Format:Hardcover
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Eine Entdeckung aus dem Nachlass von Sebastian Haffner. »Ein federleichter Roman über das kostbare Glück der Freiheit – und wie schnell es mit ihr vorbei sein kann.« Iris Berben Raimund ist verliebt. Ungeheuer verliebt. Nur für ein paar Tage ist er aus dem dumpfen Deutschland der frühen Dreißigerjahre nach Paris gereist. Jetzt naht bereits sein Abschied von der herrlichen Teddy, die mit all ihrem Esprit dorthin ausgewandert ist. Umschwärmt wird sie von etlichen in Paris gestrandeten Gentlemen, gegen die Raimund sich behaupten muss. Als wolle er alles für immer festhalten, versucht er, die französische Freiheit mit Teddy zu genießen. Wenn er die Zukunft doch aufhalten könnte! Jede Zeit hat ihre großen Romane. Dieser hier wurde nie veröffentlicht. 1932 auf der Schwelle zur NS-Herrschaft verfasst, besteht Sebastian Haffners »Abschied« einmalig gewitzt und rasant auf Weltläufigkeit, Liebe und Überschwang. Für unsere Gegenwart ist er ein Ereignis.

Biografien & Memoiren
192 SeitenHardcover
Erschienen an: June 3, 2025

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Aktuelle Rezensionen(4)

3.5(42 ratings)
klaudczaRezension von klaudcza

tolles Buch! besonders haben mir die dynamische Sprache, angespannte Atmosphäre und die Darstellung der Naivität der Protagonisten gefallen. wird bestimmt in der Zukunft wieder gelesen!

JuliestRezension von Juliest

Dies ist die Geschichte von einem, der zurück muss in den langweiligen Arbeitsalltag und den letzten Tag mit seiner Liebsten, die in Paris bleiben wird, verbringt. Das Zählen der verbleibenden Stunden ist beherrschender Grundtenor der Schilderungen des Verliebten, der sich immerfort bewusst ist, dass alles nun ein letztes Mal geschieht. Nie steht sie still, die Zeit, und auch wenn er sich dem Augenblick hingibt, ist ihm in der nächsten Sekunde bereits wieder bewusst, wie alles auf das Unvermeidliche hinausläuft, den Abschied. Flucht vor dem Erwachsen werden, jetzt die Zeit nutzen, um das Leben in vollen Zügen zu genießen, auch wenn es dann doch daraus besteht, sich in den ärmlichen Verhältnissen in Paris vor lauter Freiheit zu langweiligen. So treibt die bunte Truppe an Nachtschwärmern und Bohemiens, die allesamt der jungen Frau Teddy zu Füßen liegt, durch den Tag. Als der Autor die Geschichte schreibt, ist es 1932, die Atmosphäre hat sich seit den ausschweifenden 20er Jahren  verändert. Die Weltwirtschaftskrise bringt Massenarbeitslosigkeit und die Demokratie beginnt, sich selbst zu zerlegen, um im Januar des Folgejahres in die Machtergreifung der NSDAP zu münden. Kleine Liebesgeschichten wie in dieser Geschichte sind für Sebastian Haffner nur fern der Heimat, in Paris, vorstellbar. Wenn man die Parallelen zu 2025 sucht, wird man sie finden. Heute braucht es für die Flucht vor der Welt zum eigenen Seelenschutz keine Reise ins Ausland mehr, dafür gibt es jetzt Social Media. Das Buch hat mir kurz eine gute Zeit beschert, aber nicht mehr als 💜💜💜💜 für mich.

bookadlerRezension von bookadler

Dies war mein erstes Buch von Haffner. Es war grandios. Die ganze Atmosphäre des Aufbruchs, die Vorkriegsstimmung und das schlussendliche Verlassen der Geliebten war so realistisch. Ich fühlte mich , als wäre ich im Paris der Zwischenkriegszeit dabei gewesen. So realistisch schrieb Haffner diesen Roman. Es war ein sehr schönes Leseerlebnis und es war nicht nur die Schatten des 2. Weltkriegs und der Abschied im Vordergrund, auch im Hintergrund konnte man eine interessante Details erfahren und auch Überlegungen anstellen, was mit dieser und jener Person ist. Es war einfach herrlich zu lesen.

JohannaRezension von Johanna

„Er wird dabei auch seine eigene Blindheit und Naivität und die der so toleranten und menschenfreundlichen Mitglieder seiner Generation beschreiben, die wie so viele, viele andere Adolf Hitler und seine Parteigänger lange Zeit nicht ernst genommen haben, die Zerstörung der Institutionen der deutschen Demokratie lange Zeit nicht bemerkt haben, die lange Zeit freiwillig ihre Bürgerrechte abgegeben haben, um ihre Ruhe zu haben, und weil sie darauf vertrauten, dass alles so schlimm schon nicht werden würde.“ - aus dem Nachwort von Volker Weidermann Wenn man will, kann man in diesem kleinen aber sehr feinen Roman einfach das letzte Aufbäumen einer euphorischen Liebelei lesen, man kann aber auch diese ganzen feinen Zwischentöne der Melancholie zulassen und dann bekommt man einen Roman, der heute so aktuell von der drohenden Katastrophe erzählt wie er es vor 100 Jahren getan hat. Bleibt zu hoffen, dass sich heute die Menschen des Lichts durchsetzen können.

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