Der ehrliche Finder
von Lize Spit
Seit er vor einem Jahr in Bovenmeer angekommen ist, sitzt Tristan in der Schule neben Jimmy, der klüger und einsamer ist als alle anderen und es sich zur Aufgabe macht, Tristan Ibrahimi durch das Schuljahr zu begleiten. Denn der hat nicht nur einen Krieg erlebt und eine Flucht durch ganz Europa, sondern er hat auch das, wonach Jimmy sich am meisten sehnt: eine intakte, große Familie, die Halt und Geborgenheit bietet.Gemeinsam bauen sie sich ihre eigene Welt voller geheimer Orte und einer Sprache, die beide verstehen, eine Welt, in der Freundschaft möglich ist. Bis jemand eine Entscheidung trifft, die nicht nur ihre Welt gefährdet und Jimmy und Tristan alles abverlangt.
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Der ehrliche Finder
von Lize Spit
Seit er vor einem Jahr in Bovenmeer angekommen ist, sitzt Tristan in der Schule neben Jimmy, der klüger und einsamer ist als alle anderen und es sich zur Aufgabe macht, Tristan Ibrahimi durch das Schuljahr zu begleiten. Denn der hat nicht nur einen Krieg erlebt und eine Flucht durch ganz Europa, sondern er hat auch das, wonach Jimmy sich am meisten sehnt: eine intakte, große Familie, die Halt und Geborgenheit bietet.Gemeinsam bauen sie sich ihre eigene Welt voller geheimer Orte und einer Sprache, die beide verstehen, eine Welt, in der Freundschaft möglich ist. Bis jemand eine Entscheidung trifft, die nicht nur ihre Welt gefährdet und Jimmy und Tristan alles abverlangt.
Aktuelle Rezensionen(4)
Tolle Kurzgeschichte, die einen schnell einfängt und aus der Perspektive von Kindern die Schrecken des Krieges veranschaulicht. Gleichzeitig gelingt Lize Spit auf wenigen Seiten eine rührende Freundschaft, aus der Sicht eines Jungen, darzustellen. Das Ende war meines Erachtens genau richtig für diese Art der Erzählung. Ich hätte dennoch gerne weiter gelesen, um die Charaktere und ihre Perspektiven zu erforschen.
Eine kurzweilige Geschichte über die Freundschaft, übers Zurücklassen und Hoffnung. Mich hat das Ende nicht so überrascht wie manch anderem. Aber es lässt einem prompt mit sich alleine zurück. Manche Stellen im Buch wirken wie Lückenfüller, andere wiederum zu kurz. Jedoch für einen Abend im Herbst gut geeignet.
Unfassbar intensive Erzählung - in ihrer Kürze voller Dichte und Emotionen Das Buch war ein echtes Highlight und ich bin nach der Lektüre noch immer ganz angespannt. Es war mein erstes Buch von Lize Spit und ich war unschlüssig, ob eine Kurzgeschichte mich emotional wirklich ergreifen kann. Naja, und wie sie das konnte! Die Autorin hat ein unglaubliches Talent für sprachliche Feinheiten und liefert mit „Der ehrliche Finder“ ein so dichtes Werk, dass es lange nachhallt. Die Geschichte ist von einer wahren Begebenheit aus Belgien inspiriert und ich weiß nicht, ob es das jetzt besser oder schlimmer macht.. ❤️🩹 Wir erleben eine Geschichte über Freundschaft aus der Sicht von Jimmy, der nicht erst durch die Scheidung seiner Eltern viel Einsamkeit ertragen muss. Mobbing in der Schule ist an der Tagesordnung und so flieht er in seinen Job als „ehrlicher Finder“. In diesem sammelt er mit leidenschaftlicher Präzision Flippos - kleine Sammelmarken aus Chipspackungen. Dann tritt aber Tristan in sein Leben, der mit seiner Familie vor dem Krieg im Kosovo geflohen ist und eine traumatische Fluchterfahrung hinter sich hat. Als der Abschiebebescheid eintrifft, schmiedet Tristan mit seiner Schwester einen Plan, der die Abschiebung verhindern soll - und Jimmy soll dabei eine entscheidende Rolle spielen. Lize Spit schafft es für mich phänomenal, die Sprache des 10-jährigen Jimmys in ihrer kindlichen Zugewandtheit abzubilden. Der Text ist damit leicht zugänglich und die Lesenden können gar nicht umhin, in die Sichtweise des Protagonisten einzutauchen. Seine Sicht auf die Welt ist so kindlich optimistisch wie ernsthaft, an keiner Stelle wirken seine Schilderungen lächerlich. Die Traumata der Familie Ibrahimi werden an wenigen Stellen angeschnitten und obwohl das eher nebenbei passiert, trifft es eine*n ins Mark! Die Geschichte ist eine perfekte Balance zwischen Zartheit sowie bedingungsloser Liebe und einer Dunkelheit rund um Hass gegen Geflüchtete, Traumata und Einsamkeit. Sie hat mich emotional komplett auf links gedreht und wirkt sehr lang nach. Das Ende hat mir das Herz herausgerissen und ich wollte vor lauter Unrecht schreien. 💔 Lest dieses Buch mit seinen zarten 125 Seiten, mehr kann ich echt nicht sagen. 🥺
Tristan Ibrahimi musste einen Krieg erleben und ist daher mit seiner Familie durch ganz Europa geflüchtet. In der Schule von Bovenmeer wird er neben Jimmy gesetzt, der sein Glück kaum fassen kann. Als Einzelgänger findet Jimmy in Tristan und seiner Familie Halt und Geborgenheit, die er von seiner Mutter nicht erfahren durfte. Die beiden werden Freunde. Doch dann kommt der Brief mit dem Ausweisungsbescheid ... Ich habe den Roman an einem Tag durchgelesen. Der Seitenumfang beträgt knapp 125, doch die Tiefgründigkeit der Geschichte geht an keiner Stelle verloren. Ab der ersten Seite konnte ich mich auf das Geschriebene einlassen und musste unbedingt das Ende erfahren, da ein spannender Sog aufgebaut wird. Die Thematik ist aktuell und ich wurde zum Innehalten sowie Nachdenken animiert. Der Text liest sich angenehm und flüssig dank der Übersetzung aus dem Niederländischen von Helga von Beuningen. Für mich persönlich ist das schmale Büchlein ein kleines Leseschätzchen. Daher spreche ich für den Roman eine Leseempfehlung aus.