3.5

Alles über Liebe. Neue Sichtweisen

von bell hooks, Heike Schlatterer

Format:Hardcover
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»Wir brauchen eine Karte, die uns bei unserer Reise zur Liebe den Weg weist – und sie beginnt damit, dass wir wissen, was wir meinen, wenn wir von Liebe reden.«In ihrem provokativen und zutiefst persönlichen Werk entwirft die bekannte Wissenschaftlerin, Kulturkritikerin und Feministin eine neue Ethik für unsere Gesellschaft der Lieblosigkeit – eine polarisierte Gesellschaft, so bell hooks, der es nicht etwa an Romantik mangelt, sondern an Fürsorge, Anteilnahme und Gemeinschaft. An einem Leitbild für die Liebe. Wie können wir die Kluft überwinden, die uns trennt, und unser kulturelles Paradigma ändern, das Liebe in Sehnsucht und Sex erfüllt sieht? Wie können wir wieder echte Anteilnahme lernen und das gemeinschaftliche Leben in unseren Familien, Schulen oder Arbeitsplätzen festigen?Mit scharfem Verstand stellt sich bell hooks der schwierigen Frage, was Liebe bedeutet. Ihre Antworten sind immer bestechend und treffen bis ins Mark. Und am Ende erschließt sich eine neue Sicht auf die Liebe: einer angstbefreiten Liebe, die von sakraler Kraft getragen, erlösend und heilsam ist – nicht nur heilsam für Individuen, sondern für eine ganze, in sich gespaltene Nation.»Ein warmherziger Beweis, dass Liebe möglich ist.New York Times Book Review

Romance
304 SeitenHardcover
Erschienen an: July 20, 2021

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Aktuelle Rezensionen(8)

3.5(62 ratings)
MelRezension von Mel

Ich habe hier einen politischen und feministischen Text erwartet und wurde ziemlich enttäuscht. Hier wird sehr viel mit Spiritualität erklärt und gearbeitet und viele gesellschaftliche Probleme werden verkürzt und vereinfacht als Resultat fehlender Liebe dargestellt. Worin hier die Neuheit liegen soll, ist mir ein Rätsel.

Helga RiemerRezension von Helga Riemer

Achtung, hier wird es politisch! Im Buch setzt sich bell hooks mit einer Frage auseinander, die zunächst ganz selbstverständlich klingt: Was bedeutet Liebe eigentlich? Dabei geht sie weit über romantische Beziehungen hinaus und spricht auch über Familie, Freundschaft, Selbstliebe und gesellschaftliche Beziehungen. Besonders interessant fand ich ihre These, dass Liebe nicht nur ein Gefühl, sondern auch eine bewusste Entscheidung und eine Form von Verantwortung ist. Nicht jeder Gedanke hat mich überzeugt, da sie manche Aussagen sehr absolut formuliert und wenig Raum für andere Sichtweisen lässt. Trotzdem fand ich das Buch überraschend anregend, weil es einen alltäglichen Begriff plötzlich aus einer völlig anderen Perspektive betrachten lässt.

garance foncéRezension von garance foncé

Wenn man sich gerne mit Theologie, Psychologie, Humanismus und Philosophie befasst, ist hier nicht viel Neues dabei. Dennoch fand ich es sehr lesenswert und gesellschaftlich relevant. Gerade ihre authentischen autobiographischen Passagen schätze ich sehr. :)

noraRezension von nora

als ich mich für das buch entschied, freute ich mich auf eine politische, intersektional-feministische perspektive von bell hooks. während ich es las, wurde ich schwer enttäuscht: bell hooks wählt einen sehr spirituellen weg, um über die liebe mit vielen passagen über ihre eigene erfahrungswelt zu schreiben. sie entpolitisiert und vereinfacht grausam mit sätzen wie "es gäbe keine armut mehr, wenn in schulen investiert werden würde, in denen liebe gelehrt wird". mich stört der cis-hetero-blick sehr, der stellenweise pseudomäßig zu mindest auch homosexuelle beziehungen inkludiert, ansonsten aber ein sehr klassisches bild von geschlechtern zeichnet. ehrlich gesagt habe ich einige seiten auch nur überflogen, weil mir die oberflächlichkeit, ausgrenzung von sex-positiven menschen, falsche darstellungen über armut, reichtum und kapitalismus einfach zu viel waren. es ist mein erstes buch von bell hooks und jetzt bin ich entmutigt, andere bücher von ihr zu lesen. es fühlt sich sehr falsch an, einer so wichtigen stimme nur einen stern zu geben...

EliRezension von Eli

ohje. das war mein erstes buch von bell hooks, meine erwartungen waren wirklich hoch und ich hatte mich eigentlich sehr darauf gefreut. ich habe dieses buch begonnen in der erwartung, politische, intersektionale und queer-feministische reflexionen über das konzept „liebe“ zu lesen. leider war „alles über liebe“ für mich eher das gegenteil davon. statt sinnvollen argumenten finden sich hier floskelhafte aneinanderreihungen von sätzen, die für mich leider wenig informationsgewinn gebracht haben. für mich persönlich war es auch deutlich zu spirituell, aber das kann ja auch geschmackssache sein. allerdings waren hooks aussagen meiner meinung nach insgesamt widersprüchlich und inkonsequent, nicht differenziert, super binär und teilweise leider auch echt problematisch (z.b. in ihren darstellungen von armut, sucht, machtmissbrauch, gewalt, victim shaming, …). ihre anekdoten wirkten teilweise auch sehr unglaubwürdig und nicht authentisch. all das habe ich von bell hooks überhaupt nicht erwartet und war leider daher ziemlich enttäuscht. die letzten 80 seiten habe ich nur noch überflogen. was mir dennoch gefallen hat, war der versuch einer definition von liebe, der bell hooks meiner meinung nach recht gut gelungen ist. ich glaube, es würde mich trotzdem interessieren, noch ein anderes ihrer werke zu lesen, in der hoffnung, dass sich meine kritik auf „alles über liebe“ beschränkt.

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