Empfehlungen basierend auf "Bis ans Meer"
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von Eva Ibbotson
Ein Koffer und tausend Reichsmark pro Person. Mehr bleibt den Bergers nicht, als sie 1938 aus Wien fliehen. Zurück lassen sie ihre Zwölf-Zimmer-Wohnung in der Beletage eines herrschaftlichen Hauses mit Hof, in dessen Mitte eine Kastanie steht. Ebenso Professor Bergers hart erarbeitete Stelle als Universitätsdekan. Ihre Freunde, Heimat und Kultur. Was sie nicht wissen: Auch ihre Tochter Ruth ist noch in Österreich, die Einreise nach England mit dem Studentenvisum wurde ihr an der Grenze verwehrt. Der britische Professor Quinton Somerville, ein Freund ihres Vaters, findet Ruth mutterseelenallein in den leeren Wohnräumen, wo sie wieder und wieder auf dem Klavier dieselbe Phrase spielt. Er sieht nur eine Möglichkeit, Ruth zu retten: Sie müssen heiraten. Der Plan glückt, doch in London angekommen, verzögert sich die Auflösung der Scheinehe immer wieder. Während Ruth versucht, sich in der neuen Heimat zurechtzufinden, und sehnsüchtig auf die Ankunft des Pianistenwunderkinds Heini wartet, den sie seit jeher liebt, lernen Quinton und sie sich näher kennen. Und ganz langsam fangen sie an, sich mit anderen Augen zu sehen.
von Claire Lombardo
Claire Lombardo lotet einfühlsam die fragilen Gebilde Familie und Freundschaft aus.
von Alex Schulman
»Wie kann ich nach alldem noch ihr Sohn sein, und sie meine Mutter?«Es ist Sommer. Alex Schulman kommt ins Landhaus seiner Mutter, um sie davon abzuhalten, sich zu Tode zu trinken. Und sie zu überzeugen, sich in eine Entzugsklinik einzuweisen. Und er fragt sich: Was genau ist passiert, wie ist aus der schillernden, liebevollen Mutter dieses geisterhafte Wrack geworden? In Erinnerungen erzählt Alex Schulman vom Auseinanderbrechen der Beziehung zwischen Mutter und Sohn und vom verzweifelten Versuch des erwachsenen Kindes, ihr die Hand zu reichen, als die Kluft zwischen ihnen am größten ist. Eine ergreifende Erzählung von der Liebe eines Kindes zu seiner Mutter, über Co-Abhängigkeit, Sehnsucht und das Bedürfnis nach Versöhnung.
von Anne Stern
Anne Stern, geboren 1982, ist Historikerin und promovierte Germanistin. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie in Berlin. Sie arbeitete als Lehrerin und in der Lehrerbildung und schrieb zunächst erfolgreich als Selfpublisherin. Ihre Romane um die Hebamme „Fräulein Gold“ wurden zu Spiegel-Bestsellern. Während ihrer Recherchen stieß Anne Stern auf die Berliner Pralinenmanufaktur "Sawade" und die bewegte Historie der Prachtallee Unter den Linden, und schon bald ging es für sie nicht mehr nur um einen Konfektladen, sondern um eine Geschichte von der Kraft der Phantasie und der Schönheit in dunklen Zeiten – und um eine außergewöhnliche Frau. „Drei Tage im August“ ist Anne Sterns erster Roman bei Aufbau.
von Christian Schünemann
Das Verrückteste ist und bleibt die Familie. Ein grandioser, berührender und höchst unterhaltsamer Roman.
von Sarah Höflich
Der Krieg ist vorbei – darf die Liebe beginnen?Frühjahr 1945, Europa ist zerstört. Anni flieht mit ihrer kleinen Tochter und dem halbjüdischen Geiger Adam aus dem brennenden Dresden. Ihr Weg führt durch das besetzte Deutschland zu ihrer Schwiegerfamilie nach Tirol. Dort werden sie vor eine folgenreiche Entscheidung gestellt: Will Anni bleiben, muss Adam gehen.Ihr Zwillingsbruder Tristan ist nur knapp dem Tod entronnen und in englische Kriegsgefangenschaft geraten. Trotz schwerer Anfeindungen pflegt ihn die britische Krankenschwester Rosalie – es entsteht eine Liebe, die vom Gesetz und Rosalies Familie verboten ist.Sarah Höflich legt einen mitreißenden Familienroman über vier junge Menschen vor, die schmerzvoll begreifen müssen, dass Liebe nicht alle Wunden heilt. Aber manche.
von Julia Holbe
Eine chaotische Kindheit, ein leeres Elternhaus und das Wiedersehen zweier SchwesternZwei ungleiche Schwestern treffen sich nach Jahren in ihrem Elternhaus wieder. Sie müssen sich entscheiden: verkaufen oder abfackeln? Ihre Zeitreise führt sie in die Kindheit voller verwunschener Hippie-Träume und mit dem alten, orangefarbenen R4 ihrer Mutter in die Bretagne. Bei Crêpes und Cidre unterm Sternenhimmel und einer Fahrt mit dem Boot des Vaters, die anderes endet, als geplant, werden sie von den Gesetzen ihrer chaotischen Familie eingeholt. - Ein Boot und ein Tisch, ein Fest und seine Gäste - und selbstbemalte Playmobilpferde: Manchmal ist das alles, was man braucht. Wären da nicht die großen Fragen des Lebens: Kann man sich alles sagen? Und sollte man das überhaupt? Warum könnte man nicht einfach nur versuchen, glücklich zu sein?
