»Ihr Debüt wurde zum Lebensstil – ein Wunderwerk.« Die Zeit Cécile ist ein launischer Teenager, scharfsinnig, egoistisch, manipulativ – und dazu verdammt, den Sommer mit ihrem Vater und seiner jungen Geliebten Elsa zu verbringen. Zunächst gelingt es Cécile, die Erwachsenen gegeneinander auszuspielen und den Aufenthalt an der Côte d’Azur nach ihrem Geschmack zu gestalten: in herrlicher Leichtigkeit und Freizügigkeit. Bis plötzlich die kluge Anne auftaucht, eine Freundin ihrer verstorbenen Mutter, und die sommerliche Idylle mit erzieherischer Strenge zu zerstören droht. Als der Vater Elsa verlässt und Anne heiraten will, schmiedet Cécile einen Plan mit tragischen Konsequenzen. »Françoise Sagans weltberühmter Roman hat nach über sechzig Jahren nichts von seiner Kraft verloren. Zeitlose Lebensgefühle, verpackt in eine wunderbar nonchalante Erzählung.« Rainer Moritz
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Bonjour tristesse
von Francoise Sagan, Rainer Moritz
»Ihr Debüt wurde zum Lebensstil – ein Wunderwerk.« Die Zeit Cécile ist ein launischer Teenager, scharfsinnig, egoistisch, manipulativ – und dazu verdammt, den Sommer mit ihrem Vater und seiner jungen Geliebten Elsa zu verbringen. Zunächst gelingt es Cécile, die Erwachsenen gegeneinander auszuspielen und den Aufenthalt an der Côte d’Azur nach ihrem Geschmack zu gestalten: in herrlicher Leichtigkeit und Freizügigkeit. Bis plötzlich die kluge Anne auftaucht, eine Freundin ihrer verstorbenen Mutter, und die sommerliche Idylle mit erzieherischer Strenge zu zerstören droht. Als der Vater Elsa verlässt und Anne heiraten will, schmiedet Cécile einen Plan mit tragischen Konsequenzen. »Françoise Sagans weltberühmter Roman hat nach über sechzig Jahren nichts von seiner Kraft verloren. Zeitlose Lebensgefühle, verpackt in eine wunderbar nonchalante Erzählung.« Rainer Moritz
Aktuelle Rezensionen(5)
dieses buch hat mich in einen unfassbaren literarischen sog gezogen. es bedient sich einer so wundervollen sprache, kraftvoll und poetisch. ich bin mehr als nur begeistert von sagan!!
Ein Buch was sich wirklich sehr schnell liest. Immer weiter baut sich die Spannung auf in was der Plan der 17-jährigen Cecile enden wird. Wunderschön geschrieben! Die Charaktere wirkten wirklich euphorisch und gleichzeitig absurd.
Cecile fährt mit ihrem Vater und dessen Geliebten Elsa ans Meer, um dort die Ferien zu verbringen. Eines Tages taucht Anne auf, eine alte Freundin ihres Vaters, die Cecile schätzt, aber auch fürchtet. Als Ceciles Vater Elsa mit Anne betrügt, schmiedet Cecile einen Plan. Denn Anne würde, wenn sie bliebe, das unbeschwerliche, leichtsinnige Leben von ihr und ihrem Vater zerstören und sie zu zivilisierten, erwachsen handelnden und denkenden Menschen machen. Was Cecile nicht zulassen möchte. Das Buch ist in einem typisch altfranzösischen Stil geschrieben und wenn man den Film ‚Bonjour Sagan’ über die Autorin gesehen hat, wird man schnell einige Parallelen zu ihrem eigenen Leben bemerken. Sie trinkt gern viel, sie geht mit Menschen aus, die doppelt und dreifach so alt sind wie sie und redet ohne viel Verstand über die Liebe. Die Hauptperson Cecile hat diese Eigenschaften im Buch ebenfalls. Oft dachte ich, ich lese über die Autorin selbst und nicht über eine fiktive Person, aber das hat man ja auch oft, dass die Personen in Büchern Ähnlichkeiten mit den Autoren haben. Manche mehr und manche weniger. Vom Stil her war es eher leicht geschrieben, mit vielen altertümlichen Wörtern, die ich nicht kannte, was mir einige Momente bescherte, in denen ich etwas dazulernen konnte. Die Geschichte an sich hatte viel Ausdruck. Einen wirklichen Bezug konnte ich zu Cecile nicht aufbauen, da ich sie nicht gerade sympathisch fand, aber nachvollziehen konnte ich sie und ihren Vater schon. Ihre Lebensweise hat etwas Exzentrisches, etwas Künstlerisches, etwas Anziehendes. Menschen, die ihre innere Ruhe nur im Trubel finden. Menschen, die ihre Partner wechseln und Aufreißer sind, egal in welchem Alter. Menschen, die einfach genießen und nicht an