Tokio, 1991. Die Stadt ächzt unter der Sommerhitze, als zwei kleine Mädchen kurz hintereinander spurlos verschwinden. Kurz darauf wird die eine von ihnen tot in einem nahegelegenen Fluss entdeckt. Während der trauernde Vater Zuflucht in den düsteren Ritualen einer obskuren Glaubensgemeinschaft sucht, steht Kommissar Saeki vor einem Rätsel: Sind die Fälle miteinander verbunden? Dann verschwindet ein weiteres Kind - und Saeki stößt auf eine Spur, die ihn tief in die Abgründe menschlicher Verzweiflung führt. Zu einem Täter, der bereits ein neues Opfer auserkoren hat ...
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Tokyo
von Tokuro Nukui, Heike Patzschke
Tokio, 1991. Die Stadt ächzt unter der Sommerhitze, als zwei kleine Mädchen kurz hintereinander spurlos verschwinden. Kurz darauf wird die eine von ihnen tot in einem nahegelegenen Fluss entdeckt. Während der trauernde Vater Zuflucht in den düsteren Ritualen einer obskuren Glaubensgemeinschaft sucht, steht Kommissar Saeki vor einem Rätsel: Sind die Fälle miteinander verbunden? Dann verschwindet ein weiteres Kind - und Saeki stößt auf eine Spur, die ihn tief in die Abgründe menschlicher Verzweiflung führt. Zu einem Täter, der bereits ein neues Opfer auserkoren hat ...
Aktuelle Rezensionen(7)
Sehr nüchtern erzählt. Plottwist gelungen aber Schwung kam nie wirklich rein.
Wird zwar als Thriller vermarktet, aber dafür finde ich ihn zu sachlich ruhig. Die Geschichte in zwei Erzählsträngen ähnelt eher einem Bericht. Schafft aber trotzdem die Spannung, dass man dabei bleibt. Das Ende kam auch gut rüber.
Tokuro Nukuis Thriller „Tokyo“ aus dem Verlag Lübbe versetzt die Leser in das Tokio des Sommers 1991. Die Stadt wird von einer Serie beunruhigender Kindesentführungen erschüttert, die Bevölkerung lebt in Angst, und die Polizei steht unter enormem Druck. Im Mittelpunkt der Handlung stehen der Ermittler Saeki, der die Verbrechen aufklären soll, sowie ein Vater, dessen persönlicher Verlust ihn in eine fragwürdigen religiösen Gruppierung führt. Nach und nach verbinden sich die verschiedenen Erzählstränge zu einer düsteren Geschichte über Trauer, Manipulation und menschliche Abgründe. Besonders gelungen ist die dichte und bedrückende Atmosphäre. Die sommerliche Hitze, die sogar ein wenig penetrant erwähnt wird, die allgemeine Unsicherheit und die psychologische Belastung der Figuren werden glaubhaft dargestellt. Dabei kommt die Kultur des Landes noch mal deutlich zu spüren, denn die Figuren sind im Zeigen der Emotionen sehr zurückhaltend. Saeki überzeugt als beharrlicher Ermittler, während der trauernde Vater eine nachvollziehbare und tragische Entwicklung durchläuft. Auch die kritische Auseinandersetzung mit religiösem Fanatismus und gesellschaftlichen Problemen, auch innerhalb der Polizei, verleiht dem Roman zusätzliche Tiefe und macht die Handlung interessant. Allerdings ist das Buch nicht frei von Schwächen. Die Handlung entwickelt sich über weite Strecken sehr langsam, und ausführliche Schilderungen polizeilicher Abläufe können den Lesefluss bremsen. Wer einen rasanten Thriller mit ständig neuen Wendungen erwartet, könnte das Erzähltempo als zu gemächlich empfinden. Außerdem war mir der Erzählstil schwer zugänglich, holprig und wenig fließend. Mag eventuell auch an Übersetzung liegen, das kann ich leider nicht beurteilen. Trotz dieser Kritikpunkte bietet „Tokyo“ einen atmosphärischen und anspruchsvollen Thriller, der seine Spannung eher aus den Figuren und ihren Konflikten als aus actionreichen Ereignissen bezieht. Leser, die düstere Kriminalromane mit psychologischem Schwerpunkt mögen, werden hier auf ihre Kosten kommen.
