3.3

Bungalow

von Helene Hegemann

Format:Hardcover

Während ihre Mutter das letzte Einkaufsgeld versäuft, beobachtet Charlie vom Balkon ihrer Betonmietskaserne die benachbarten Bungalows und deren Bewohner: Sie lernt, dass es mehrere soziale Klassen gibt und sie selbst zur untersten gehört. Dann, kurz nach ihrem zwölften Geburtstag, zieht ein neues Ehepaar ins Viertel. Die beiden sind Schauspieler, unberechenbar, chaotisch, luxuriös, schlauer als alle anderen – und für Charlie das, was der Rest der Welt als ihre „erste große Liebe“ bezeichnen würde: Spielkameraden und Lover, größter Einfluss und größte Gefährdung. Klar und radikal erzählt Helene Hegemann vom Überleben in einer zunehmend apokalyptischen Welt und der vitalen Kraft des freien Willens.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
288 SeitenHardcover
Erschienen an: August 20, 2018

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.3(7 ratings)
AnnaRezension von Anna

Es ist soo schwer dieses Buch zu bewerten. Es ist in erster Linie total wirr und zusammenhangslos, der Kontext fehlt total und die ersten drei Kapitel ergeben wirklich keinen Sinn. Andererseits ist es so schön geschrieben und in Teilen so originell irre gut. Am meisten stört mich wirklich der Aufbau und die zusammenhangslosen ersten drei Kapitel.

BettinaRezension von Bettina

Charlie lebt zusammen mit ihrer Mutter in einer Mietswohnung. Ihre Mutter ist Alkoholikerin und hat viele Probleme, es bleibt oft kein Geld fürs Essen übrig. So flieht Charlie aus ihrem Leben, in dem sie vom Balkon aus die benachbarten Bungalows beobachtet. Früh wird ihr klar, dass sie zur untersten sozialen Schicht gehört – im Gegensatz zu den Bewohnern des Bungalows. Besonders viel Aufmerksamkeit schenkt sie einem Ehepaar, das an ihrem zwölften Geburtstag in ein Bungalow zieht. Dieses Ehepaar sind Schauspieler und interessante Charaktere, die Charlie magisch anziehen. Die Anziehung, die Charlie zu dem Ehepaar treibt, ist so stark, dass Charlie beide als ihre erste große Liebe und gleichzeitig größte Gefahr betrachtet… ‚Bungalow‘ von Helene Hegemann ist ein interessant erzählter Roman. Einerseits faszinierend und anziehend, andererseits hat mich die erzählte Geschichte auch abgestoßen. Es erinnert mich ein wenig an einen Unfall, bei dem man nicht hinschauen will, aber doch muss. Die Handlung ist in einer namenlosen Stadt in einer nahen Zukunft angesiedelt und fühlt sich dadurch so an, als sei sie durchaus denkbar, wenn auch nicht jetzt. Charlie ist ein junges Mädchen, das in einem Umfeld aufwächst, das schwierig ist und aus dem Kind schnell eine kleine/junge Erwachsene macht, die teilweise sachlich abgeklärt ihre Situation analysiert und andererseits die Naivität ihres Alters besitzt. Der Geschichte zeigt auf, was Verwahrlosung einzelner und einer ganzen Gesellschaft auslösen können und lässt den/die Leser*in teilweise schockiert, teilweise ratlos zurück. Ich hatte keinen Zugang zu den einzelnen Figuren des Romans und konnte auch nicht so wirklich eine Bindung zum Roman aufbauen. Oft kam es mir so vor, als würde ich die Handlung gar nicht richtig (be)greifen können. Insgesamt ein Buch, zu dem ich mir nicht so richtig eine Meinung bilden kann. Einerseits werden wichtige Aspekte unserer Gesellschaft angerissen, andererseits ist man ratlos ob der Ereignisse. So plötzlich wie die Handlung beginnt, endet das Buch auch und lässt mir einen schalen Geschmack übrig. Ein Buch, das beschäftigt und doch nicht so richtig begeistern kann.

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