Milchzähne
von Helene Bukowski
»Bukowski verfügt über ein scharfes Sensorium, mit dem sie politisch virulente Themen glasklar erfasst und sie versteht es sehr gut, daraus eine verstörende dystopische Parabel zu entwickeln.«
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Milchzähne
von Helene Bukowski
»Bukowski verfügt über ein scharfes Sensorium, mit dem sie politisch virulente Themen glasklar erfasst und sie versteht es sehr gut, daraus eine verstörende dystopische Parabel zu entwickeln.«
Aktuelle Rezensionen(2)
Skalde und ihre Mutter Edith leben alleine in einem Haus am Rande eines Kiefernwaldes. Im Ort herrscht seit vielen Jahren eine bedrückende Stimmung, denn man ist sich sicher, dass die Welt kurz vor einem riesigen apokalyptischen Chaos steht. Die Temperaturen werden immer heißer und immer mehr Lebewesen und Nahrungsmittel verkümmern und sterben. Dennoch ist die Gemeinde davon überzeugt, dass nur sie in ihrer Gegend es durch diese Situation schaffen werden und überleben. Umso dramatischer, wenn Fremde trotz der gesprengten Brücke, dem angeblich einzigen Zugang zum Ort, es hinein schaffen und das System durcheinander bringen. So wie Edith damals, vor 20 Jahren. Noch heute ist sie unbeliebt und man macht lieber so gut es geht einen Bogen um sie. Als Skalde dann eines Tages ein junges Mädchen mit feuerroten Haaren alleine im Wald trifft, weiß sie sofort, dass auch sie eine Fremde ist. Skalde entscheidet sich sie aufzunehmen und tritt damit ein Lauffeuer in Gang, das sie niemals erwartet hatte. Ich habe dieses Buch diesen Monat für den Lesezirkel vorschlagen, in dem ich mitmache und enttäuscht wurde ich nicht. Aber so super begeistert bin ich diesmal auch nicht, das schon mal vorab. Die Erzählstimmung hat mir extrem gut gefallen. Bedrückend, aber trotzdem spannend, sehr dystopisch. Gleichzeitig eine Geschichte mit vielen wichtigen Themen: Es geht um die Klimaerwärmung, es geht um Fremdenfeindlichkeit und wenn’s man genau nimmt, dann auch um politische Unterdrückung. Auch Familie und Freundschaft spielen eine große Rolle. Alles in einem, Themen, die mir meist zusagen…ABER ich hatte leider das Gefühl, dass das Buch auf 220 Seiten einfach zu viel wollte. Ich glaube fast, dass es hier vielleicht nochmal 150 Seiten gebraucht hätte, um dieser Welt im Buch mehr Raum zu geben. Viele Fragen haben sich bis zum Schluss bei mir leider nicht geklärt und ich glaube die hätten alles deutlich runder gemacht. Ich hatte mich sehr auf Buch gefreut und es ist auch eine schöne Geschichte, aber vom Hocker hat es mich diesmal leider nicht gehauen.
leicht zu lesen - schwer zu verstehen aktuelle Geschehen: Klimakrise, Angst vor dem Fremden lässt Emotionen fühlen, ohne emotional zu sein