von Virginie Grimaldi
Ein Roman wie Balsam für Herz und Seele von der erfolgreichsten Autorin FrankreichsJulianne hasst Überraschungen. Ihr Leben ist durchgeplant, jeder Tag bis ins kleinste Detail organisiert. Als ihr launischer Vater Jean nach einem Hausbrand bei ihr einzieht, gerät ihre perfekte Struktur aus dem Takt. Jean, der schon immer ein Freigeist war, bringt seine Rente mit Teleshopping durch, hört laut Hardrock im Wohnzimmer und legt sich mit den Nachbarn an.Doch hinter seinem exzentrischen Verhalten scheint mehr zu stecken. Julianne, die das Chaos nicht mehr ignorieren kann, spürt eine lähmende Sorge in ihrem Magen – die Diagnose Alzheimer steht wie ein Schatten zwischen ihnen. Die Familie drängt sie, Jean in ein Pflegeheim zu bringen, aber in Julianne regt sich ein anderer Plan …Ein bewegender Roman darüber, wie sich die Rollen von Eltern und Kindern im Alter verschieben und dass das Leben immer unentdeckte Möglichkeiten bereithält.
von Elena Fischer
Mit ihrem zweiten Roman etabliert sich Elena Fischer als unverkennbare Stimme der neuen deutschen LiteraturEine Geschichte über vorgezeichnete Lebenslinien und den Mut, auszubrechenJoseph ist einsam und hadert mit seinem Schicksal, nicht erst, seit seine Frau Lis mit dem gemeinsamen Sohn in die Stadt gezogen ist, weil sie den Alltag auf dem Hof nicht mehr ausgehalten hat. Wahrlich etwas Besonderes in den sechziger Jahren auf dem Land. Zum Glück ist da noch Ada, Lis' ältere Schwester, mit der sich Joseph schon immer sehr verbunden fühlt. Und dann steht plötzlich die 20-jährige Birdie vor seiner Tür, geschwächt und auf der Flucht vor ihrer Familie. Lis, Ada und Birdie - sie werden ihrem eigenen, aber auch Josephs Leben eine ganz neue Richtung geben.Sein Vater hat ihm Einiges hinterlassen: das Haus, den Hof, die Tiere - und damit immer genug zu tun. Was er Joseph nicht mitgegeben hat, ist die Fähigkeit zu reden – über Angst, Krieg oder Liebe. So ist auch Joseph zu einem Mann geworden, den seine Verluste wortkarg machten. Sein Bruder ist ertrunken, die geliebte Großmutter gestorben und seine Frau Lis ist mit dem gemeinsamen Sohn zurück in die Stadt gezogen. Gerade, als Joseph den Tod als besten Ausweg zu akzeptieren beginnt, klingelt es an der Tür und Birdie fällt ihm in die Arme und in sein Leben. Während sie sich langsam erholt und von ihrer Liebsten und ihren Berufsträumen zu erzählen beginnt, stellt sich Joseph Wahrheiten, vor denen er bislang Reißaus genommen hat. Über sich als Bruder und Vater und liebenden Mann.»Erzähltempo und Cliffhanger treiben die Geschichte voran und machen das Debüt zu einer mitreißenden Lektüre, die man nicht mehr aus der Hand legen kann.« Ursula Nowak (Deutschlandfunk, Köln)
von Anousch Mueller
"Wir waren sechs, die lebten. Und Lori, die auf dem Grund der Ostsee ruht." Anousch Muellers Roman Lori erzählt von einer Familie, die an den politischen Verwerfungen ihrer Zeit zu zerbrechen droht und von den Nachwirkungen des Unausgesprochenen, die sich durch die Generation der Kinder ziehen wie Haarrisse, deren Ursprung niemand kennt. Mit psychologischem Feingefühl und enormer Intensität erzählt Mueller eine Geschichte über Schuld und Verdrängung, Sprachlosigkeit und Verlust - und über den tastenden Versuch, Wahrheit zuzulassen. Thüringen, 1995. Auf einem verlassenen Bahnhof wächst Helena Ross, genannt Leni, mit ihren fünf Geschwistern auf. Seit sie denken kann, spürt sie, dass etwas nicht stimmt: Weshalb ist ihre Mutter so kühl, ihr Vater voller Sorge? Was hat es mit den Narben an den Händen ihrer Eltern auf sich? Warum lässt ihr Gedächtnis sie im Stich? Als Leni den Mutterpass ihrer Mutter findet, entdeckt sie, dass ihr Gefühl sie nicht trügt. Als junge Frau macht sie sich auf die Suche nach dem Geheimnis, das ihr Leben bestimmt. Im Zentrum des Geheimnisses steht ihre Schwester Lori und die Frage, was mit ihr geschah. Die Suche nach Antworten führt sie bis in die frühen siebziger Jahre der DDR zurück.