3.4

Stillleben

von Antonia Baum

Format:Hardcover

Antonia Baum führt das typische Leben einer jungen, privilegierten Frau in der Grossstadt: Sie hat einen interessanten Job, führt eine feste Beziehung und geniesst die urbanen Annehmlichkeiten. Ihre Umgebung in einem sozial schwachen Bezirk kann sie dabei weitgehend ausblenden. Dann erwartet sie ein Kind - und plötzlich ist ihr Blick auf ihr Leben völlig verändert, und sie bekommt Angst. Nicht nur scheint ihr Platz in der Gesellschaft plötzlich unklar zu sein, ihre Identität ist in Gefahr und die Nachbarn wirken bedrohlich. In ihrem Buch macht Antonia Baum das Persönliche politisch, sie schildert ihr Erleben und kommt dabei auf die ganz grossen gesellschaftlichen Themen: wie Erfolgreiche und Abgehängte nebeneinanderher leben, wie man Mutterschaft und ein eigenes Leben verbindet, weshalb man sich mit Kind plötzlich in altmodischen Beziehungsmodellen wiederfindet und warum Mütter es eigentlich niemandem recht machen können. "Antonia Baum ist nicht die erste junge Mutter und nicht die erste Autorin, die diese Beobachtungen gemacht hat. Seit Jahren wird über die Zerfleischung der berufstätigen Mutter geschrieben. Baums extreme Offenheit aber ist es, die "Stillleben" lesenswert macht. Dass sie von dem schlechten Gewissen, dem Neid, der Wut und der Bitterkeit spricht, die Mütter neben der Liebe zu einem Kind empfinden können. Weil sie sich nach ihrem durchoptimierten Leben voller Erfolg und Anerkennung sehnen. Da passt ein Kind nach wie vor nicht ins Konzept, leider" (spiegel.de).

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
219 SeitenHardcover
Erschienen an: 2018-03-19

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