Luca Kieser wurde 1992 in Tübingen geboren. Er studierte Philosophie sowie Sprachkunst und ist inzwischen auf Naturethik spezialisiert. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Wortmeldungen Förderpreis, dem Lyrik-Lichtungen-Stipendium und für einen Auszug aus »Weil da war etwas im Wasser« mit dem FM4-Wortlaut. Er lebt in Wien.
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Weil da war etwas im Wasser
von Luca Kieser
Luca Kieser wurde 1992 in Tübingen geboren. Er studierte Philosophie sowie Sprachkunst und ist inzwischen auf Naturethik spezialisiert. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Wortmeldungen Förderpreis, dem Lyrik-Lichtungen-Stipendium und für einen Auszug aus »Weil da war etwas im Wasser« mit dem FM4-Wortlaut. Er lebt in Wien.
Aktuelle Rezensionen(5)
Es ist wirklich faszinierend, welche Geschichten manche Menschen im Kopf haben. Tatsächlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es war ziemlich weird im positiven Sinne, auch wenn in der Geschichte viele Sprünge waren und ich die Logik vieler Teile einfach nicht verstanden habe bzw. wie diese mit der Gesamtgeschichte zusammenhängen. Manche Stellen waren auch echt eklig. Die Fußnoten fand ich ziemlich cool, und spätestens mit dem Verweis auf den Stammbaum wurde vieles klarer. Die Geschichten der einzelnen Krakenarme habe ich aufgrund der unterschiedlichen Stille sehr gern gelesen.
Kategorie „für die Uni, nicht für das Leben“
Der erste Teil des Buches handelt von einem Riesenkalmar, der als Beifang auf einen Frosttrawler gerät. Die Geschichte wird abwechselnd von dessen Armen erzählt. Diese Erzählweise fand ich ungewöhnlich und interessant, daher hat mir der Teil des Buches gut gefallen. - - Im zweiten Teil des Buches wird in die Vergangenheit gereist in die Zeit von Jules Verne und in die 1960er Jahre, als der Weiße Hai verfilmt wurde. Dies wird verflochten mit einer Verwandtschaftskonstellation der Protagonistinnen aus dem ersten Teil. Die Beschreibungen hier waren mir zu konstruiert und ausführlich.
Hat mich leider nicht abgeholt, wirr und komplex…
Für Luca Kiesers Debütroman "Weil da war etwas im Wasser" habe ich mich aufgrund des schönen Covers aus dem unabhängigen Picus Verlag entschieden. Ein paar Tage später landete er damit auf der Longlist des deutschen Buchpreises. Doppelt Glück! Der Roman teilt sich in viele Geschichten auf, die die verschiedenen Arme des Kalmars erzählen. Dabei ist spielerisch und leicht gestaltet, dass die Arme in kleinen Fußnoten immer wieder auf ihre eigenen Geschichten im Buch verweisen und sozusagen "mitreden"! Das Buch ist gespickt mit spannenden Informationen zur Unterwasserwelt, Klimaschutz und Krillfang, aber auch die Film-, Buch und Medienwelt kommt sehr ausführlich beschrieben darin vor. Dabei schafft es Luca Kieser für mich leider nicht immer, die Erzählstränge leichtfüßig miteinander zu verbinden. Die ersten 60 Seiten kam ich schlecht rein, da der Einstieg sehr abstrakt war. Der Mittelteil ist spannend geschrieben und klärte vieles. Am Ende bin ich glücklich und gespalten zugleich. Wie gehen einzelne Erzählstränge weiter? Welcher Arm erzählt welche Geschichte? Welche Side Stories habe ich überlesen? Definitiv ein Re-Read Buch, da glaube ich viele kleine Einzelheiten im Text versteckt liegen.