Beth is Dead
By Katie Bernet, Jodie Ahlborn, Julia Nachtmann, Nina Reithmeier, Lisa Cardinale, Der Audio Verlag
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Beth is Dead
By Katie Bernet, Jodie Ahlborn, Julia Nachtmann, Nina Reithmeier, Lisa Cardinale, Der Audio Verlag
Popular Reviews(1)
„Wir hatten alle unsere Geheimnisse und Beth bildete da bestimmt keine Ausnahme.“ 🧑🎓👩💻🤵♀️👩🎤 Holy peperoni, dieses (Hör-)Buch hält, was es verspricht. Geheimnisse, Wendungen und neue Verdachtsmomenten am laufenden Band. „Beth is dead“. Das große Fragezeichen steht von Beginn an im Raum. Von den vier Schwestern weilen nur noch drei unter uns. Doch was ist passiert? Der Beginn erfordert Aufmerksamkeit: Vier Perspektiven, erzählt auf zwei Zeitebenen, drei verbleibende „March-Sisters“ auf der Suche nach dem Täter (oder der Täterin?). Begleitet von den kleinen und großen Hürden, die das eigene Leben zeitgleich für sie bereithält. Das Hörbuch lebt besonders von den Perspektivwechseln. Die Kapitel sind kurz, die Wechsel entsprechend schnell. Katie Bernet hat uns hier eine Sahnetorte an Charakterbuilding geliefert. Die Figuren weisen Charakterzüge auf, die nicht immer sympathisch wirken. Darin liegt meines Erachtens eine große Stärke, denn ich erlebte fühlbare „echte“ Figuren, mir emotionaler Tiefe, Reflexionsprozessen und Ecken und Kanten. Protagonistinnen, die Fehler machen und dabei, jede für sich, in ihrer Individualität ausgearbeitet sind. Die vier Schwestern zeigen kraftvolle und verletzlichen Seiten und bieten damit ganz unterschiedliche Projektionsflächen für die Leser- und Hörerschaft. Die Sprecherinnen hauchen den „March sisters“ mit ihren Stimmen Leben ein. Besonders stark gelang es Lisa Cardinale, mit ihrer Intonation und Betonung, „Amy March“ zu sprechen und ihre Persönlichkeit herauszuarbeiten. Auch Nina Reithmeiers Interpretation der „Jo March“ ist in diesen Punkten nennenswert, der jugendliche Touch inklusive. Emotional hat mich Jodie Ahlborn als „Beth March“ abgeholt. Einerseits setzt sie ihre Stimme toll zur Vertonung u. a. von Großvater Hummel ein, andererseits transportiert sie die Entwicklung von Beth sehr mitfühlend. Da musste ich definitiv an der ein oder anderen Stelle schlucken, um den Kloß im Hals nicht zu groß werden zu lassen. Die Spannung wird über das ganze Hörbuch von den Sprecherinnen mitgetragen. Das macht Spaß und erzeugt das Gefühl ein Teil diese Schwesterngang zu sein. Der Vibe der Geschichte entspricht Holly Jackson‘s „A good girls guide to murder“ und Katie Kento‘s „Hotel Ambrossia“. Genau dort reiht sich „Beth is dead“ ein und streift verschiedene aktuelle Themen im Vorbeigehen. Das macht die Geschichte für mich noch ein Stück realistischer und greifbarer. Katie Bernett hat für mich auch inhaltlich clever konzipiert. Die Einbettung der Bücher im Buch gefiel mir besonders. Die Ungewissheit, die Unsicherheit, aber auch die manchmal fehlende Kommunikation zwischen den Figuren nahmen mich mit. Ungefähr nach der Hälfte zeichnete sich bei mir ein recht klarer Verdacht ab. Mit dieser Brille ermittelte ich aktiv mit, um meine Theorie zu überprüfen. Lob an mich selbst, mein detektivisches Gespür war am Schluss wieder einmal exzellent. Auch über den Tellerrand der Jugend, macht „Beth is dead“ unglaublich Spaß und gibt mir als Hörbuch fast ein wenig Hörspielvibes. Ich bedanke mich bei DAV (Der Audio Verlag) und NeGellayDe für dieses tolle Hörbuch. Und für diejenigen, die am liebsten ein waschechtes Buch ihr eigene nennen, ihr habt Glück. Da hat der Verlag ganze Arbeit geleistet inklusive bucheigenem Lesezeichen 😍.