Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen
von John Ironmonger
Ein kleines Dorf in Cornwall, ein Eisbär und eine außergewöhnliche Wette um unsere ZukunftIn dem gemütlichen Pub eines winzigen Fischerdorfes in Cornwall kommt es am Mittsommerabend zu einer folgenreichen Zukunftswette zwischen einem Studenten und einem Politiker. Werden bald auch die 307 Bewohner des Dorfes zu spüren bekommen, wovor die Welt noch die Augen verschließt? Wird das Haus des Politikers in 50 Jahren vom Meer verschlungen werden? John Ironmonger erzählt von der dringendsten Aufgabe unserer Zeit, von einer Reise in die Arktis, von zwei schicksalhaft verbundenen Leben und nicht zuletzt von der großen Frage: Können aus Gegnern Verbündete werden, wenn es um unser aller Zukunft geht?
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Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen
von John Ironmonger
Ein kleines Dorf in Cornwall, ein Eisbär und eine außergewöhnliche Wette um unsere ZukunftIn dem gemütlichen Pub eines winzigen Fischerdorfes in Cornwall kommt es am Mittsommerabend zu einer folgenreichen Zukunftswette zwischen einem Studenten und einem Politiker. Werden bald auch die 307 Bewohner des Dorfes zu spüren bekommen, wovor die Welt noch die Augen verschließt? Wird das Haus des Politikers in 50 Jahren vom Meer verschlungen werden? John Ironmonger erzählt von der dringendsten Aufgabe unserer Zeit, von einer Reise in die Arktis, von zwei schicksalhaft verbundenen Leben und nicht zuletzt von der großen Frage: Können aus Gegnern Verbündete werden, wenn es um unser aller Zukunft geht?
Aktuelle Rezensionen(6)
Eine Wette auf die Zukunft Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen von John Ironmonger ist ein Roman, der ein sehr ernstes Thema auf seine ganz eigene, zugängliche Weise verhandelt. Ausgangspunkt ist eine Wette, die zwei Menschen miteinander verbindet, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Genau aus dieser Gegensätzlichkeit entsteht Raum für Dialog – und für die Möglichkeit von Veränderung. Ironmonger bleibt dabei seinem typischen Stil treu. Er nimmt komplexe, schwere Themen auf, verwebt sie mit persönlichen Geschichten und macht sie dadurch greifbar. Wissenschaftliche Aspekte fliessen selbstverständlich in die Handlung ein, ohne den Erzählfluss zu dominieren. Statt trockener Fakten entsteht eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig menschlich bleibt. Gerade diese Verbindung aus Wissen, Haltung und erzählerischer Leichtigkeit ist eine der grossen Stärken des Autors. Besonders gelungen ist die Idee, eine Wette als erzählerischen Motor zu nutzen. Sie zwingt die Figuren, miteinander im Gespräch zu bleiben, Positionen zu hinterfragen und Perspektiven zu wechseln. Veränderung geschieht hier nicht durch grosse Gesten, sondern durch Zuhören, Reibung und das Aushalten von Unterschieden. Das fühlt sich glaubwürdig an und macht den Roman erstaunlich aktuell. Trotz aller Stärken zeigt sich jedoch auch eine Schwäche, die man von Ironmonger bereits kennt. Stellenweise wird die Geschichte etwas langatmig. Gedankliche Exkurse und Erklärungen nehmen mitunter viel Raum ein und bremsen das Tempo. Gerade im Vergleich zur konzentrierten, fast verdichteten Erzählweise von Das Jahr des Dugong fällt auf, dass diese Kürze dort eher die Ausnahme war. Dennoch bleibt Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen ein relevantes und wichtiges Buch. Es zeigt, dass Dialog möglich ist, selbst bei scheinbar unvereinbaren Standpunkten, und dass Veränderung oft mit einer einzigen Begegnung beginnt. Ein typischer Ironmonger: klug, engagiert, menschlich – und ein Roman, der dazu einlädt, über Verantwortung, Zukunft und Hoffnung neu nachzudenken.
Ein wichtiges und schwieriges Thema, mit einer speziellen Geschichte, welche aber spass gemacht hat um sie zu lesen.
