie. Sie versuchen sich zurecht zu finden und den Betrieb auf der Farm am laufen zu halten, doch Verlust und Trauma begleitet sie. Die Familie muss weitere emotionale Krisen aushalten. Dieser Roman spielt von 1958 bis nach 2000. Es geht um Vertrauensmissbrauch, Geheimnisse, Schuld und Scham aber auch um Familienzusammenhalt. Die Bilder, die in diesem Roman kreiert werden sind wirklich beeindruckend, man kann die Hitze förmlich auf der Haut spüren, den Geruch der Schaf Farm wahrnehmen und die Weite des Landes und das australische Outback vor dem inneren Auge sehen. Das Lesen ist fast wie ein Film. Die Geschichte hat mich erschüttert und beeindruckt zugleich. Den Abzug gibt’s für zu viele Längen. Am Anfang habe ich gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen und auch zwischendurch ist die Geschichte manchmal etwas zu sehr abgeschweift. Dennoch ein toller Roman!!
"Ein weites Leben" von M.L. Stedman ist ein emotionales Familienepos, das im australischen Outback in den 50er und 60er Jahren spielt. Im Roman dreht sich alles um die Familie MacBride, deren Leben durch einen tragischen Unfall, bei denen zwei Familienmitglieder sterben, zerstört wird. Es steht der Überlebenskampf und das Zurückfinden ins Leben des Sohnes Matthew im Vordergrund, der vom Unfall schwer getroffen wurde. Zentrale Themen des Romans sind in erster Linie Schicksal, Trauer, Schuld und Verlust. Ich empfand die Handlung rund um die Familie MacBride und das Leben im australischen Outback als sehr langatmig. Die vielen Figuren, Naturbeschreibungen und Erzählstränge machten es mir schwer in die Handlung zu finden. Auch die ständigen Zeitsprünge und Persepektivwechsel störten mich. Die Autorin hat einen sehr nüchternen und sachlichen Schreibstil gewählt. Das ist nicht ganz mein Geschmack, vor allem wenn dramatische und tragische Dinge passieren. Da hätte ich mir mehr Emotionalität und Tiefe gewünscht. Durch die nüchterne Beschreibweise konnte ich auch mit den Figuren nicht richtig warm werden. Gefallen hat mir das Setting. Ich habe viel über das entbehrungsreiche Leben im australischen Outback in den 50er und 60er Jahren erfahren. Die Autorin beschreibt dies sehr detailreich und intensiv, sodass ich ein gutes Bild vom Leben damals bekommen habe. Hier hat mir die bildhafte Sprache sehr gefallen, da ich mir die unvorstellbaren Weiten Australiens sehr gut vorstellen konnte. Der Familienroman ist definitiv kein Buch für zwischendurch, da man als Leser mit vielen Figuren, Namen und Umständen konfrontiert wird. Wer mehr über das karge Leben im australischen Outback erfahren möchte und tragische Familienepen mag, liegt mit der Wahl des Buches richtig.
Schicksal, Schuld & Vergesserungen M.L. Stedman Roman „Ein weites Leben“ spielt Ende der 50er Jahre im westaustralischen Outback, wo Familie McBride bereits seit Generationen Schafzucht betreibt. Angepasst und im Einklang mit der kargen Natur, führen Phil und Lorna, gemeinsam mit ihren drei Kindern Warren, Matt und Rose, auf Meredith Downs, ein zwar arbeitsames, aber zufriedenes und glückliches Leben. Bis eines Tages ein großes Unglück über sie hereinbricht, bei dem Phil und ihr ältester Sohn Warren auf tragische Weise bei einem Autounfall ums Leben kommen und nur Matt, mit großem Glück, jedoch starker Beeinträchtigung überlebt. Von einem auf den anderen Tag verändert sich für die McBrides alles und es soll nicht bei diesem einen Schicksalsschlag bleiben. Vielleicht lässt sich daraus schon erahnen, dass „Ein weites Leben“ definitiv keine leichte Kost, sondern sehr tiefgreifend ist. In die Erzählweise musste ich erst einmal hineinfinden, wobei M.L. Stedman unheimlich atmosphärisch schreibt und es dabei auch wahnsinnig gut schafft Stimmungen und Schwingungen rüberzubringen. Ohne dass es jetzt total negativ klingen soll, hat es der erste Teil der Geschichte sogar geschafft, mich in meiner Stimmung so runterzuziehen, mir eine solch spürbare Beklemmung zu verschaffen, dass ich das Buch erstmal für ein paar Tage zur Seite legen und unterbrechen musste. Die Story ist nicht nur tragisch, berührend und fesselnd, sondern eben auch nachvollziehbar, ebenso wie die Handlungen und Gedanken der Protagonisten, die ich durchweg sehr gelungen und authentisch fand. Ebenso die Nebencharaktere, deren Geschichten und Schicksale auch teilweise sehr geschickt mit eingeflochten werden. Ein wenig Probleme haben mir die vielen Zeitsprünge bereitet, auf die ich mich nicht immer sofort einlassen konnte, auch mit den vielen Namen bin ich teilweise ganz schön ins Stolpern geraten. Fazit: Alles in Allem eine wirklich interessante und ebenso bewegende Familiengeschichte mit sehr viel Leid, Scham, Schuld und Unausgesprochenem. Auf jeden Fall sehr lesenswert, wenn auch nichts für nur mal so „zwischendurch“.