Ein Roman über Lebensträume und die Konfrontation mit der Welt Ein Dorf und die Welt: Atmosphärisch dicht erzählt Ewald Arenz von den Verheißungen und der Enge, die beide in sich tragen Zwei Frauen ringen um Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung in einer Zeit des Umbruchs.
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Zwei Leben
von Ewald Arenz
Ein Roman über Lebensträume und die Konfrontation mit der Welt Ein Dorf und die Welt: Atmosphärisch dicht erzählt Ewald Arenz von den Verheißungen und der Enge, die beide in sich tragen Zwei Frauen ringen um Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung in einer Zeit des Umbruchs.
Aktuelle Rezensionen(39)
Klappentext: Ein Dorf, die Welt – und die Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben1971 in einem Dorf in Süddeutschland. Nach einer Art Schneiderlehre in der Stadt kehrt die 20-jährige Roberta auf den Hof ihrer Eltern zurück. Sie ist das einzige Kind und wird irgendwann einmal die Bäuerin sein. Hier auf dem Land sind Vergangenheitsbewältigung, Kriegsdienstverweigerung, Feminismus, Popkultur und Miniröcke nichts, womit man sich beschäftigt. Hier zählen Arbeit, Gehorsam und moralisches Verhalten. Roberta träumt davon, eigene Kleider zu entwerfen, aber sie weiß genau, dass das Träume bleiben werden. Zugleich liebt sie ihren Hof und die körperliche Arbeit in der Natur, wo sie sich ganz und gar spürt. Und sie liebt Wilhelm, den Pfarrerssohn. Wilhelm ist nicht nur für Roberta der Grund, im Dorf zu bleiben. Auch seine Mutter Gertrud bleibt wegen ihres Sohnes. Im Gegensatz zu Roberta hasst sie das Landleben und wünscht sich nichts mehr, als weggehen zu können, hinaus in die Welt. Beide Frauen werden schwanger und müssen eine Entscheidung treffen. Doch ein tragisches Unglück gibt ihrer beider Leben eine komplett neue Richtung. Was für ein Buch! Gerade habe ich es durchgelesen und bin immer noch sprachlos. Sprachlos darüber, wie der einfache Titel dieses Buches auf gleich mehrere Handlungsstränge passt. Auf Roberta und Wilhelm. Auf ihre Eltern. Auf seine Eltern. Auf Roberta und ihren Opa. Und auf fast alle anderen in diesem Buch. Einem Buch, das zwischen Dorfleben und Großstadt spielt, zwischen der alten und der neuen Generation. Von Menschen, die ins Dorf zurückkehren wollen, zurückkehren müssen und von Menschen, die gehen wollen, gehen müssen. Von Pflichtbewusstsein und Schuldgefühlen, wie sie oft zwischen verschiedenen Generationen entsteht. Sowas kann Ewald Arenz so gut beschreiben wie kein Anderer, man hat stets das Gefühl, alles selbst zu erleben. Kleiner Punkteabzug, weil man teilweise einiges Grundwissen in Sachen Landwirtschaft und Weberei haben muss, da einem seitenweise Fachbegriffe um die Ohren fliegen, was etwas anstrengend wird.
Schöner Schreibstil, berührende Geschichte.
Eine sehr bewegende Geschichte über zwei doch eher verschiedene Leben, die doch so anders verlaufen als man zwischenzeitlich denkt
Schöne aber traurige Geschichte. Einziger Kritik Punkt den ich habe ist das sich der Autor ein wenig zu sehr in der Beschreibung des Dorfes verliert. Sonst wirklich tolle Geschichte zwischen Liebe und Tod mit vielen tiefgründigen zwischenmenschlichen Beziehungen.
So ein schönes Buch mit vielen besonders schönen geschriebenen Sätzen und bildhaft dazu.