Eines Tages erhält die Schriftstellerin Juliet, die in den späten vierziger Jahren in London lebt, einen erstaunlichen Brief. Absender ist Dawsey Adams, ein Bauer von der Kanalinsel Guernsey, der antiquarisch ein Buch erworben hat, das zuvor ihr gehörte. Da ihre Adresse vorn im Buch steht, wendet er sich an sie, um mehr über den Autor zu erfahren, der ihn fasziniert. Zwischen der Literatin und dem Bauern entspinnt sich ein anrührender Briefwechsel, durch den Juliet von der Existenz der „Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society“ erfährt, einer literarischen Gesellschaft, die die Inselbewohner – ungeübte Leser – gründeten, um sich über die schwere Kriegszeit hinwegzuhelfen. Je mehr Juliet über Dawsey und die anderen erfährt, desto mehr wünscht sie sich sie zu treffen. Sie beschließt, auf die Insel zu reisen. Dort stößt sie auf die Geschichte von Elizabeth, einem verschollenen Mitglied der Literarischen Gesellschaft, und ihre große Liebe zu einem deutschen Offizier. Und sie lernt Dawsey kennen…
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Deine Juliet
Eines Tages erhält die Schriftstellerin Juliet, die in den späten vierziger Jahren in London lebt, einen erstaunlichen Brief. Absender ist Dawsey Adams, ein Bauer von der Kanalinsel Guernsey, der antiquarisch ein Buch erworben hat, das zuvor ihr gehörte. Da ihre Adresse vorn im Buch steht, wendet er sich an sie, um mehr über den Autor zu erfahren, der ihn fasziniert. Zwischen der Literatin und dem Bauern entspinnt sich ein anrührender Briefwechsel, durch den Juliet von der Existenz der „Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society“ erfährt, einer literarischen Gesellschaft, die die Inselbewohner – ungeübte Leser – gründeten, um sich über die schwere Kriegszeit hinwegzuhelfen. Je mehr Juliet über Dawsey und die anderen erfährt, desto mehr wünscht sie sich sie zu treffen. Sie beschließt, auf die Insel zu reisen. Dort stößt sie auf die Geschichte von Elizabeth, einem verschollenen Mitglied der Literarischen Gesellschaft, und ihre große Liebe zu einem deutschen Offizier. Und sie lernt Dawsey kennen…
Popular Reviews(3)
Buch 5/2026. Was für ein bezauberndes Buch! Jede einzelne Person in diesem Briefroman hätte ich gern getroffen und trotz der wirklich schrecklichen Schicksale, die sie teils hatten war das trotzdem ein positives und optimistisches Lesevergnügen.
Ein wunderschönes Buch. Bezaubernd geschrieben.
Ich hätte dieses Buch mit diesem Cover und diesem Titel (deutsche Edition!) niemals selbst in die Hände genommen, daher bin ich umso froher, dass es mir letztes Weihnachten zugewichtelt wurde. Denn hier handelt es sich um einen wunderbaren Brief-Roman, der mich in seinen Bann gezogen hat und den ich gar nicht weg legen wollte. Ein Buch über einen Buchclub, über das Schreiben, über Bücher und wie Menschen darüber zusammen kommen. Es erinnerte mich an vielen Stellen an Literat, meinen eigenen Buchclub. 1946, Juliet beginnt eine "Brieffreundschaft" mit verschiedenen Menschen von der britischen Kanalinsel Guernsey. Sie alle haben gemein, dass sie zu einem Buchclub gehören, der während der deutschen Besatzungszeit im zweiten Weltkrieg mehr zum Vorwand gegründet wurde, dann aber zu einem Kernpunkt und großer Bereicherung des Lebens der Menschen wurde. Juliet, selbst Autorin, verliebt sich in die Menschen und ihre Geschichten und reist irgendwann selbst auf die Insel. Die Bewohner:innen der Insel haben alle ihre einzelnen Geschichten und Päckchen aus dem Krieg mit genommen. Sie wachsen mir ans Herz und ich wäre gerne selbst mal dabei bei einer der Buchclub-Sitzungen, die auf Guernsey auch nach dem Krieg weiterhin stattfinden. Die Geschichten erzählen sich vollständig durch Briefdialoge - ausgenommen ein kurzer Teil am Ende, der quasi eine Art Tagebuch bzw kommissarische Tatsachen-Reportage darstellt (hab ich sehr gemocht!). Die Aufbereitung in kürzere und längere Briefe macht es leicht, immer wieder schnell in die Geschichte zu finden und ich zumindest kann dieses Format sehr schnell "weglesen" (ging mir bei dem Interview-Format bei Daisy Jones & the Six auch schon so). Ich hatte große Freude an der Geschichte, die Sprache war schön, einziges Manko ist, dass ich mir mehr Varianz in der Sprache und Ausdrucksweise in den verschiedenen Briefen gewünscht hätte. Mit kleinen Ausnahmen klang eigentlich jeder Brief gleich, egal wer der vielen Charaktere ihn verfasst hat. Das sollte anders sein (oder? Geht das gut anders, wenn alles aus einer Feder stammt? Habt ihr Empfehlungen?) Ich bin gespannt auf unsere Literat Sitzung im September, wo wir "Brief-Romane" generell besprechen. Mal schauen, was die anderen so gelesen haben und wie wir das Format insgesamt bewerten.