Ausgezeichnet mit dem Prix Femina étranger 2020Wenn sich das Leben ändert, tut es dies meist radikal. Deborah Levy und ihr Mann gehen getrennte Wege, ihre Mutter wird bald sterben. Doch die entstehende Lücke bedeutet auch Raum für Neues. In präziser und suggestiver Prosa erschreibt Levy sich aus den Bruchstücken ihres alten Selbst ein neues und fragt: Was heißt es, frei zu sein - als Künstlerin, als Frau, als Mutter oder Tochter? Und was ist der Preis dieser Freiheit?»Jeder Satz ein kleines Meisterwerk«, schreibt The Telegraph, und so wird aus einer individuellen Geschichte ein lebenskluges und fesselndes Zeugnis einer zutiefst menschlichen Erfahrung. »Das Leben bricht auseinander. Wir versuchen es in die Hand zu nehmen, versuchen es zusammenzuhalten. Bis uns irgendwann klar wird, dass wir es gar nicht zusammenhalten wollen.«
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Was das Leben kostet
von Deborah Levy, Barbara Schaden
Ausgezeichnet mit dem Prix Femina étranger 2020Wenn sich das Leben ändert, tut es dies meist radikal. Deborah Levy und ihr Mann gehen getrennte Wege, ihre Mutter wird bald sterben. Doch die entstehende Lücke bedeutet auch Raum für Neues. In präziser und suggestiver Prosa erschreibt Levy sich aus den Bruchstücken ihres alten Selbst ein neues und fragt: Was heißt es, frei zu sein - als Künstlerin, als Frau, als Mutter oder Tochter? Und was ist der Preis dieser Freiheit?»Jeder Satz ein kleines Meisterwerk«, schreibt The Telegraph, und so wird aus einer individuellen Geschichte ein lebenskluges und fesselndes Zeugnis einer zutiefst menschlichen Erfahrung. »Das Leben bricht auseinander. Wir versuchen es in die Hand zu nehmen, versuchen es zusammenzuhalten. Bis uns irgendwann klar wird, dass wir es gar nicht zusammenhalten wollen.«
Aktuelle Rezensionen(2)
Der Roman ist autobiografisch geprägt und behandelt den Neuanfang von Deborah Levy in ihren 50ern, als sie sich scheiden lies und gleichzeitig den bevorstehenden Tod ihrer Mutter verarbeiten musste. Im Mittelpunkt stehen die Themen Freiheit, weibliche Identität und Selbstbestimmung, auch ein Einstehen für sich selber und die Neuausrichtung von Räumen, die meistens von Männern für Männer „eingerichtet“ werden. Die poetische Sprache und die vielen Metaphern haben auch mich als Leserin eingeladen ihre Fragen mir selber zu stellen. Gleichzeitig hat der Roman durch die vielen Zeitsprünge und die essayistischen Passagen keine stringente lineare Handlung. Wer sich darauf einlassen kann, wird meiner Meinung nach belohnt!
deborah levy schreibt in was das leben kostet über ihren weg als frau in einer patriarchalen gesellschaft, die sich den an sie gestellten erwartungen entzieht und ihren eigenen weg geht. ich habe diesen teil ihrer autobiographie sehr gern gelesen, es ist sehr authentisch, dabei unaufgeregt und kommt ohne kitsch aus. es geht in dem buch kaum um männer, sondern levy schafft mit referenzen auf viele mir liebe autor:innen, wundervollen bildern und ganz viel ehrlichkeit ein fragmentarisches wohlfühlwerk darüber was es heißt und was es kostet, sich abseits von gesellschaftlichen und patriarchalen narrativen frei und wohl zu fühlen. 4.5