Lange Zeit las es sich wie ein True Crime Podcast. Ich hatte am Anfang ein paar Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, da es auch etwas trocken zuging. Man erfährt viel über die Machtgefälle und polizeiliche Strukturen innerhalb Japans. Der Thriller wird aus zwei Perspektiven erzählt und gewann so für mich einiges an Spannung. Allerdings war die Story bis ungefähr 60-65% eher zäh und ich musste mich einige Male zum weiterlesen überwinden. Ich hätte mir etwas mehr Spannung gewünscht. Es gibt zwei Handlungsstränge. Einmal verfolgen wir den Kommissar Saeki, der die Fälle der ermordeten Kinder ermittelt. Im anderen Handlungsstrang verfolgen wir Matsumoto, der einer Glaubensgemeinschaft beitritt. Tatsächlich fand ich diesen Part anfangs viel interessanter und greifbarer. Je weiter die Story fortschreitet, desto mehr greift ineinander und die Charaktere wurden für mich greifbarer. Es gibt einige Dinge, mit denen ich persönlich nicht gerechnet habe. Das letzte Drittel legte einen rasanten Sprint hin und fesselte mich vollends ans Buch. Das hätte ich mir schon viel eher gewünscht. Fazit Ein interessanter und komplexer Thriller, bei dem man aufmerksam alles lesen sollte. Die Erzählweise ist eher ruhiger und zielt auf komplexe Verstrickungen ab. Das letzte Drittel war äußerst spannend. Empfehlenswert, jedoch wird es nicht alle Geschmäcker treffen. Als Hörbuch sehr zu empfehlen. Ist, als würde man einen True Crime Podcast hören.
Rezension [ Genre: Thriller] F: Was würdest du tun ,wenn dein Kind entführt wird? ,, Tokyo: "Schwarzer Sommer”, von Tokuro Nukui verfasst, ist der Auftakt einer Buchserie. Ich hoffe, dass die weiteren Bände übersetzt werden! In der ersten Hälfte war ich kurz davor abzubrechen, da das Tempo in der Geschichte sehr ruhig ist und auch die private Geschichte rund um den Dezernatsleiter ziemlich ermüdend beim Lesen für mich war. Mich interessieren nicht Ränge und was für Beef in der Soko herrscht. Aber dieses Element ist trotzdem super wichtig. Das, was mich fasziniert hat, ist das Thema mit der Religionsgemeinschaft und wie viel macht die hatten zumindest damals Anfang der 90er ,aber ob es heute noch so ist ?! Ja,ich weis ich habe auch zuerst gedacht ,warum lese ich jetzt was über Askese ,warum über Kabbala und Leute die sich melken lassen wie eine Kuh ,aber auch da kann ich sagen es wird alles einen Sinn machen! Es ist definitiv ein Thriller, der anders Angst machen wird,weil die Art und Weise wirklich jedes Kind locken kann. Aber das Mordmotiv macht mich einfach sprachlos . Am Ende bin ich so froh, es gelesen zu haben, denn dieser Twist macht sprachlos. Ich kann nur sagen, gibt dem Buch eine Chance.Das ist eine andere Art von Thriller. Der Schreibstil ist sehr hölzern und in der dritten Perspektive geschrieben. 2 Pov ein Geheimnis, kannst du es herausfinden? Manchmal lohnt es sich, ein paar Seiten mehr zu lesen. Vielen Dank für das Bereitstellen des Leseexemplars an die Bloggerjury. Alles Gute,eure Jassy!