Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der preußische König schenkt ihm deshalb die Pfaueninsel zwischen Potsdam und Berlin, damit er im Geheimen in seiner Zauberwerkstatt aus dem Feuer eine neue Welt erschaffen kann. Aus seinem Ofen entsteigt am Ende ein Glas, wie es zuvor kein Menschenauge je gesehen hatte: rot wie ein Rubin. Schnell wird es eines der begehrtesten Luxusgüter Europas.Mitten im Barock geht Johannes Kunckel den Schritt von der Magie zur Chemie. Und schreibt damit Geschichte. Florian Illies erzählt diese nun auf seine unnachahmliche Weise neu - voll Atmosphäre, voller Einfühlung in die Vergangenheit, voller Poesie und Witz. »Florian Illies ist einer der ganz großen Erzähler, die es hierzulande gibt.« NDR KULTURJOURNAL »Das kann Illies wirklich gut, aus Geschichte Abenteuergeschichten machen.« DEUTSCHLANDRADIO KULTUR
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Träume aus Feuer
von Florian Illies
Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der preußische König schenkt ihm deshalb die Pfaueninsel zwischen Potsdam und Berlin, damit er im Geheimen in seiner Zauberwerkstatt aus dem Feuer eine neue Welt erschaffen kann. Aus seinem Ofen entsteigt am Ende ein Glas, wie es zuvor kein Menschenauge je gesehen hatte: rot wie ein Rubin. Schnell wird es eines der begehrtesten Luxusgüter Europas.Mitten im Barock geht Johannes Kunckel den Schritt von der Magie zur Chemie. Und schreibt damit Geschichte. Florian Illies erzählt diese nun auf seine unnachahmliche Weise neu - voll Atmosphäre, voller Einfühlung in die Vergangenheit, voller Poesie und Witz. »Florian Illies ist einer der ganz großen Erzähler, die es hierzulande gibt.« NDR KULTURJOURNAL »Das kann Illies wirklich gut, aus Geschichte Abenteuergeschichten machen.« DEUTSCHLANDRADIO KULTUR
Aktuelle Rezensionen(4)
Geschichte zum Anfassen: Wir tauchen ein in das spannende Leben des Alchemisten Johannes Kunckel, der mit seinen Rubingläsern die Welt verzaubert. Ich muss gestehen, ich hatte vorher noch nie von Johannes Kunckel gehört, fand es aber unglaublich spannend, in seine Lebensgeschichte und sein Lebenswerk einzutauchen. Teilweise hat sich das Buch wirklich nicht wie ein Sachbuch, sondern wie ein Roman gelesen, was an dem tollen poetischen Schreibstil lag. Ich habe dabei fast vergessen, dass ich eine reale, teils wirklich tragische Lebensgeschichte lese. Kurzweilig und absolut lesenswert!
Ich liebe den Schreibstil von Florian Illies – und selbst, wenn ich für ein Thema wie Alchemie oder Glaskunst nicht direkt brenne, war es wieder eine spannende Lektüre. Es kommt zwar nicht ganz an Bücher wie „Zauber der Stille“ heran, ist aber wie immer lesenswert.
ich bin überrascht, wie interessant dieses eigentlich langweilige Buch war. Florian Illies kann echt schreiben! Dennoch habe ich mir basierend auf der Inhaltsagabe bißchen was anderes erhofft, daher 3⭐️
Funkelndes Rubinglas eingefasst in einem literarischen Juwel - Im 17. Jahrhundert war das Erschaffen von Gold der Traum eines jeden Alchemisten. Johannes Kunckel hatte aber bereits zu diesem Zeitpunkt erkannt, dass dieser Wunsch eine Illusion bleiben würde und verschrieb sich so der Glaskunst, in der er seine eigene Magie einzufangen schien. Durch die Gunst des Kurfürsten von Brandenburg bekam er die Möglichkeit dieser auf seiner eigenen Insel, der Pfaueninsel, nachzugehen. Die Verstrickungen mit dem Leben am Hofe konnten aber selbst damit nicht verhindert werden und so sah sich Kunckel mit immer wieder neuen Herausforderungen konfrontiert, die sein eigenes Bestehen gefährden. Florian Illies erweckt in seinem Roman „Träume aus Feuer“ beeindruckend das Wirken des Johannes Kunckel zum Leben. Als Kunsthistoriker, Journalist und Bestsellerautor ist er bekannt für seine historischen Romane und seine Erzählkunst. Realistisch arbeitet Illies die tatsächlichen Ereignisse auf und führt sie zu einer einnehmenden Geschichte zusammen. Johannes Kunckel, der neben seiner herausragenden Glasmacherei auch Bekanntheit durch seinen naturwissenschaftlichen Ansatz erlangt hat, tritt als umsichtiger, zurückhaltender und bedachter Charakter auf. Er steht im starken Kontrast zu den exzentrischen Persönlichkeiten des brandenburgischen Hofes. Als Leserin konnte ich so ein vielschichtiges Bild der Dynamiken dieser Zeit aufbauen und das Gefühl bekommen, diese auch wirklich zu verstehen, indem ich sie in ihrer Entwicklung mitverfolgen konnte. Gleichzeitig besticht der Roman durch die poetische Zeichnung der Landschaften und Natur und die faszinierenden Schilderungen der Abläufe in den Glaswerkstätten, durch die ich tief in Kunckels Leben abgetaucht bin und es in jedem Moment vor Augen sehen konnte. „Träume aus Feuer“ hat mich vor allem durch seine atmosphärische Dichte gefesselt, durch die ich die Geschichte sehr intensiv beobachten konnte. Beim Lesen habe ich sehr genossen in dieser Atmosphäre versinken und abschalten zu können. Die enorm entschleunigende und erholsame Wirkung des Erzählens, die gleichzeitig aber auch einen Sog entwickelt hat, durch den ich den Roman nicht mehr weglegen wollte, ist für mich einzigartig. Illies ist es gelungen die leuchtende und wertvolle Welt der Glasmacherkunst und des farbigen Glases in ebenso farbenfrohe Worte zu verpacken und letztendlich sein eigenes Prosa-Juwel zu erschaffen. Ein Buch, bei dem ich traurig war, dass es schon wieder vorbei ist, da es aus meiner Sicht gerne etwas länger hätte sein dürfen.