Ernst Cassirer

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Ernst Cassirer (1874–1945) war ein deutscher Philosoph und ein bedeutender Vertreter des Marburger Neukantianismus. Er studierte unter anderem in Berlin und promovierte 1899 bei Paul Natorp mit einer Arbeit über Descartes. Nach seiner Habilitation lehrte er in Berlin und erhielt 1919 einen Ruf an die neu gegründete Universität Hamburg. Dort arbeitete er eng mit der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg zusammen. Sein Hauptwerk, die dreibändige „Philosophie der symbolischen Formen“ (1923–1929), entwickelte eine systematische Philosophie der Kultur und untersuchte Sprache, Kunst, Mythos und Wissenschaft als Formen menschlicher Sinngebung. Zu seinen weiteren wichtigen Schriften zählen „Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit“, „Freiheit und Form“ und „Die Philosophie der Aufklärung“. 1933 emigrierte Cassirer zunächst nach England und später nach Schweden, wo er die schwedische Staatsbürgerschaft annahm; 1941 übersiedelte er in die Vereinigten Staaten.

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