Das Cover ist ganz schlicht gehalten und kommt mit wenigen Details aus. Der Hintergrund ist türkis und von der Seite läuft ein Eisbär ins Bild. Der Titel samt Autor und Sprecher werden von einem dezenten Rahmen umfasst. So gibt es nichts, was den Betrachter vom Eisbären ablenken könnte. Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen von John Ironmonger erschien als Hörbuch im Argon Verlag. Die Geschichte wurde von Johann von Bülow eingelesen, der mit seiner Stimme das Buch zu einem Hörgenuss macht. Hin und wieder stoße ich eher zufällig auf Hörbücher, die von ihm eingesprochen wurden, so auch hier. Von diesem Hörbuch bin ich mehr oder weniger angezogen worden durch den Verweis auf „ Der Wal und das Ende der Welt“. Den Roman habe ich bis heute noch nicht gelesen, aber die gebundene Ausgabe liegt griffbereit auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Nach diesem Hörbuch muss ich es jetzt endlich mal in Angriff nehmen, schließlich hatten mich Cover und Klappentext sofort angesprochen. Aber nun zurück zum aktuellen Hörbuch: Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen. Die Geschichte befasst sich unter anderem mit dem großen Thema der Erderwärmung und der damit einhergehenden Erhöhung des Meeresspiegels. Aufhänger ist eine Wette zwischen dem Studenten Tom Horsmith und dem Politiker Montague Causley im Pub von St. Piran in Cornwall. Den genauen Wortlaut möchte ich hier gar nicht wiedergeben, sondern nur den umfassenden Zeitraum. Es geht um 50 Jahre. An der Stelle habe ich gedacht, bin ich bereit für einen fiktionalen Roman, der mich von heute an 50 Jahre in die Zukunft bringt? Und dann habe ich einfach weitergehört, um zu sehen wohin der Weg mich führt. Dabei fühlte es sich nicht wirklich wie ferne Zukunftsvisionen an, sondern mehr nach aktueller Realität. Der Klimawandel lässt sich mit bestem Wissen und Gewissen nicht mehr leugnen. Hier und da ist der Wandel durchaus erlebbar. Für mein Empfinden haben sich die deutlichen Jahreszeiten meiner Kindheit in eher schwammige Übergänge verwandelt. Im Roman wird der Wandel deutlich am Wasserstand und am verschwindenden Eis sichtbar. So zieht es Tom im Laufe seines Lebens nach Grönland. Wo ihn der Politiker im Zuge eines Jahrestages der Wette besucht. An dieser Stelle lässt sich der Titel ganz gut nachvollziehen. Auf dessen Zusammenhang ich beim Hören immer wieder gewartet habe, da er mir am Anfang nicht unbedingt ersichtlich war. Für mich war es ein interessantes Hörbuch, das einem vor Augen führt, was uns in der näheren Zukunft erwarten könnte. Dabei hatte ich nicht das Gefühl einer überaus fiktionalen Zukunft, sondern es hörte sich alles sehr real an. Hier und da konnte ich nicht unbedingt dem Geschehen folgen. Da mir Montague und seine Beweggründe einfach zu fern waren. Aber im großen und ganzen habe ich das Hörbuch genossen und empfehle es gerne weiter. Es ist eine Reise in die Zukunft und zeigt uns, wie es werden könnte und dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist sich mit dem Klimawandel aktiv auseinanderzusetzen.
Wunderschöner Roman, der trotz schwieriger Thematik leicht zu lesen ist. Der zwanzigjährige Student Tom Horsmith geht mit dem vierzigjährigen Klimawandel leugnendem Politiker Monty Causley eine Wette ein: In fünfzig Jahren wird der Politiker in seinem Wohnzimmer sitzen und, sofern der Meeresspiegel so stark gestiegen ist, ertrinken. Tritt dies nicht ein, wird Tom sich im Meer ertränken. Ein Handyvideo dieser Wette geht viral und verursacht über die Jahre immer wieder Treffen der beiden. Sie zeigen wieder und wieder die Auswirkungen der Erderwärmung, die die Entwicklung der beiden Protagonisten nachhaltig prägt. Der Autor zeigt mit seiner dicht geschriebenen Erzählung mit erschreckender Weitsicht die Folgen der ungebremsten Erderwärmung auf.
Super spannend. Konnte es kaum weglegen