The Slaughterman's Daughter The Avenging of Mende Speismann at the Hands of Her Sister Fanny
WINNER OF THE WINGATE PRIZE 2021 SUNDAY TIMES "MUST READS" PICK ECONOMIST "BEST BOOKS OF 2020" PICK KIRKUS REVIEWS "10 BOOKS TO LOOK FOR IN 2021" PICK "Boundless imagination and a vibrant style . . . a heroine of unforgettable grit" DAVID GROSSMAN "A story of great beauty and surprise" GARY SHTEYNGART The townsfolk of Motal, an isolated, godforsaken town in the Pale of Settlement, are shocked when Fanny Keismann - devoted wife, mother of five, and celebrated cheese-maker - leaves her home at two hours past midnight and vanishes into the night. True, the husbands of Motal have been vanishing for years, but a wife and mother? Whoever heard of such a thing. What on earth possessed her? Could it have anything to do with Fanny's missing brother-in-law, who left her sister almost a year ago and ran away to Minsk, abandoning their family to destitution and despair? Or could Fanny have been lured away by Zizek Breshov, the mysterious ferryman on the Yaselda river, who, in a strange twist of events, seems to have disappeared on the same night? Surely there can be no link between Fanny and the peculiar roadside murder on the way to Minsk, which has left Colonel Piotr Novak, head of the Russian secret police, scratching his head. Surely a crime like that could have nothing to do with Fanny Keismann, however the people of Motal might mutter about her reputation as a vilde chaya, a wild animal . . . Surely not. Translated from the Hebrew by Orr Scharf
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The Slaughterman's Daughter The Avenging of Mende Speismann at the Hands of Her Sister Fanny
WINNER OF THE WINGATE PRIZE 2021 SUNDAY TIMES "MUST READS" PICK ECONOMIST "BEST BOOKS OF 2020" PICK KIRKUS REVIEWS "10 BOOKS TO LOOK FOR IN 2021" PICK "Boundless imagination and a vibrant style . . . a heroine of unforgettable grit" DAVID GROSSMAN "A story of great beauty and surprise" GARY SHTEYNGART The townsfolk of Motal, an isolated, godforsaken town in the Pale of Settlement, are shocked when Fanny Keismann - devoted wife, mother of five, and celebrated cheese-maker - leaves her home at two hours past midnight and vanishes into the night. True, the husbands of Motal have been vanishing for years, but a wife and mother? Whoever heard of such a thing. What on earth possessed her? Could it have anything to do with Fanny's missing brother-in-law, who left her sister almost a year ago and ran away to Minsk, abandoning their family to destitution and despair? Or could Fanny have been lured away by Zizek Breshov, the mysterious ferryman on the Yaselda river, who, in a strange twist of events, seems to have disappeared on the same night? Surely there can be no link between Fanny and the peculiar roadside murder on the way to Minsk, which has left Colonel Piotr Novak, head of the Russian secret police, scratching his head. Surely a crime like that could have nothing to do with Fanny Keismann, however the people of Motal might mutter about her reputation as a vilde chaya, a wild animal . . . Surely not. Translated from the Hebrew by Orr Scharf
Popular Reviews(1)
4,5 Sterne Zu Beginn dachte ich, das wird ein absolutes Highlight. Und lange sah es auch total so aus. Allerdings hat mich das Buch im letzten Drittel etwas verloren. Ich fand ab da bekam es einige Längen und es hat sich mir nicht immer so ganz erschlossen, warum diese Punkte noch erzählt wurden. Es gab jedenfalls mehrere Kapitel die mir keinen Mehrwert geboten haben. Trotzdem fand ich den Roman über weite Strecken hinweg großartig und würde ihn daher auch immer weiter empfehlen, wenn mich jemand fragt, ob ich einen Roman zu jüdischem Leben im 19. Jahrhundert kenne. Was mir gefehlt hat war ein Glossar und auch ein