Empfehlungen basierend auf "Das Flüstern der Bienen"
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von Charlotte McConaghy
Großartige Landschaftsschilderungen bilden den Hintergrund, vor dem sich McConaghys Wolfs-Drama abspielt.
von Sharon Dodua Otoo
Sharon Dodua Otoos Mut und ihre Lust zu erzählen, ihre Neugier, die Gegenwart zu verstehen, machen atemlos. In ihrer Welt hängt alles am seidenen Faden, es droht zu fallen, und doch bleibt es auf wundersame Weise in der Schwebe. So wie Ada, um die sich Otoos erster Roman dreht. Ada ist nicht eine, sondern viele Frauen: In Schleifen bewegt sie sich von Ghana nach England, um schließlich in Berlin zu landen. Sie ist aber auch alle Frauen, denn die Schleifen transportieren sie von einem Jahrhundert zum nächsten. So erlebt sie das Elend, aber auch das Glück, Frau zu sein, sie ist Opfer, leistet Widerstand und kämpft für ihre Unabhängigkeit. Das Romandebüt "bietet eine verwobene Geschichte, die aufs große Ganze zielt. Die ambitionierte Konzeption nötigt einem Respekt ab, vor dem Hintergrund, dass es sich hier um ein Debüt handelt, gilt das noch einmal mehr. In seinem Kern erzählt das Buch von Herkunft und von Identität. Damit liegt es absolut im Trend aktueller Debatten und Diskurse und fügt sich zu vielen anderen Titeln dieses Bücherfrühjahrs. Man denke etwa an Bernadine Evaristo und ihren tolldreisten Roman "Mädchen, Frau etc.", der 12 schwarze Frauen und ihre disparaten Biografien ins Zentrum stellt. Gegen diesen, ebenfalls die Politik und das Leben in ihrer historischen Tiefe und Aktualität auslotenden Roman wirkt Otoos Erstling nicht nur wie ein minderes Vergnügen, sondern wie ein zu akkurat geratener Erzählreigen im Namen der guten Sache. Sie könne als Zeugin von Missständen ihre Literatur in deren Dienst stellen, hat Otoo einmal gesagt. Womöglich ist es diese deutliche Indienststellung, die dazu führt, dass mich ihr erster Roman nicht ganz überzeugt" (deutschlandfunk.de). "Die Erzählinstanzen sind ebenso variabel wie die Zeitebenen: Ein Reisigbesen, ein Türklopfer. Oder auch ein Zimmer. Denn darum geht es: Um Freiräume und Unterdrückungsszenarien, die in einer Kontinuität stehen, aber nicht zwangsläufig in einer kausalen Verbindung" (Platz 9 der SWR-Bestenliste April 2021)
von John Ironmonger
Ein kleiner Ort in Cornwall und eine grosse Geschichte über die Menschlichkeit.”Abenteuerlich, beunruhigend, ergreifend.“Stern”Dieser Roman gibt einem den Glauben an die Menschheit zurück.“Elle Erst wird ein junger Mann angespült, und dann strandet der Wal. Die dreihundertsieben Bewohner des Fischerdorfs St. Piran spüren sofort: Hier beginnt etwas Sonderbares. Doch keiner ahnt, wie existentiell ihre Gemeinschaft bedroht ist. So wie das ganze Land. Und vielleicht die ganze Welt. Weil alles mit allem zusammenhängt. John Ironmonger erzählt eine mitreissende Geschichte über das, was uns als Menschheit zusammenhält. Und stellt die wichtigen Fragen: Wissen wir genug über die Welt, in der wir leben? Was brauchen wir, um uns aufgehoben zu fühlen? Und was würdest du tun, wenn alles auf dem Spiel steht? (Quelle: buch.ch).
von Charlotte Wood
»›Tage mit mir‹ ist ein leises, kluges Buch für alle, die Denkanstöße suchen über das Innen und das Außen und die Frage, was von uns wir der Welt schulden, wenn überhaupt.« Carolin Courts, WDR 5 Scala, 24.10.2023
von Ayelet Gundar-Goshen
»Die Übersetzerin hat ihren Job mit Bravour gemeistert und verdient großes Lob für ihre herausragende Leistung.« Orith Tempelman, Wendezeit Magazin, 13.7.23
von Elif Shafak
An Peri zerrten schon immer gegensätzliche Kräfte: Ihre Mutter ist strenggläubig, ihr Vater ein trotziger Pragmatiker, und auch als Studentin in Oxford freundet sie sich sowohl mit der weltoffenen Shirin als auch mit der Kopftuch tragenden Mona an. Es ist eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen drei sehr unterschiedlichen Frauen mit muslimischem Hintergrund IBM Shirin, die Sünderin, Mona, die Gläubige, und Peri, die Verwirrte. Jahre später lebt Peri mit ihrer eigenen Familie in Istanbul. Als sie eines Tages auf offener Strasse überfallen wird, holt sie schlagartig ihre Vergangenheit wieder ein. Was ist in Oxford geschehen, warum hat sie sich mit ihren Freundinnen entzweit? Und welche Rolle spielte dabei das Bindeglied ihrer Freundschaft, der charismatische Professor Azur? Elif Shafak lässt in ihrem neuen Roman moderne und traditionelle Wertesysteme meisterhaft kollidieren und zeigt auf, dass gegenläufige gesellschaftliche Phänomene ihren Kampf auch im Inneren eines jeden Menschen fortsetzen. verlagstext
von Laetitia Colombani
"Eine Schule am Indischen Ozean - ein hoffnungsvoller Ort, der alles verändert. Am Golf von Bengalen will Léna ihr Leben in Frankreich vergessen. Jeden Morgen beobachtet sie das indische Mädchen Lalita, das seinen Drachen fliegen lässt. Als Léna von einer Ozeanwelle fortgerissen wird, holt Lalita Hilfe bei Preeti, der furchtlosen Anführerin einer Selbstverteidigungsgruppe für junge Frauen. Léna überlebt und zusammen mit Preeti schmiedet sie einen Plan, der nicht nur Lalitas Leben grundlegend verändern wird."--Back cover.
von Ayelet Gundar-Goshen
Als Neurochirurg Etan Grien mitten in der Nacht einen illegalen Einwanderer überfährt und erkennt, dass der Mann sterben wird, trifft er eine folgenschwere Entscheidung: Er lässt den Mann liegen und meldet den Unfall nicht. Doch am nächsten Morgen steht die Frau des Opfers vor seiner Haustür und macht Etan einen ungewöhnlichen Vorschlag, der sein Leben komplett umkrempelt. Löwen wecken ist die Geschichte eines Mannes, der einen falschen Schritt tut und diesen Weg dann weiterverfolgen muss. Ein stürmischer Roman, der sich in der stark umkämpften Grauzone zwischen Liebe und Hass, Schuld und Vergebung, Gut und Böse bewegt, und der zeigt, wie zerbrechlich unser geordnetes Leben eigentlich ist.