Alte Geheimnisse
von T.J. Klune
Mit farbig gestaltetem Buchschnitt – nur in limitierter Erstauflage der gedruckten Ausgabe (Lieferung je nach Verfügbarkeit)Es ist kurz vor den Sommerferien, und eine Hitzewelle hat Nova City fest im Griff. Dennoch ist Nick Bell guter Dinge: Mit seinem sexy Freund Seth und seinen Freundinnen Jazz und Gibby hat er ein Superhelden-Team gegründet, um die Bürger von Nova City zu schützen. Keine Sekunde zu früh, wie sich herausstellt: Simon Burke kandidiert für das Amt des Oberbürgermeisters. Sollte er gewinnen, würde das das Ende der Extraordinaries bedeuten. Doch damit nicht genug: Gerüchten zufolge ist Superschurke Shadow Star aus dem Gefängnis geflohen. Nick und seine Freunde müssen über sich selbst hinauswachsen, um Nova City vor dem Schlimmsten zu bewahren …
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Alte Geheimnisse
von T.J. Klune
Mit farbig gestaltetem Buchschnitt – nur in limitierter Erstauflage der gedruckten Ausgabe (Lieferung je nach Verfügbarkeit)Es ist kurz vor den Sommerferien, und eine Hitzewelle hat Nova City fest im Griff. Dennoch ist Nick Bell guter Dinge: Mit seinem sexy Freund Seth und seinen Freundinnen Jazz und Gibby hat er ein Superhelden-Team gegründet, um die Bürger von Nova City zu schützen. Keine Sekunde zu früh, wie sich herausstellt: Simon Burke kandidiert für das Amt des Oberbürgermeisters. Sollte er gewinnen, würde das das Ende der Extraordinaries bedeuten. Doch damit nicht genug: Gerüchten zufolge ist Superschurke Shadow Star aus dem Gefängnis geflohen. Nick und seine Freunde müssen über sich selbst hinauswachsen, um Nova City vor dem Schlimmsten zu bewahren …
Aktuelle Rezensionen(1)
https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/11/06/the-extraordinaries-3alte-geheimnisse/ T.J. Klune hat sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Stimmen der queeren Fantasyliteratur entwickelt. Seine Bücher zeichnen sich durch Wärme, Humor und tiefe Menschlichkeit aus – sie sind oft skurril, manchmal überdreht, aber immer Trost spendend. Nach dem soliden Start mit The Extraordinaries und dem emotionalen zweiten Teil war die Erwartung an Neue Helden, den Abschluss der Trilogie, entsprechend hoch. Umso bedauerlicher ist es, dass das Buch hinter seinen beiden Vorgängern etwas zurückbleibt – charmant, aber überhastet, unterhaltsam, aber weniger berührend. Zur Handlung Nick Bell ist zurück – ebenso energiegeladen, überdreht und liebenswert chaotisch wie eh und je. In Neue Helden steht er erneut im Zentrum einer Welt, in der Superhelden – die sogenannten „Extraordinaries“ – Realität sind. Nachdem Nick im Laufe der Serie nicht nur seine eigenen Kräfte entdeckt, sondern auch seine Beziehung zu Seth gefestigt hat, konzentriert sich dieser Band auf die Konsequenzen: Wie geht man damit um, wenn die Welt plötzlich weiß, wer man ist? Was passiert, wenn Verantwortung und jugendliche Naivität aufeinandertreffen? Zudem ist seine geglaubte verstorbene Mutter wieder auf der Bildschirmfläche aufgetaucht, aber warum entziehen sich so viele Dinge der Realität und Wahrheit? Klune bleibt seiner Mischung aus Superheldenaction, Coming-of-Age-Geschichte und queerer Romantik treu. Es gibt Kämpfe, Geheimnisse, Enthüllungen – doch der emotionale Fokus liegt wie immer auf Freundschaft, Familie und Selbstakzeptanz. Dennoch spürt man diesmal, dass das Erzähltempo anzieht: Wichtige Entwicklungen werden schnell abgehandelt, innere Konflikte nur angerissen. Die Handlung wirkt kompakter, fast gedrängt, als hätte Klune die Geschichte zu rasch zum Abschluss bringen wollen. Der erste Teil des Buches hätte genug Stoff für einen eigenen Band geboten – eine vertiefte Auseinandersetzung mit den neuen Herausforderungen der Figuren hätte dem Roman gutgetan. Die Charaktere Nick bleibt der Herzschlag der Trilogie – eine Figur, die man entweder sofort ins Herz schließt oder gelegentlich in den Wahnsinn treibt. Seine unerschöpfliche Redseligkeit, seine Sprunghaftigkeit