4.8

The Warm Hands of Ghosts

By Claudia Rapp, Katherine Arden

Format:Softcover
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Belgien 1917, Erster Weltkrieg: Der kanadische Soldat Freddie kämpft gemeinsam mit einem schwer verwundeten deutschen Soldaten in einem eingestürzten Bunker ums Überleben … Einige Zeit später: Während in Flandern immer noch die Granaten einschlagen, erhält die Krankenschwester Laura ein Paket mit der Uniform ihres Bruders Freddie. Zunächst deutet sie es als eine Botschaft dafür, dass er gefallen sein muss. Doch bald häufen sich unheimliche Anzeichen, die auf etwas ganz anderes hindeuten. Deshalb reist Laura nach Flandern, um herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Dort hört sie Gerüchte über Geister, verfluchte Schützengräben und einen Mann, der die magische Fähigkeit besitzt, die Schrecken des Krieges aus den Erinnerungen verschwinden zu lassen. Doch zu welchem Preis? Ein beklemmender und kraftvoller historischer Roman der Bestsellerautorin der Winternacht-Trilogie. Naomi Novik: »Eine spektakuläre Meisterleistung von einer meiner Lieblingsautorinnen. So wunderbar tiefgründig und eindringlich, dass man meinen könnte, dafür sei ein faustischer Pakt nötig gewesen.« Anthony Horowitz: »Ein großartiger Roman. Visionär, fantasievoll und brillant geschrieben.« Helene Wrecker: »Ein Pageturner der Extraklasse, ein Meisterwerk, das historischen Realismus nahtlos mit dem Übernatürlichen verbindet.« Ava Reid: »Voll düsterer Schönheit und zutiefst menschlich – eine Liebesgeschichte, die sogar den Schleier des Todes durchdringt. Dieser Roman wird dein Herz berühren und dir unter die Haut gehen.« Dieser Roman erscheint auch als limitierte Sonderausgabe und kann HIER vorbestellt werden.

Mystery, Thriller, Horror & Crime
480 pagesSoftcover
First published March 26, 2026

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Popular Reviews(2)

