3.9

Augustblau

von Deborah Levy

Format:Hardcover
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Elsa M. Anderson ist eine berühmte Konzertpianistin. Doch als sie in Wien Rachmaninows »Piano Concerto Nr. 2« spielen soll, vermasselt sie es. Sie verlässt die Bühne, und ihre Identität als Wunderkind wird auf einen Schlag unstet.Drei Wochen später beobachtet sie auf einem Flohmarkt in Athen eine Frau, die zwei mechanische Tanzpferde kauft. Elsa fühlt sich auf sonderbare Weise mit der Unbekannten verbunden und hält sie für ihre Doppelgängerin. Sie beginnt die Frau zu suchen, mit ihr in Gedanken zu kommunizieren. Doch die Frau, nicht gewillt, sich widerstandslos zum Alter Ego machen zu lassen, läuft Elsa in den Straßen von Paris davon.Und so versucht Elsa mithilfe und trotz ihres Doubles, ihrer Mütter, ihres Adoptivvater-Klavierlehrers, ihrer Liebsten und Schüler*innen ein neues Ich zu komponieren, ihre eigene Geschichte zu spinnen.»Vielleicht tust du es, sagte sie. Vielleicht tue ich was?Nach Zeichen suchen. Nach was für Zeichen?Nach Gründen zu leben.Es war kein Flüstern.«Deborah Levy, wie auch in ihrer bekannten living autobiography stets auf der Suche nach den »missing female characters«, entwirft in Augustblau widerspenstige und liebenswerte Figuren, die sich selbstbestimmt entziehen, um dann wieder aufzutauchen und ihre Geschichten selbst zu erzählen.

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: July 27, 2023

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Aktuelle Rezensionen(6)

3.9(14 ratings)
VickypediaRezension von Vickypedia

Ein Schreibstil, der die Geschichte selbst beinhaltet. Er lässt sie lebendig wirken. Die Geschichte der Pianisten Elsa oder auch Ann, die von einem Maestro adoptiert und von der Musik groß gezogen wird. Sie nimmt das Leben in all seinen Kompositionen wahr und wird gequält von immer wieder den gleichen Fragen und Gedanken: ihrem eigenen Refrain. Unglaubliches Werk! Es fesselt, drängt sich auf, aber wirkt meditativ beruhigend.

sunaRezension von suna

das war schön, ich mochte die atmosphäre des romans super gerne, mochte viele sätze und die unklarheiten, die das buch offen gelassen hat, haben mir gut gefallen. die behandelten themen von identität, kunst, druck und lebensform haben mich sehr interessiert. ich würde gerne mehr von levy lesen!

rapi Rezension von rapi

Der Vibe, die Sprache, die Motive 10/10

AnnaRezension von Anna

Leider blieben für mich die Beweggründe der Protagonistin, ihr innerer Konflikt und die Figuren um sie herum zu oberflächlich beschrieben, sodass mich der Roman nicht richtig gepackt hat.

ArminRezension von Armin

"Wir alle denken über Möglichkeiten nach, unser Leben zu beenden. Es ist ein Gedankenexperiment, und was soIl daran schon falsch sein?" August blau ist ein Buch, das man fühlt und nicht eines, das man versteht. August blau ist ein Buch, das mir gezeigt hat, dass man nicht alles verstehen sollte, weil wie denn auch? Seit wann hat man das Leben je verstanden? Vor allem das eigene? Ich denke oft darüber nach, was es bedeuten würde alles zu verstehen, aber wenig zu fühlen. Verstehen wir nicht erst die Dinge im Leben, wenn wir sie zunächst gefühlt haben oder fühlen? Ich glaube auch, dass dieses Buch mehr will, als nur dass man fühlt. Dass Deborah Levy dem Leben nicht ein Sinn geben will, weil es den eben nicht gibt, sondern das Gefühl vermitteln, dass man das Suchen nach dem Sinn des Lebens stattdessen fallenlassen soll. Weil wir Individuen sind, genau wie die Sinne im Leben. Sinn des Lebens ist universell; Sinn im Leben ist individuell. Und vielleicht ist die Freiheit der Sinn im Leben, genau wie das Blau. Das Blau, das ganz weit oben liegt, wie der Himmel, den man nicht greifen kann. Man sieht ihn, spürt seine Entfaltung, seine Kraft und möchte ihn am liebsten immer sehen, immer spüren. Am Ende ist das Leben genau wie die Farbe Blau: So nah und so fern. So schön und so weit. So mystisch und so kompliziert. So blau, so blau.

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