Sloane, Ardie, Grace und Rosalita leiden seit Jahren unter ihrem Vorgesetzten Ames. Zu seinem Verhalten Frauen gegenüber gab es schon immer Gerüchte. Gerüchte, die die Firmenleitung stets ignorierte oder unter den Teppich kehrte. Aber jetzt soll Ames zum Geschäftsführer befördert werden. Allerdings haben die Zeiten sich geändert, und genug ist genug. Die vier Frauen wissen: Sie müssen Ames‘ Aufstieg unbedingt verhindern. Und wenn ihre Worte wie üblich nicht gehört werden, dann müssen sie eben handeln ...
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Sloane, Ardie, Grace und Rosalita leiden seit Jahren unter ihrem Vorgesetzten Ames. Zu seinem Verhalten Frauen gegenüber gab es schon immer Gerüchte. Gerüchte, die die Firmenleitung stets ignorierte oder unter den Teppich kehrte. Aber jetzt soll Ames zum Geschäftsführer befördert werden. Allerdings haben die Zeiten sich geändert, und genug ist genug. Die vier Frauen wissen: Sie müssen Ames‘ Aufstieg unbedingt verhindern. Und wenn ihre Worte wie üblich nicht gehört werden, dann müssen sie eben handeln ...
Popular Reviews(2)
Dieses Buch ist wirklich stark geschrieben und beschreibt das Leben als Frau in einer männerdominierten Berufswelt. Ich als weiblicher Leser konnte mit den Charakterinnen mitfühlen und gewisse Dinge nachempfinden. Das schöne an dem Buch ist der Aufbau von Spannung, diese wurde Mithilfe von Unterbrechungen der Hauptkapitel hergestellt. Dort wurden zwischenzeitlich zukünftige Gerichtsberichte vorgelegt, wodurch man wissen wollte was passiert und wer was getan hat. Ebenso wird auch zwischendurch ein wenig allgemeiner darüber geredet, was eine Frau alles machen muss, um ein wenig Respekt von ihren männlichen Kollegen zu erhaschen. Das einzig verwirrende manchmal waren die vielen Charaktere und deren Wechsel, wo man sich immer wieder ein bisschen orientieren musste.
Als der CEO von Truviv stirbt, ändert sich für Sloane, Ardie und Grace zunächst nichts. Sie arbeiten alle schon seit Jahren für Truviv als Juristinnen. Das ändert sich jedoch schlagartig, als Ames, ihr direkter Vorgesetzter, als Nachfolger und neuer CEO gehandelt wird. Denn schließlich gibt es nicht umsonst massenhaft Gerüchte um Ames und sein Verhalten gegenüber Frauen. Die drei Freundinnen überlegen fieberhaft, wie sich verhindern können, dass Ames CEO von Truviv wird. Und wenn Worte nicht ausreichen, muss notfalls eben gehandelt werden... Ich habe vor dem Lesen des Buches häufiger das Cover im englischsprachigen Bookstagram gesehen, aber nie so richtig wahrgenommen, worum es ging. Als ich das Buch dann spontan mit nach Hause nahm, hatte ich den Klappentext nur überflogen und gesehen, dass es sich laut der New York Times um einen geistreichen Thriller handeln sollte, während auf dem Buch selbst das Genre Roman angegeben wurde. Und ich finde, genau dazwischen bewegt sich die Geschichte. Es ist, für mich, kein klassischer Thriller. Aber ein verdammt spannendes und interessantes Buch. Eine Kategorisierung in ein Genre fällt mir daher wirklich schwer. Ich habe ein Buch dieser Art tatsächlich noch nie gelesen und bin begeistert, was Chandler Baker da geschaffen hat. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es ist irgendwie eine ruhige Spannung. Und Chandler Baker hat auch eine ganz eigene Art des Schreibens. Mir hat das sehr zugesagt, da es sich von der Masse abhebt. Und dabei finde ich das Buch einerseits so besonders und andererseits so gut geschrieben, dass es sich einfach ‚weglesen‘ lässt. Besonders hervorheben möchte ich die Charaktere. Es geht hier um insgesamt vier, beziehungsweise fünf, Frauen. Alles sehr unterschiedliche Charaktere. Und vor allem, was mir besonders gut gefallen hat, alles sehr mehrdimensionale Charaktere. Allen Frauen ist gemeinsam, dass sie in einer männerdominierten Arbeitswelt zurechtkommen müssen, sich durchkämpfen und ihr Bestes geben. Und doch geht jede damit anders um. Und nicht alles, was gesagt oder getan wird, ist dabei vielleicht die feine englische Art. Und genau diese verschiedenen Frauen, die neben ihrer Arbeit auch noch ihr Privatleben zu managen haben, haben es mir alle auf ihre Art und Weise angetan. Auch wenn ich vielleicht das ein oder andere Mal anders gehandelt hätte, konnte ich absolut nachvollziehen, wieso die Frauen sich so oder so entschieden haben. Und ich finde es absolut klasse, wie sehr sich alle für ihre Rechte einsetzen. Und eben nicht leise bleiben. Sondern aufstehen. Ich hätte nie gedacht, dass ein Buch, dass in die #MeToo-Debatte passt wie kein anderes fiktives Buch, so wunderbar erzählt ist. Ich finde die Idee toll und mir gefällt auch, dass es verschiedene Erzählperspektiven gibt. Leider wurde es mir am Ende ein wenig zu schnell eine Wendung präsentiert, von der ich noch immer nicht so richtig weiß, was ich davon halten soll und die mein Leseerlebnis am Ende ein klein wenig gedämpft hat. Nichtsdestotrotz wird im Buch ein wichtiges Thema angesprochen: Frauen im Arbeitsleben und Frauen im Arbeitsleben im Verhältnis zu Männern. Ich habe mir während des Lesens viele Gedanken gemacht und das Erzählte auch mit meiner Realität immer wieder abgeglichen. Ich finde, das Buch kann einen ins Grübeln und Reflektieren bringen. Dabei ist es aber kein Sachbuch, so dass man nicht zwangsläufig reflektieren muss, sondern sich als Leser auch einfach unterhalten lassen kann. Das finde ich wirklich großartig gemacht. Alles in allem hätte ich nie gedacht, dass mir das Buch so unglaublich gut gefallen würde. Und dass es ein Genre gibt, in dem ein Roman irgendwie auch eine Art Thriller ist – und doch auch nicht. Ich kann mir sicher das ein oder andere von den Frauen des Buches abschauen. Denn Mut, für seine Rechte einzustehen und sich nicht kleinmachen zu lassen, ist wirklich so wichtig. Ich finde einfach, dass es ein lesenswert und auch lehrreiches Buch ist, dass ich mit gutem Gewissen empfehlen kann!