3.8

Die Unbehausten

von Barbara Kingsolver

Format:Hardcover
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Davon, was es bedeutet, eine Zufluchtzu haben in der WeltAlles scheint um Willa Knox zusammenzubrechen: Als freie Journalistin steht sie ohne Aufträge da. Ihr Mann Iano verliert seine Professur, Sohn Zeke ist gerade Vater geworden – aber alleinerziehend. Und ihr schwerkranker Schwiegervater schwärmt vom »Megafon«, dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Am selben Fleck, 150 Jahre zuvor, freundet sich ein Lehrer namens Thatcher mit seiner eigenbrötlerischen Nachbarin an. Die Naturforscherin Mary Treat steht in lebhaftem Austausch mit Charles Darwin, doch in der verschworenen Ortsgemeinschaft wird die Theorie von der Evolution als Sünde angeprangert. Was verbindet diese Menschen über die Jahrhunderte hinweg? Ein viktorianisches Haus, das ihnen über dem Kopf einzustürzen droht – und eine Zeit, in der damals wie heute kein Stein auf dem anderen bleibt.

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: June 12, 2025

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Aktuelle Rezensionen(3)

3.8(13 ratings)
Diana FarussRezension von Diana Faruss

Das Buch beschreibt zwei Geschichten. Einmal die tragische Geschichte der Hauptfigur und ihrer Familie. Der Sohn verliert seine Frau als das Baby erst ein paar Monate alt ist. Alles dreht sich dabei um die Geschichte des Hauses seiner Eltern in der Jetztzeit und um 18Jh , da lebte ein Thatcher ( Lehrer mit seiner Frau, Schwiegermutter und Schwägerin) in dem Haus. Es werden dabei so viele Themen angesprochen, dass das Buch stellenweise sehr langatmig wirkt und man kann nur schwer folgen. Trotzdem ist es großartig geschrieben, weil es so viele Missstände aufdeckt

ClaudiaRezension von Claudia

Zwei parallele Geschichten, eine Ende des 19. Jhts., eine in der Jetztzeit; beide spielen an derselben Adresse und haben nicht nur das marode Haus, in dem die Menschen wohnen, als Sinnbild für anderes, was verunsichert, sondern auch die Wissenschaftsfeindlichkeit, die unter Trump in genauso absurder Weise hochgehalten wird. Kritik an ungebremstem Kapitalismus bzw. Menschen, die nicht nur nach Materiellem streben, finden ebenfalls in beiden Zeitebenen ihren Platz. Wechsel bestimmt das Leben, und man darf nicht zu viel erwarten, so eine weitere Gemeinsamkeit. Dieser ältere Roman von Kingsolver ist humorvoller, er liest sich sehr gut und ist durchaus zu empfehlen, aber an das Fulminante, Tiefe und Atemberaubende von „Demon Copperhead“ kommt es für m. E. nicht dran.

CharRezension von Char

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Wie schon auch in "Demon Copperhead" gelingt es Kingsolver ein authentisches, dichtes Bild zu zeichnen. Man sieht die Orte vor sich, die Menschen, die Zeiten. Es geht wie auch in Copperhead erneut viel um die Schattenseiten des "Mensch-seins", vor allem als Bürger:in der Vereinigten Staaten. Aber auch wie in Copperhead ist das Buch dennoch hoffnungsvoll. Inhaltlich teilt sich das Buch in zwei Zeitachsen: eine unsere heutige Zeit, die andere 150 Jahre zuvor, im 19. Jahrhundert. Beide Zeitachsen haben den Ort, ja das Grundstück, gemeinsam. Das ganze spielt in Vineland, New Jersey, einem (tatsächlich nicht fiktiven!) Ort, der im 19. Jahrhundert von einem Charles Landis (auch nicht fiktiv) mit allerlei (teils aberwitzigen) Visionen im Kopf gegründet wurde. In beiden Zeitachsen kämpfen die Protagonist:innen mit der herrschenden Ordnung (in der heutigen Zeit Kapitalismus und Wachstum; damals Religion und Fundamentalismus). "Unbehaust" bekommt im Laufe der Geschichte eine andere Bedeutung als man initial annehmen konnte. Dazu möchte ich aber nicht mehr sagen. Genossen habe ich vor allem die Zeitachse des 19. Jahrhunderts. Hier lernte ich viel über Botanik, über Darwinismus und wie seine Lehre von Fundamentalisten und dem "Mainstream" lange abgelehnt, ja angefeindet wurde. Das war alles unfassbar interessant. Es gibt einen Stern Abzug, da das Buch hier und da seine Längen hatte (für mich v.a. in der heutigen Zeitachse). Nichtsdestotrotz wieder ein ganz ganz tolles Buch von Kingsolver mit unerwarteten Themen. Die Dame kann in meinen Augen einfach unfassbar gut schreiben. Davon abgesehen sind ihre Bücher sehr sehr gut recherchiert und erarbeitet. Bereits in Copperhead lernte ich so viel. In "Die Unbehausten" bettet Kingsolver ihre Geschichte nicht nur in historische Fakten, sondern erweckt echte Personen wieder zum Leben. Eine Vielzahl an Personen in der alten Zeitachse haben wirklich gelebt und so gewirkt, wie von Kingsolver beschrieben. Ich habe mit Mary Treat eine weitere geniale Frau und Wissenschaftlerin kennengelernt, die heutzutage neben all den "wichtigen Männern" in ihrem Feld leider fast niemand kennt. Historical Fiction at its best. Unbedingt eine Empfehlung für die anderen Kingsolver Fans in meinem GR-Freundeskreis.

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