Colin Hadler wurde 2001 in Graz geboren und kann es nicht leiden, Autorenviten zu schreiben. Mit seinen Lesekabaretts verbindet er seine Liebe zum Theater mit der Liebe zum Buch. Seine Thriller, darunter SPIEGEL-Bestseller, wurden für den GLAUSER und weitere Preise nominiert und übersetzt. Und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er in Wien. 
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Six Ways to Watch you Fall
von Colin Hadler
Colin Hadler wurde 2001 in Graz geboren und kann es nicht leiden, Autorenviten zu schreiben. Mit seinen Lesekabaretts verbindet er seine Liebe zum Theater mit der Liebe zum Buch. Seine Thriller, darunter SPIEGEL-Bestseller, wurden für den GLAUSER und weitere Preise nominiert und übersetzt. Und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er in Wien. 
Aktuelle Rezensionen(2)
Wenn jede Entscheidung Konsequenzen hat Archer erhält einen anonymen Brief mit einer grausamen Drohung und schon bald wird klar, dass dahinter kein harmloser Scherz steckt. Jemand zwingt ihn zu einem gefährlichen Spiel aus mehreren Runden, in denen er vor Entscheidungen gestellt wird, die für andere tödliche Konsequenzen haben können. Gleichzeitig scheint alles mit einer früheren Klassenfahrt nach Mexiko und einem Geheimnis verbunden zu sein, welches Archer und seine Freunde Hazel und Nick lieber für sich behalten würden. „Six Ways to Watch You Fall“ überzeugt mit einer spannenden Grundidee, moralischen Dilemmata und der Frage, welche Konsequenzen unsere Entscheidungen, oder auch unser Nicht-Handeln, haben können. Besonders gut gefallen haben mir der Schreibstil und der Aufbau. Kurze Kapitel, Cliffhanger und der Wechsel zwischen der Gegenwart und den Ereignissen während der Klassenfahrt nach Mexiko sorgen für ein hohes Lesetempo. Stück für Stück setzt sich dabei zusammen, was damals passiert ist und wie es mit den aktuellen Ereignissen zusammenhängt. Colin Hadler greift außerdem wichtige Themen wie Ausgrenzung, Gruppendruck, Homosexualität und den Einfluss von Social Media auf. Gerade diese Verbindung mit den moralischen Fragen gibt der Geschichte zusätzliche Tiefe. Auch die Auflösung hat mir gut gefallen. Besonders die Motivation hinter den Taten konnte mich überzeugen und fügt sich für mich sehr gut in die zuvor behandelten Themen ein. Bei einigen Aspekten der konkreten Umsetzung musste ich allerdings ein bisschen über die Glaubwürdigkeit hinwegsehen. Was genau ich damit meine, möchte ich nicht verraten, denn damit wäre man ganz schnell im Spoilerbereich. Mein Fazit: „Six Ways to Watch You Fall“ ist ein spannender YA-Thriller, der nicht nur unterhalten möchte, sondern seine Figuren vor Entscheidungen stellt, bei denen es kein einfaches Richtig oder Falsch gibt. Gerade die Mischung aus Geheimnissen, moralischen Dilemmata und aktuellen gesellschaftlichen Themen hat mir gut gefallen. Auch wenn für mich nicht jedes Detail der Umsetzung vollkommen glaubwürdig war, konnte mich besonders das Warum hinter den Ereignissen überzeugen. Eine spannende Geschichte, die zeigt, dass manchmal auch vermeintlich kleine Entscheidungen weitreichende Folgen haben können.
„Six Ways to Watch You Fall“ von Colin Hadler aus dem Verlag Planet! ist ein spannender und ungewöhnlicher Jugendthriller, der sich mit Freundschaft, Geheimnissen, Schuld und der Frage beschäftigt, wie gut man einen Menschen wirklich kennen kann. Die Geschichte entwickelt schnell eine beklemmende Atmosphäre und spielt dabei geschickt mit den Erwartungen der Leser. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe junger Menschen, deren Leben durch ein schreckliches Ereignis aus dem Gleichgewicht gerät. Archer, der Hauptcharakter bekommt erpresserische Briefe, in denen er vor die Wahl gestellt wird, eins der zwei schlimmen Dingen zu tun, sonst stirbt eine Person. Trotz aller Widrigkeiten versucht Archer die genannte Person zu beschützen. Seine Freunde Hazel und Nich helfen ihm dabei herauszufinden, wer hinter diesen schrecklichen Briefen, steckt. Die Handlung ist von Anfang an spannend und baut kontinuierlich eine Atmosphäre aus Misstrauen und Ungewissheit auf. Colin Hadler versteht es, Informationen nur Stück für Stück preiszugeben und dadurch immer neue Fragen entstehen zu lassen. Man beginnt automatisch, die Aussagen und Handlungen der Figuren zu hinterfragen und nach möglichen Zusammenhängen zu suchen. Besonders gelungen ist, dass nicht ausschließlich die Auflösung des Falls im Vordergrund steht, sondern auch die Beziehungen und Konflikte innerhalb der Gruppe. „Six Ways to Watch You Fall“ ist damit ein kurzweiliger Thriller über Freundschaft, Geheimnisse und die Konsequenzen von Entscheidungen. Die Geschichte hält die Spannung über weite Strecken aufrecht und lädt dazu ein, selbst mitzurätseln. Wer Jugendthriller mit mehreren undurchsichtigen Charakteren, überraschenden Wendungen und einer zunehmend düsteren Stimmung mag, dürfte an diesem Buch seine Freude haben.