Ich habe selten in einem Roman eine derart konzentrierte, stille emotionale Spannung verspürt, die sich von Seite zu Seite steigert. Zwischen den beiden Schwestern stimmt es hinten und vorne nicht, beide ringen miteinander um die Vorherrschaft in dieser Familie. (...) Überraschend kommt das kein bisschen erdenschwer daher, im Gegenteil, es ist fast federleicht geschrieben, witzig aber auch bitterböse.
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Erwachsene Menschen
By Marie Aubert, Ursel Allenstein
Ich habe selten in einem Roman eine derart konzentrierte, stille emotionale Spannung verspürt, die sich von Seite zu Seite steigert. Zwischen den beiden Schwestern stimmt es hinten und vorne nicht, beide ringen miteinander um die Vorherrschaft in dieser Familie. (...) Überraschend kommt das kein bisschen erdenschwer daher, im Gegenteil, es ist fast federleicht geschrieben, witzig aber auch bitterböse.
Popular Reviews(2)
gesellschaftskritischer Roman mit unterschiedlichen, für mich ehrlichen Blickwinkel auf das Thema Familie und Kinder. Ich hatte mich auf das Buch gefreut und wurde nicht entäuscht. Es war toll zu lesen :-)
Dieser Roman war wirklich hart zu lesen. Eine Familie trifft sich zur Feier des 65. Geburtstags der Mutter in ihrem Sommerhaus. Die beiden Töchter sind sehr verschieden und haben seit ihrer Kindheit nicht aufgearbeitete Konflikte miteinander. Beide haben einen starken Kinderwunsch, allerdings ist Ida Single, während Marthe verheiratet ist und eine Stieftochter hat. Ida muss sich langsam der Tatsache stellen, dass sie wahrscheinlich kinderlos bleibt, während Marthe auf dem Treffen verkündet, dass sie schwanger ist. Der Leser darf hier ein kompliziertes Netz familiärer Beziehungen beobachten. Ida ist neidisch auf Marthe und verbittert, weil diese in ihren Augen immer mehr Aufmerksamkeit bekommen hat; tatsächlich scheint Marthe ihre chronische Krankheit auszunutzen, um ihren Willen durchzusetzen. Marthe ist auch nicht zufrieden mit ihrem Leben, weil sich die Beziehung zu ihrer Stieftochter kompliziert gestaltet; außerdem gibt es unausgesprochene Konflikte mit ihrem Ehemann. Die Mutter hat kürzlich noch einmal einen Mann lieben gelernt, mit dem sich die Kinder nicht besonders gut verstehen. Der Roman ist aus Idas Sicht erzählt, sodass der Fokus auf ihren negativen Gefühlen und bösen und kleinlichen Gedanken liegt; allerdings lässt sich gut erkennen, dass auch Marthe kein Unschuldslamm ist und ihre Krankheit durchaus zu ihrem Vorteil ausspielt. Wirklich sympathisch kommt eigentlich nur die 8jährige Stieftochter von Marthe rüber.