und sein jugendlicher Überschwang sind authentisch, aber manchmal anstrengend. Gleichzeitig ist es genau diese Mischung aus Unsicherheit, Enthusiasmus und Selbstironie, die ihn so menschlich macht. Seth ist das perfekte Gegengewicht: ruhig, loyal, der Fels in Nicks Sturm. Die Beziehung zwischen den beiden ist zärtlich, echt und herzerwärmend – doch im Finale hätte man sich mehr von ihrem Zusammenspiel gewünscht. Nach allem, was sie durchgemacht haben, fehlt ein großer emotionaler Moment, ein Ausbruch jener Liebe, die über drei Bücher gewachsen ist. Stattdessen bleibt ihr Ende eher still und unspektakulär, was bei vielen Leser:innen ein Gefühl der Unvollständigkeit hinterlässt. Nebenfiguren wie Jazz und Gibby stehlen dafür häufig die Show. Das lesbische Paar ist stark, witzig und wunderbar selbstbewusst – sie verkörpern eine queere Repräsentation, die natürlich und inspirierend wirkt. Auch Nicks Vater, der in der Reihe eine zentrale Rolle spielt, bleibt ein sympathischer, aber diesmal etwas zu präsenter Charakter. Seine Szenen tragen zwar zur familiären Wärme bei, doch die wiederkehrenden, ausschweifenden Dialoge bremsen gelegentlich den Erzählfluss. Themen und Botschaft Hinter der bunten Fassade einer Superheldengeschichte steckt bei Klune immer mehr. Auch Alte Geheimnisse ist weit mehr als eine Teenagerfantasie mit Kostümen und Kräften. Es geht um Identität, Zugehörigkeit und den Mut, anders zu sein. Zwischen Sarkasmus und Superkräften erzählt Klune von realen gesellschaftlichen Strukturen – von Diskriminierung, Erwartungen und der Notwendigkeit, sich selbst treu zu bleiben. Was die Geschichte besonders macht, ist ihre ehrliche, unaufdringliche Art, queere Identität zu feiern. Klune zeigt queeres Leben nicht als Ausnahme, sondern als Normalität. Die Figuren sind keine Stereotype, sondern Menschen mit Fehlern, Wünschen und Humor. Gerade darin liegt die Stärke des Romans: Er schafft Gemeinschaftsgefühl und vermittelt, dass Heldentum nicht in Kräften, sondern in Empathie und Akzeptanz liegt. Sprache und Stil Klunes Stil ist unverkennbar: spritzig, humorvoll, manchmal überladen, aber immer emotional aufrichtig. In Flash Fire neigt der Autor jedoch dazu, die Dialoge zu überdehnen. Besonders die Gespräche zwischen Nick und seinem Vater oder innerhalb der Freundesgruppe drehen sich gelegentlich im Kreis. Der Witz bleibt, doch der Lesefluss leidet – man ertappt sich dabei, die weniger relevanten Passagen zu überfliegen. Trotzdem ist der Ton des Buches insgesamt charmant und leichtfüßig. Klune versteht es, jugendliche Sprache glaubwürdig zu inszenieren, ohne herablassend zu wirken. Das macht das Lesen lebendig und vermittelt ein Gefühl von jugendlicher Echtheit – auch wenn es manchmal ein bisschen zu viel des Guten ist. Stärken und Schwächen Positiv: • Authentische, vielfältige queere Figuren • Warmherziger Humor und Dialogwitz • Ehrliche Botschaft über Akzeptanz, Freundschaft und Selbstliebe • Jazz und Gibby als starke, inspirierende Nebenfiguren • Gefühl von Gemeinschaft und Hoffnung Negativ: • Überhastetes Ende ohne emotionalen Höhepunkt (jedoch schöner Epilog) • Wiederholende Dialoge und Redundanzen • Nicks Monologe wirken stellenweise ermüdend Fazit Alte Geheminsse ist ein würdiger, wenn auch nicht perfekter Abschluss der Extraordinaries-Trilogie. Es ist ein Buch voller Herz, Humor und Diversität, das sich liebevoll an Jugendliche richtet, die lernen, zu sich selbst zu stehen. Doch wer die emotionale Tiefe von Klunes früheren Werken wie Mr. Parnassus Heim für Magisch Begabte erwartet, wird hier etwas vermissen. Trotz mancher Schwächen bleibt Alte Geheimnisse ein positives, aufrichtiges Buch über Liebe, Freundschaft und die Suche nach Identität – eine Geschichte, die zeigt, dass Heldentum viele Gesichter hat und manchmal einfach darin besteht, man selbst zu sein. Warmherzig, witzig und wichtig – aber erzählerisch zu gehetzt und emotional nicht so kraftvoll wie erhofft. 3 von 5 Sternen!