Jasmina Kuhnke hat einen ziemlich guten, rauen, lauten Roman geschrieben (...) Ein Roman über tägliche Demütigungen, über Schmerz, Verachtung, Gewalt und Hass. Von der Sehnsucht, kein Opfer mehr zu sein.
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Schwarzes Herz
von Jasmina Kuhnke
Jasmina Kuhnke hat einen ziemlich guten, rauen, lauten Roman geschrieben (...) Ein Roman über tägliche Demütigungen, über Schmerz, Verachtung, Gewalt und Hass. Von der Sehnsucht, kein Opfer mehr zu sein.
Aktuelle Rezensionen(5)
Fantastisch, schrecklich und so nah an der Realität.
Ein super heftiges Buch über häusliche Gewalt. Es zeigt eindrücklich, wie es dazu kommen kann und warum es für Betroffene so schwer ist zu entfliehen. Absolute Triggerwarnung und Leseempfehlung für alle die das aushalten!
Ich mochte die Geschichte wirklich. Es war interessant, aber ich habe das Buch nicht gerne gelesen. Der schreib Stil war an manchen Stellen so einfach das es nicht zu der starken Geschichte dahinter gepasst hat.
„Innerlich hatte sich meine Oma auf das Schlimmste vorbereitet, als sie ins Krankenhaus kam, aber das, mich, hatte sie nicht erwartet. Ein uneheliches Kind war schon eine Schande, doch ein Schwarzes uneheliches Kind war unmöglich.“ Die Protagonistin wächst in Ruhrgebiet auf und musste schon sehr früh in ihrer Kindheit Gewalt erfahren. Nicht nur, dass sie täglich den Rassismus in der Schule und auf der Straße ertragen muss, weil sie kroatische und senegalesischen Wurzeln hat, sondern muss auch noch die Gewalt in der toxischen Beziehung ertragen. Durch die ständige psychische als auch physische Gewalt leidet auch das Selbstwertgefühl der Protagonistin, denn sie fängt an sich selbst zu zweifeln an und auch sich zu hassen: Hallo, Gaslighting. Dass mich dieser Roman nicht begeistert hat, wundert mich nicht. Letztes Jahr hatte ich das Hörbuch angefangen und musste es beenden, da mich weder die Autorinnenlesung noch der Schreibstil angesprochen haben. Deswegen dachte ich zu einem späteren Zeitpunkt das Buch vielleicht zu lesen. Und dieses Jahr war es dann so weit. Jasmina Kuhnke hat im Buch eine ausführlichere Triggerwarnung ausgesprochen. Meiner Meinung nach behandelt sie auch diese Themen sehr pointiert und versucht so den Lesenden den Rassismus, die Frauenfeindlichkeit und häusliche Gewalt, die die Protagonistin erlebt hat, zu vermitteln. Die unangenehmen rassistische Auseinandersetzungen mit Nazis, die Stigmatisierungen in der Schule, sogar die häusliche Gewalt beschreibt die Autorin in den Kapiteln ausgiebig und zeigt diese in der Vergangenheit und Gegenwart. Ich fand diese Zeitsprünge unpassend und störten mich persönlich beim Lesen bzw. zog die Geschichte runter. Generell vermittelt Kuhnke die verschiedene Diskriminierungsformen gut. Für einen Roman fand ich es literarisch überhaupt nicht überzeugend. Die Sätze und Erzählweise konnten mich nicht abholen „In der Schule komme ich nicht mehr mit, bei meinen Eltern ist immer dicke Luft, und meinem Stiefvater kann ich sowieso nichts recht machen.“
Eins der besten Bücher was ich in den letzten Monaten gelesen habe! Trotz Vielen Zeitsprüngen konnte ich der Geschichte gut folgen, es hat mich richtig gefesselt und berührt. Rassismus, häusliche Gewalt, psychische Gewalt - es sind keine einfachen Themen, aber wichtig sich damit auseinanderzusetzen!