Marcel Reich-Ranicki

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Marcel Reich-Ranicki (1920–2013) war ein deutsch-polnischer Literaturkritiker und Publizist. 1929 zog seine Familie von Polen nach Berlin. Nach seiner Deportation nach Polen im Jahr 1938 musste er ab 1940 im Warschauer Ghetto leben; Anfang 1943 gelang ihm gemeinsam mit seiner Frau Teofila die Flucht in den Untergrund. Nach einer Tätigkeit im polnischen diplomatischen Dienst arbeitete er als Journalist, Übersetzer und Literaturkritiker. Ab 1958 lebte und arbeitete er in der Bundesrepublik Deutschland, unter anderem für die FAZ, Die Welt und Die Zeit. Von 1988 bis 2001 leitete er im ZDF das „Literarische Quartett“. Er lehrte als Gastprofessor an mehreren Universitäten und erhielt zahlreiche Ehrendoktorwürden. Reich-Ranicki galt als einer der bedeutendsten deutschen Literaturkritiker.

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