Nora Stern ist Schauspielerin, Mutter, Alkoholikerin und seit drei Jahren abstinent. Bis sie in einem fremden Partykeller erwacht. Niedergeschlagen und verschleppt. Auf dem Bartresen: ein gut sortiertes Buffet. Getränke? Nichts – außer Alkohol. Nach vier Tagen kommt sie auf einer Wiese zu sich. In Freiheit, aber zurück an der Flasche. Nora muss trocken werden. Schnell. Bald stehen Dreharbeiten an, und im Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann macht sich Trunkenheit eher schlecht. Nur: So leicht ist es nicht. Als sie sich an einer Tankstelle Nachschub besorgen will, wird sie von einem Paparazzo abgelichtet. Das kann kein Zufall sein. Sie beginnt zu ermitteln. Gegen Widerstände. Gegen alte Feinde. Und gegen eine Sucht, die geduldig auf jede Chance wartet. – Ein bitterkomischer Roman über Abhängigkeit, Demütigung und die dünne Linie zwischen Täter und Opfer. –
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Voll im falschen Film
Nora Stern ist Schauspielerin, Mutter, Alkoholikerin und seit drei Jahren abstinent. Bis sie in einem fremden Partykeller erwacht. Niedergeschlagen und verschleppt. Auf dem Bartresen: ein gut sortiertes Buffet. Getränke? Nichts – außer Alkohol. Nach vier Tagen kommt sie auf einer Wiese zu sich. In Freiheit, aber zurück an der Flasche. Nora muss trocken werden. Schnell. Bald stehen Dreharbeiten an, und im Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann macht sich Trunkenheit eher schlecht. Nur: So leicht ist es nicht. Als sie sich an einer Tankstelle Nachschub besorgen will, wird sie von einem Paparazzo abgelichtet. Das kann kein Zufall sein. Sie beginnt zu ermitteln. Gegen Widerstände. Gegen alte Feinde. Und gegen eine Sucht, die geduldig auf jede Chance wartet. – Ein bitterkomischer Roman über Abhängigkeit, Demütigung und die dünne Linie zwischen Täter und Opfer. –
Popular Reviews(2)
Manchmal steckt hinter der Stille eine Geschichte, die erzählt werden muss … Wiebke Lorenz gehört für mich zu den Autorinnen, deren Thriller ich immer sehr gern gelesen habe. Umso öfter habe ich mich in den vergangenen Jahren gefragt: Warum ist es eigentlich so ruhig um sie geworden? Dann kam „Voll im falschen Film“ und plötzlich bekam diese Frage eine ganz andere Bedeutung. Im Mittelpunkt steht Nora Stern: Schauspielerin, Mutter und seit genau drei Jahren trockene Alkoholikerin. Nach einem Überfall erwacht sie in einem fremden Partykeller: eingesperrt, umgeben von Alkohol und ohne alkoholfreie Alternative. Vier Tage später kommt sie frei, doch ihre Sucht ist zurück. Für Nora beginnt ein verzweifelter Kampf. Niemand darf von ihrem Rückfall erfahren, denn wichtige Dreharbeiten stehen bevor und gleichzeitig kämpft sie mit ihrem Ex-Mann um das Sorgerecht für ihre Kinder. Doch da ist noch eine andere Frage: Wer hat ihr das angetan – und warum? Wiebke Lorenz gelingt etwas, das ich bei diesem Thema nicht erwartet hätte: Der Roman ist beklemmend, emotional und schonungslos ehrlich, gleichzeitig aber auch bitterkomisch und wunderbar sarkastisch. Dieser Humor nimmt der Sucht zu keinem Zeitpunkt ihre Ernsthaftigkeit. Im Gegenteil, gerade der Wechsel zwischen Tragik und absurden Momenten macht die Geschichte für mich so menschlich. Besonders beeindruckt hat mich Nora. Sie ist widersprüchlich, macht Fehler und trifft Entscheidungen, bei denen ich sie manchmal am liebsten geschüttelt hätte. Gleichzeitig lässt Lorenz uns durch ihre intensiven inneren Monologe sehr nah an ihre Ängste, ihre Scham und ihren Kampf gegen die Sucht heran. Und natürlich ist da auch die Spannung, die ich an Wiebke Lorenz schon immer mochte. Nur befindet sich der größte Abgrund dieses Mal nicht allein im Außen – sondern in Nora selbst. Ich wollte eigentlich nur wissen, was aus der Thrillerautorin Wiebke Lorenz geworden ist. Gefunden habe ich eine Autorin, die mir mit diesem Roman eine ganz andere Seite von sich gezeigt hat. „Voll im falschen Film“ hat mich überrascht, berührt, zum Nachdenken gebracht und gleichzeitig bestens unterhalten. Für mich nicht einfach nur ein gelungenes Comeback, sondern ein Roman, der noch lange nachhallt.
Unterhaltsame Literatur. Zwar weiß man, nach der Hälfte etwa, wer für alles verantwortlich ist, aber man bleibt gerne dabei. Gut geschriebener Einblick in die Gefühlswelt einer Alkoholkranken. Andere Figuren bleiben eher blass.