3.2

Heimat

von Hannah Lühmann

Format:Hardcover
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Hinter der perfekten Idylle lauert die »Tradwife«-Szene – Hannah Lühmanns Roman über ein virales Thema und den Rechtsruck in unserem Land Als Jana mit ihrer Familie aufs Land zieht, merkt sie schnell: Hier gelten andere Regeln. Hinter der bürgerlichen Fassade lauert ein höchst problematisches Weltbild, wie selbstverständlich wird hier AfD gewählt. Auch Janas charismatische Nachbarin Karolin hat sich ganz der Rolle als Hausfrau und Mutter verschrieben. Je mehr Zeit Jana mit Karolin verbringt, desto klarer wird ihr, dass sie auf eine sehr zeitgemäße Weise ultrakonservativ ist – sie kämpft als »Tradwife« im Namen der Tradition gegen alles, wofür Jana eigentlich steht. Jana versucht, sich gegen ihre Faszination zu wehren, und ertappt sich doch immer wieder bei dem verstörenden Gedanken, dass sie Karolin um ihr Leben beneidet …

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
Hardcover
Erschienen an: 2025

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Aktuelle Rezensionen(31)

3.2(208 ratings)
Enie SchulzRezension von Enie Schulz

Die Handlung des Buches scheint durchaus nachvollziehbar und nicht sonderlich realitätsfern: das Spektrum von Tradwife und Rechtsextremismus könnte aktueller nicht sein. Eine wirklich greifbare, kritische Auseinandersetzung der Figuren mit diesen Thematiken bleibt jedoch aus - offenbar soll das fehlende Hinterfragen, Kritisieren und der scheinbar schleichende aber doch rasante Eintritt in die rechte Szene Mittel zum Zweck der Darstellung der Gefahren dieser sein. Dennoch scheint die Handlung gewissermaßen ins Nichts zu laufen; ein Leerlauf der Figuren, die ohne Plot-Twist oder Konsequenzen entlassen werden - die einzig kritisierende Instanz, der Mann der Protagonistin, verstummt zunehmend (wenn er denn überhaupt als ernstzunehmender Kritiker betrachtet werden kann), die notwendige Einordnung der Geschehnisse bleibt letztlich gänzlich aus. Trotz seiner Aktualität wird das Buch der ernstzunehmenden Thematik leider nicht gerecht - im Gegenteil: im Sinne der Protagonistin es wirkt zumindest der Schluss fast schon romantisierend.

AlaskaRezension von Alaska

Die Idee finde ich sehr spannend. Leider war die auf den Klapptext beschriebene Zerrissenheit bzw. der Interessenskonflikt aus meiner Sicht nicht deutlich genug. Dadurch hat die Geschichte für mich an „Vielschichtigkeit“ verloren.

PaulinaRezension von Paulina

Das Buch war sehr leicht zu lesen und zeigt, wie schnell das Abdriften in die rechtsextreme Szene möglich ist. Leider sind die Charaktere nicht sehr tiefgründig und so bleibt die persönliche Entwicklung der Protagonistin hinsichtlich ihrer Einstellung zur AfD und zum Tradwife-Phänomen auf der Strecke. Gleiches gilt für die Trennung von ihrem Mann, welche ohne weitere Gespräche als plötzliches Ausmaß ihrer Veränderungen im Raum steht. Hier wären tiefgehendere Ausführungen zu ihren Gedanken, Gefühlen und die ihrer Mitmenschen interessant gewesen. Dafür hätte das Buch aber noch sehr viel mehr Seiten gebraucht. Vor allem lässt mich das Ende verwirrt zurück. Insgesamt hat es mir trotzdem irgendwie gut gefallen.

JohannaRezension von Johanna

Total interessantes Thema, aber leider war ich von der Umsetzung sehr Enttäuscht. Man hätte so viel mehr aus den Charakteren herausholen können. Gleichzeitig fehlte mir beim Ende das Learning. Für mich, für das Thema zu offen. Schade!

Sophie MRezension von Sophie M

„Heimat“ liest sich schnell und spannend. Und jetzt kommt das große Aber: ***ACHTUNG, SPOILER!*** Für diese Geschichte sind es einfach zu wenig Seiten, sodass kein einziger der Charaktere Tiefgang hat. Jana, die Main Character hier, hat leider keinen erkennbaren Charakter. Sie lernt Karolin kennen, ist fasziniert und lässt sich begierig vom Sog des rechtsnationalen Trad-Wife-Seins komplett aufsaugen. Ihr Partner, Noah, hat eine andere politische Einstellung, das wird im Laufe deutlich. Leider wirkt es so, als wäre Jana frisch auf die Welt geworfen worden und keine erwachsene Frau mit eigenen Erfahrungen und Gedanken. Die Konflikte mit ihrem Partner - sie sind nicht da, aber Grund für die Trennung?! Es ist insgesamt alles irgendwie seltsam. Das Thema hätte wahrscheinlich noch mindestens 100 Seiten mehr gebraucht.

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