die Zukunft denken. Es hat etwas Freies, Ungebundenes, was dieses Leben so reizvoll macht. Kein Wunder, dass Cecile es nicht unbedingt für ein stilles, vernünftiges Leben aufgeben will, auch wenn sie sich einerseits vielleicht sogar nach einem solchen Glück sehnen würde. Nach Vertrautheit, Geborgenheit, sinnvollen Zeitvertreiben und weiterem. Die Charaktere in diesem Buch sind gut ausgearbeitet, gerade auch Anne nimmt einen großen Teil des Buches für sich in Anspruch, einfach, weil sie so eine undurchschaubare Person ist, hinter deren Geheimnis man zu kommen versucht. Sie ist anders, als andere und trägt Eigenschaften mit sich, die beneidenswert sind. Gleichzeitig ist sie aber auch leicht herrisch, obwohl sie so gleichgültig tut. Ihre Handlungen waren für mich etwas gegensätzlich und sie war für mich eine Person, die ich nicht mögen konnte, trotz dass Cecile oft von ihr schwärmte, obgleich sie versuchte, sie aus dem Haus zu kriegen und ihr zu schaden. Zwischen den beiden herrschte eine Art Hassliebe, die ich nicht ganz zu verstehen wusste, aber mich neugierig hat sein lassen, das ganze Buch über. Im Grunde ging es in diesem Buch um Liebe, Treue, Untreue, verschiedene Lebensweisen, verschiedene Träume, Erziehung, verlorene Jugend, gelebte Jugend, aufrechterhaltene Jugend, Verstand, Gefühle, Intrigen und Verzweiflung. Das Wort Tristesse trifft die Stimmung des Buches eigentlich sehr gut. Es wog immer eine gewisse Traurigkeit, etwas Bedrückendes zwischen den Zeilen mit und das Buch hüllte dich sanft aber unweigerlich damit ein. Was die Autorin definitiv geschafft hat, war es die Atmosphäre aufzubauen. Dieses Buch lebt, wenn man es aufschlägt. Es lebt von den Erlebnissen, von den Gefühlen und den unerfüllten Wünschen der Protagonisten. Von der Stimmung her definitiv eines der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Von allem anderen her für mich nur mittelmäßig begeisternd, was aber nicht an der Qualität des Werkes lag, sondern einfach an meinem Geschmack. Dieses Buch war grandios in seiner Wirkung, aber es konnte mir nichts Positives geben, aber ein paar weitere Erfahrungen und Erkenntnisse im Thema Lieben, Leben und Leiden. Doch da es mir mehr Tristesse als irgendwas gebracht hat, vergebe ich wohlwollend gute drei Sterne, die mein Gefühl dem Buch gegenüber gut ausdrücken. Gespalten, traurig und widerstrebend.
Anders als erwartet. Ein gutes Buch. Ich fand es schön und sehr unterhaltsam geschrieben. Kann man gut an einem Tag weglesen. Handlung: Cecils Vater ist Junggeselle durch und durch, hat ständig neue Frauen, doch dann will er plötzlich eine alte Freundin heiraten und „vernünftig“ werden. Cecil fast den Plan Anne loszuwerden, damit sie mit ihrem Vater wieder ihr gewohntes Leben führen kann...
Das Buch lag viel zu lange auf meinem SuB aber ich habe auf den richtigen Moment gewartet. Es ist definitiv ein Sommerbuch für mich, auch wenn die Handlung (Spoiler: Willkommen Traurigkeit) nicht immer fröhlich ist. Beim Googlen bekam ich auch die Übersetzung Tristesse = Eintönigkeit, was für mich eine weitere Bedeutung des Titels hervorbringt: der gleiche, triste Alltag des langen Urlaubs an der Côte d'Azur und die daraus entstehenden Gedanken und Handlungen. Céciles Verhalten fand ich super spannend und musste das Buch öfters weglegen, um meine Gedanken zu sortieren und habe es doch irgendwie in einem Rutsch gelesen. Super gelungen finde ich die Veränderung von Cécile im Umgang mit Anne - autoritär und konservativ - und Elsa - laissez faire und liberal - obwohl beide Partnerinnen ihres Vaters sind. In Verbindung mit der besonderen Beziehung zu diesem und vor dem Hintergrund, dass ihre Mutter früh verstorben ist und sie lange im Internat war, fand ich ihre Entwicklung und Selbstbeobachtung klug. Ich kann mir gut vorstellen, immer wieder zu dem Buch zu greifen, vielleicht liest man in einer anderen Lebenssituation auch was anderes. Langsam entdecke ich Klassiker für mich – ohne Druck, was man gelesen haben muss, sondern einfach, weil sie mich wirklich interessieren.