3.6

Der Kaninchenstall

von Tess Gunty, Sophie Zeitz

Format:Hardcover
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»Tess Gunty ist eine geradezu bedrückend talentierte Schriftstellerin (...) Der Kaninchenstall ist ein überaus gewitztes Buch; ein anarchisches Patchwork (...) Als wollte uns dieser Roman sagen: Wenn man solide Plots preisreduziert an jeder Ecke bekommt, auf Netflix und im klebrig emotionalisierten Storytelling des Reportagejournalismus, muss doch Literatur nicht hinterhertrotteln. Gunty schreibt abschweifend, ausschweifend, flackernd, andeutungsreich und plötzlich verblüffend hyperfokussiert. Es ist Prosa mit ADHS.«

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
416 SeitenHardcover
Erschienen an: July 6, 2023

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Aktuelle Rezensionen(6)

3.6(47 ratings)
Zoé FallouxRezension von Zoé Falloux

Ende dreht komplett ab aber Story cool

kikibaaRezension von kikibaa

Ich verstehe wieso man es liest. Der Schreibstil ist wild und wirklich mal was Neues, deshalb auch die beiden Sterne. Trotzdem bin ich mit dem Buch und dem Genre nicht warmgeworden. Ich hatte das Gefühl, dass es wie eines dieser Schulbücher war, die man nicht unbedingt lesen möchte aber trotzdem da durch muss. Den Eindruck habe ich wahrscheinlich erhalten, weil so viel Doppeldeutigkeit und Kritik hinter jedem einzelnen Satz gesteckt hat. Ich glaube in meiner Freizeit möchte ich einfach kein Buch, bei dem ich alles interpretieren und hinterfragen muss.

AnnaRezension von Anna

⭐️ 4,5 In dem Buch blickt man in das Leben der einzelnen Bewohner der Apartments eines verfallenen Gebäudekomplexes in den USA. Die Charaktere sind skurril und auf ihre eigene Weise besonders. Die Atmosphäre in dem Buch ist eher düster, aber trotzdem auch humorvoll. Das Buch hat einen ganz eigenen und kreativen Schreibstil, was es wirklich besonders macht.

viorinosRezension von viorinos

Gute Story, interessanter Stil, ab und an dann vielleicht doch etwas gewöhnungsbedürftig

JuliaRezension von Julia

Der Roman ist wie der Moment kurz vor einem Sommergewitter: schwül, aufgeladen, unheimlich, übernatürlich. Doch anders als der Regen wird hier keine Erlösung geboten. Es donnert und blitzt, es schreckt und knallt. Der Apartmentkomplex “Kaninchenstall” ist voller skurriler Charaktere, die die wunderlichsten Beziehungen eingehen. Von manchen wird einem beim Lesen ganz wohlgemut, andere ziehen einem den Boden unter den Füßen weg. Alle sind sehr lesenswert. Für mich das Überraschendeste an der Lektüre: der Ton, der Sound, die Worte. Mit frühen Vergleichen und überbordenden Aufzählungen erzählt sich Gunty durch diese Tragikomödie, aus der ich viel zitieren möchte und meine Lieblingsstellen herausposaunen will. “Die Klimaanlage ist eher eine Geste als Realität.” “Stillen ist nicht intuitiv und beim Abpumpen kommt sie sich vor wie eine Cyborg-Kuh.“ „Was für ein Kerl?“ „Mitte fünfzig. Dicklich. Leer.“ „Leer?“ „Du weißt schon. Keine Schreie im Gesicht, keine Geburtstage, kein Goldfisch, keine Witze, keine Fluchten. Schwer vorstellbar, dass sich so ein Mann an simplen Dingen freuen kann, an einem Schaukelstuhl. Einem Vulkan. Der Mann war irgendwie… Ich weiß nicht. Er war wie ein Gletscher.“ „Wie ein Gletscher?“ „Kalt, kalt, fern. Todgeweiht.“

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