3.4

Haus zur Sonne

von Thomas Melle

Format:Hardcover
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Nach seinem weltweit beachteten Buch »Die Welt im Rücken«, in dem er sein Leben mit bipolarer Störung literarisch brillant verarbeitet hat, legt Thomas Melle nun einen Roman vor, der die Grenzbereiche zwischen Autobiografie und Fiktion, zwischen Sehnsucht und Depression und letztlich zwischen Leben und Tod weiter auslotet. Wie viel Selbstbestimmung ist möglich, wenn das Leben von einer psychischen Krankheit fremdgesteuert ist? Wonach sehnt sich einer, der nichts mehr zu verlieren hat? Und wie könnte es aussehen, das letzte Glück? Willkommen im »Haus zur Sonne«, einer Institution, die zugleich Wunscherfüllungsmaschine wie Abschaffungsapparat ist. Lebensmüde und todkranke Menschen liefern sich in diese vom Staat finanzierte Klinik ein, um jeden nur erdenklichen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen und dann – ohne großes Aufsehen – aus dem Leben zu scheiden. Aber will, wer nicht mehr leben will, wirklich sterben? Thomas Melle geht unseren Sehnsüchten und Todestrieben auf den Grund und liefert so eine radikale Skizze der Conditio humana. 

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
320 SeitenHardcover
Erschienen an: August 14, 2025

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Aktuelle Rezensionen(16)

3.4(90 ratings)
Marie-Theres WilhelmRezension von Marie-Theres Wilhelm

Ich habe hier wirklich ein Problem damit dieses Buch zu bewerten. Einerseits fand ich die Idee interessant und den Schreibstil passend. Andererseits wurde ich mit der Hauptfigur nicht wirklich warm und teilweise war die Handlung sehr abstrus. Ich verstehe, dass es auch so gewollt ist, da es ziemlich gut die Welt des Erlebens des Protagonisten aufzeigt. Aber es macht es auch anstrengend und machte es mir schwer eine Bindung zum Buch aufzubauen. Das Ende fand ich persönlich ebenfalls eher unbefriedigend. Insgesamt ist es eher schwere Kost, was an sich nicht schlecht ist. Es muss einem nur bewusst sein. Ich denke ich probiere mich irgendwann noch einmal an einem Roman von Thomas Melle, aber definitiv nicht in nächster Zeit.

PaulineRezension von Pauline

Die Grundprämisse fand ich wahnsinnig interessant und auch die faat schon pragmatsiche und dadurch sehr harte, aber ehrliche Perspektive auf Suizid(gedanken) eine gute Grundlage für die Geschichte. Mich persönlich hat es aber leider nicht wirklich abgeholt. Die zweite Hälfte empfand ich als wahnsinnig zäh und in sich wiederholend. Die Wankelmütigkeit des Hauptcharakters im letzten Drittel hat mich irgendwann genervt und passte für mich auch nicht in die Charakterentwicklung. Ehrlicherweise hatte ich zum Ende hin das Gefühl, dass hier sehr viel auf Meta-Ebene stattfinden soll. Für mich fühlte sich das sehr erzwungen an.

CaroRezension von Caro

Durch die Geschichte findet eine Auseinandersetzung mit dem Wert des Lebens, unheilbaren psychischen Erkrankungen, assistierten Suizid und dem Machtgefühle in psychiatrischen Einrichtungen statt. Für mich war die Erzählung einerseits langatmig (100 Seiten weniger hätten den Zweck auch erfüllt), andererseits auch total hektisch und oberflächlich, weil die Kapitel sehr kurz waren und jedes Kapitel eine kleine Geschichte erzählt hat. Generell fand ich die Thematik sehr greifbar und für mich einfach zu plump dargestellt. Es hätten gerne noch mehr „Innenperspektiven“ gezeigt werden dürfen. Vielleicht hätte ich zuerst sein Buch „die Welt im Rücken“ lesen sollen, um gewisse Hintergründe zu ihm und seiner Erkrankung zu haben?! So hat es mir allenfalls an Tiefe und auch Persönlichkeit gefehlt, was es mir schwer gemacht hat, mich in den manisch-depressiven Ich-Erzähler einzufühlen und der sprunghaften Handlung zu folgen. Das Buch für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2025 nominiert. Der poetische Schreibstil und auch die Entwicklung des Ich-Erzählers (ich möchte nicht Spoilern) haben mir wiederum sehr gut gefallen. ⭐️ F A Z I T Leider habe ich mir von der Geschichte mehr erhofft! Alles in allem ein guter Einblick in die Gedanken von Betroffenen und auch eine tolle Idee mit dem Gedankenexperiment. Macht euch gern euer eigenes Bild von der Geschichte, mich konnte es leider nicht überzeugen. Von mir gibt’s 2,5 ⭐️ ! PS: das Buch gibt’s bei Kindle Unlimited 😬

Fritz KortebuschRezension von Fritz Kortebusch

Sprachlich wirklich ein brilliantes Buch. Von der Geschichte her hat es mich sehr berührt. Zum einen die detaillierte Beschreibung der lebenslangen Krankheitsgeschichte und ihren Auswirkungen auf das Umfeld des Ich-Erzählers und zum anderen sein Kampf zwischen Todessehnsucht und stetem letzten Lebenswillen. Ich konnte während des Lesens sehr gut nachvollziehen, wie sich seine Krankheit wohl anfühlen mag. Abgerundet mit der Idee eines "Hauses zur Sonne" ein sehr emotional aufrührendes und/aber lesenswertes Buch.

Ajdana Rezension von Ajdana

ES FING SO GUT AN! aber dann wurde es schleppend. irgendwie trotzdem gut, vor allem sprachlich

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