Personenregister. Da der Roman verschiedenen Charakteren folgt, verliert man ehrlich gesagt immer mal den Überblick wer wer ist. Es gibt nämlich keine feste Reihenfolge in der diese auftauchen. Außerdem ist die Geschichte doch schon offensichtlich an ein Publikum gerichtet, das die jüdischen Begriffe kennt und sie ein zu ordnen weiß. Da hätte ich vom Verlag erwartet, eben Erläuterungen vor zu finden. Und obwohl ich mich durchaus auskenne, war mir eben nicht alles geläufig. Ich glaube in einer deutschsprachigen Übersetzung würde es einen Anhang geben. Nun zum eigentlichen Inhalt. Ich fand The Slaughterman's Daughter immer dann besonders lesenswert wenn es um jüdisches Leben und die jüdische Gemeinschaft geht, in der alles seinen Ausgang findet. Man merkt das der Autor hier sehr gut recherchiert hat und auch einen wissenschaftlichen Berater hatte. Es war aber lebendig erzählt und mir gefiel vor allem auch der starke Fokus auf die Frauenfiguren. Die haben kaum eine Chance aus ihrer Rolle aus zu brechen, und sobald sie verlassen werden und der Ehemann unauffindbar bleibt, haben sie so gut wie keine Möglichkeiten Gesellschaftlich wieder anerkannt zu werden. Dieser Status der Agunah (wie es im hebräischen heißt) ist damit ein Schwebezustand, der Frauen noch stärker einschränkte. Sie haben sich weiterhin wie eine Ehefrau zu verhalten, durften aber gleichzeitig nicht noch einmal heiraten. Was übrigens für den Mann nicht galt... Interessant ist hier, das Fanny im Grunde das gleiche macht wie ihr Schwager. Während aber über diesen kaum schlecht gesprochen wird, wird Fanny sofort stigmatisiert und ihre Schwiegermutter denkt sogar darüber nach, wie sie den eigenen Sohn schnell wieder verheiraten könnte und wer dafür in Frage käme. Das russische Zarenreich Ende des 19. Jahrhunderts war antisemitisch geprägt. Gleichzeitig ist es aber auch eine Zeit mit reicher jüdischer Kultur in diesen Gebieten, aber einer Kultur die sich von den Shtetln wegbewegte. Durch verschiedene Progrome flohen viele Juden/Jüdinnen in die USA oder in andere europäische Gebiete. Und ja, der Antisemitismus spielt durchaus eine Rolle, ist aber nicht! das Hauptthema des Buches. Im Zentrum stehen die vielen Geschichten, die der Autor in seinem Roman erzählt. Fanny ist dabei dreh und Angelpunkt und verbindet die eine Welt des Shtetls mit der in den Städten, den Soldaten und sogar letztendlich dem ganzen Zarenreich. Durch die verschiedenen Blickwinkel entsteht ein lebendiges Bild dieser vielen Menschen. Alle haben unterschiedliche Blicke auf die Ereignisse und dadurch auch sehr unterschiedliche Meinungen. Fanny z.B. möchte eigentlich vor allem eines: den Ehemann ihrer Schwester zurückholen, damit er sich seiner Verantwortung stellt. Doch für ihre Familie sind ihre Beweggründe nicht verständlich, sie sehen nur eine Frau die ihre Kinder im Stich lässt. Die russischen Soldaten glauben gar an eine politische Verschwörung. Der Roman ist so vieles,... Einen historischer Blick auf eine Zeit die in Deutschland meist nicht aus jüdischem Blickwinkel erzählt wird. Er greift dabei auch feministische Motive auf und lässt viele Frauen zu Wort kommen, an einigen Stellen hat das Ganze auch einen tollen Humor und ist fast ein wenig absurd. Es gibt sogar Elemente von Kriminal- und Abenteuergeschichten. Manchmal verliert sich der Autor aber eben auch in diesen vielen Verschiedenen Aspekten und den vielen unterschiedlichen Blickwinkeln die er sehr ausführlich erzählt. Das führt dann auch zu den bereits erwähnten Längen an manchen Stellen. Gleichzeitig entsteht ein sehr lebendiges Bild über jüdisches Leben im Zarenreich, wenn auch der Fokus schon sehr stark auf den Figuren liegt. Ich fand es trotz meiner Kritikpunkte wirklich sehr gut, aber ein absolutes Highlight wurde es wie gesagt dann doch nicht mehr.