4.8(3 ratings)
'ThushaReviewed by 'Thusha

𝗠𝗜𝗧 𝗦𝗣𝗢𝗜𝗟𝗘𝗥 Ich bin beeindruckt, zutiefst traurig und gleichzeitig entsetzt. 𝘛𝘩𝘦 𝘞𝘢𝘳𝘮 𝘏𝘢𝘯𝘥𝘴 𝘖𝘧 𝘎𝘩𝘰𝘴𝘵𝘴 hat mich emotional sehr mitgenommen und mich nach dem Beenden mit einem Gefühl zurückgelassen, das ich gar nicht so richtig beschreiben kann: ängstlich, verstört, aber auf eine positive Art. Es ist eines dieser Bücher, über die ich auch nach dem Lesen noch lange nachdenken werde. Katherine Ardens Schreibweise hat mich unglaublich gefesselt. Besonders beeindruckt hat mich ihre Fantasie und die Art, wie sie die übernatürlichen Elemente mit den historischen Ereignissen des Ersten Weltkriegs verbindet. Dabei hatte ich nie das Gefühl, dass die Fantasy die historische Realität überlagert. Im Gegenteil: Gerade durch die geschichtliche Genauigkeit wirkte vieles noch erschreckender. Eine meiner stärksten Interpretationen war Farland als eine Art Personifizierung von Kriegstrauma beziehungsweise PTBS. Ich weiß natürlich nicht, ob Arden ihn tatsächlich genau so konzipiert hat, aber für mich funktioniert diese Lesart erstaunlich gut. Farland nimmt den Soldaten ihre Erinnerungen, ernährt sich von ihnen und gibt sie ihnen später durch seine Geige wieder. Für mich hatte das etwas von Flashbacks: Etwas, das verdrängt wurde, wird plötzlich wieder mit voller Gewalt zurückgebracht. Gleichzeitig empfand ich Farland auch als Verkörperung von Verdrängung. Das Vergessen wird zunächst wie eine Erlösung angeboten – keine Erinnerungen, kein Schmerz, keine Schuld, keine Angst. Aber mit den Erinnerungen verliert man eben auch einen Teil von sich selbst. Und genau diese Ambivalenz fand ich unglaublich spannend und teilweise völlig brainf*ck. Überhaupt habe ich das Buch sehr stark als Anti-Kriegsroman wahrgenommen. Der Krieg wird nicht romantisiert oder heroisiert. Stattdessen zeigt Arden, was er mit Menschen macht – während und vor allem auch nach dem Krieg. Die eigentliche Grausamkeit besteht nicht nur in den Schlachten und den Toten, sondern darin, dass die Erlebnisse die Überlebenden weiterhin verfolgen. Besonders berührt hat mich die Beziehung zwischen Winter und Freddie. Ihre Verbindung ist auf so vielen Ebenen emotional und tragisch. Beide teilen eine Erfahrung, die sie für immer verändert hat, und ich hatte beim Lesen zunehmend das Gefühl, dass sie füreinander zu einer Art Beweis geworden sind, dass das Erlebte tatsächlich passiert ist. Sie sind gegenseitig ihre Erinnerung an den Krieg. Deshalb war ich am Ende gleichzeitig froh und traurig, dass sie zueinander gefunden haben. Es war schön, aber auch schmerzhaft, weil ihre Beziehung so eng mit ihrer gemeinsamen traumatischen Erfahrung verbunden ist. Der jeweils andere ist vielleicht das Letzte, woran sie sich festhalten können, um nicht vollständig den Bezug zur Realität zu verlieren. Überhaupt ist Wahnsinn für mich eines der zentralen Themen des Buches. Man kann ihm nicht einfach entkommen. Erinnerungen, Verdrängung, Schuld, Verlust und Trauma greifen immer wieder ineinander. Und gerade dadurch empfand ich die Geschichte teilweise als ausgesprochen unheimlich. Auch Pims Schicksal hat mich sehr berührt. Besonders tragisch fand ich, wie sie nach außen weiterhin die feine Dame spielt, die den Tod ihres Sohnes nicht wirklich an sich heranlässt. Sie versucht stark zu bleiben und verdrängt ihren Schmerz. Dabei ist sie genauso traumatisiert wie die Soldaten – nur auf eine andere Weise. Dass ausgerechnet sie am Ende Farland in die Hände fällt, hatte für mich deshalb etwas beinahe Unausweichliches. Sie kann dem Tod ihres Sohnes nicht für immer davonlaufen. Eine Sache, die mich allerdings gestört hat, waren die häufigen Perspektivwechsel. Ich verstehe, warum sie für die Geschichte wichtig sind, und rückblickend funktionieren sie auch. Trotzdem war ich teilweise so tief in einer Perspektive gefangen, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es dort weitergeht – und dann wurde ich wieder herausgerissen. Das hat meinen Lesefluss gelegentlich etwas gebremst. Auch das Ende hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen. Einerseits war ich froh, dass die Geschichte vergleichsweise „gut“ ausgeht. Andererseits fühlte sich die Auflösung für mich zu schnell und stellenweise fast etwas zu klischeehaft an. Gerade weil das Buch so intensiv mit Trauma und seinen Folgen arbeitet, hätte ich mir gewünscht, dass auch das Leben nach dem Krieg und die langfristigen Konsequenzen von PTBS noch stärker thematisiert werden. Natürlich ist mir bewusst, dass das auch eine Frage des Umfangs ist. Hätte Arden diesen Aspekt wirklich ausführlich behandeln wollen, hätte daraus vermutlich eine deutlich längere Geschichte oder sogar eine Reihe werden müssen. Trotz dieser Kritik hat mich das Buch tief bewegt. Es hat mich verstört, teilweise geängstigt und an einigen Stellen sprachlos gemacht – und genau deshalb wird es mir wahrscheinlich noch lange im Gedächtnis bleiben. Für mich ist 𝘛𝘩𝘦 𝘞𝘢𝘳𝘮 𝘏𝘢𝘯𝘥𝘴 𝘖𝘧 𝘎𝘩𝘰𝘴𝘵𝘴 vor allem eine Geschichte über Erinnerung und Verdrängung, über Krieg und seine Folgen, über Verlust und darüber, wie sehr Menschen einander brauchen, um sich selbst und ihre eigene Realität nicht zu verlieren. Ein Buch, das mich emotional sehr getroffen hat – und eines, über das ich nach dem Lesen noch lange nachdenken werde.

BettyReviewed by Betty

Ich habe die ganze Zeit überlegt wie ich dieses Buch beurteilen soll, das es 5 Sterne sind und ein Highlight stand außer Frage. Aber wie den Rest... Ersteinmal es handelt um eine Schlacht im ersten Weltkrieg aber davon darf man sich nicht abschrecken lassen, es geht um so viel mehr um das dazwischen und darüber hinaus. Ich kann nur soviel sagen es ist ein Buch was man genießen und verstehen muss und das kann man nur wenn man auch für solch eine Welt offen ist es ist vielleicht nicht für jeden aber es ist unfassbar genial geschrieben... Ich hoffe es kann jemand mit dieser kritischen Beschreibung anfangen. Aber diese Worte sind aus einem Bauchgefühl heraus entstanden.

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