Empfehlungen basierend auf "Schwesterherzen 1: Eine für alle, alle für DICH!"
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von Caleb Azumah Nelson
»Eure Blicke begegnen sich in der Stille. Es braucht keine Worte. Dies ist eine ehrliche Begegnung.« Zum ersten Mal sehen sie sich in einem Pub in South East London. Beide sind schwarz, beide haben schon in der Schule nicht recht dazugehört. Und beide versuchen nun als junge Künstler – er ist Fotograf, sie Tänzerin – ihren Platz zu finden in der englischen Hauptstadt, die sie mal umarmt und mal abstößt. Sie teilen so viel miteinander, die Liebe zu afroamerikanischen Autoren, zum Hip- Hop, und er weiß schon bei der ersten Begegnung, dass sie füreinander bestimmt sind. Aber sie bewegen sich nicht im luftleeren Raum, und die Welt kann ein grausamer Ort sein. Caleb Azumah Nelson erzählt auf schmerzlich schöne Weise die große Liebesgeschichte zweier junger Menschen und erkundet zugleich Fragen von Identität, Diskriminierung und Unterdrückung. Wie (über)lebt man in einer Welt, in der man nicht gesehen wird, in einer Gesellschaft, die einem ein Label aufdrückt? Was heißt es, jedes Mal Angst haben zu müssen, sobald man seine Wohnung verlässt, was, verletzlich zu sein, wenn nur Stärke zu zählen scheint? Und wie fühlt es sich an, in der Liebe Geborgenheit zu finden – und wieder zu verlieren? Caleb Azumah Nelson hat einen der aufre- gendsten und aufrichtigsten, einen der wichtigsten Debütromane des Jahres geschrieben.
von Casey McQuiston
"'Royal Blue' steckt voller positiver Energie, Einfühlsamkeit, Witz, Leidenschaft und Sex."
von Malinda Lo
Malinda Los Roman (…) zeigt denen, die lesend folgen, wie kostbar die Freiheit ist, die wir heute haben. Und ganz nebenbei ist auch eine bewegende Geschichte über die Liebe zu entdecken.
von James Baldwin
David, ein junger Amerikaner, konnte sich nach seiner ersten homosexuellen Erfahrung nicht mehr im Spiegel betrachten. Verdrängt seine Neigung und verliebt sich in Hella. Die es in Erwägung zieht David zu heiraten, sich aber vorerst noch nicht festlegen möchte und wie auch David erst einmal auf Reisen geht. David fährt nach Paris. Trotz seiner Abneigung zieht es ihn ins Schwulenmilieu. Krampfhaft versucht er vor seinen Bekannten und Freunden sein Lust zu verbergen bis er auf den gefühlvollen, hinreißenden Barkeeper Giovanni trifft. Es beginnt ein Liebe die eigentlich nicht schöner sein könnte, bis auf Davids Selbsthass und seine Alibi-Gefühlen für Hella. Ein wirklich einfühlender Roman, der beschreibt wie schwer es ist sich seine Homosexualität einzugestehen.
von Houssein Kahin, Kornelia Wald
Ein beeindruckender Roman, der einen atemlos zurücklässt. Erzählt aus mehreren Perspektiven, wird deutlich: Vielfalt geht nur gemeinsam!Wenn es eine Sache gibt, die Mohammed nicht machen möchte, dann ist es als sogenannter Vorzeigeschüler stellvertretend für seine Schule den Integrationspreis entgegenzunehmen. Der Preis ist für ihn eine Lachnummer. Definitiv nicht ernst zu nehmen. Aus diesem Grund haben Mohammed und seine Freunde andere Pläne für diesen Tag. Weil Mohammed aber eine Sporttasche in der Aula liegen gelassen hat, taucht er während der Verleihung vor der Schule auf. Der 17-Jährige kann nicht wissen, dass ausgerechnet das einzige Mädchen an der Schule, das er toll findet, eine dunkle Agenda verfolgt. Und der Tag, der für die Schule ein Festtag werden sollte, wird zu einer Katastrophe.Der Gewinnertext des Vielfalter-Literaturpreises 2023 und ein schonungslos ehrliches Debüt.Ein Autorenduo, das Geschichten schreibt, die unterhalten, ohne die Wirklichkeit zu vereinfachen. Das sich traut, Fragen zu stellen, ohne die Antworten zu kennen.
von Brendan Kiely
Zwei Teenager, einer schwarz und einer weiß, geraten in eine Geschichte, die man nur allzu gut aus den Nachrichten kennt: falsche Verdächtigungen, Vorurteile, Rassismus, Polizeigewalt. Rashad, ein schwarzer Schüler wurde eines Verbrechens bezichtigt und von einem Polizisten misshandelt. Quinn, ein weißer Junge, der sowohl Rashad, als auch den Polizisten kennt, muss danach eine Entscheidung treffen. Diese hat Konsequenzen für eine ganze Kleinstadt – und der Satz Rashad is absent again bekommt eine ganz neue Bedeutung. Ein Thema, wie es aktueller nicht sein könnte, in einem Land, das gespaltener ist denn je. Die Tagesschau in literarischer Form. Ein interessantes Interview der New York Times mit dem Autor finden Sie unter diesem Link.
von Kwame Alexander
Die Zwillingsbrüder Josh und Jordan sind die Stars der Basketballmannschaft ihrer Schule. Sowohl auf dem Platz als auch abseits sind sie ein starkes Team. Josh interessiert sich aber nicht nur für den Sport, sondern hat auch Rhythmus, Flow und Leichtigkeit im Blut. Das alles kanalisiert er in Raps, in denen sich Familienleben und Sport verbinden. Dabei wird den Brüdern klar, dass es im Leben nicht immer ums Gewinnen geht.
von Ashley Herring Blake
Die Freundschaft zwischen Sunny und Quinn wird wunderbar feinfühlig beschrieben.
von Wendy Nikolaizik
„Vermisst du nicht die Zeiten damals, als nur das Heute zählte?“ Noah sucht den Exzess und Farin will sein Leben in den Griff kriegen. Als beste Freunde mit verdammt viel Vergangenheit sind das zwei Haltungen, die schwer zu vereinbaren sind. „Er zieht Farin mit da rein. In seinen ganzen Drogensumpf“, sagt Hadrian. „Das hier erfordert nicht abwarten, bis das Problem wirklich eintritt, sondern sofortiges Handeln. Wenn Noah Debby in seine Scheiße reingezogen hat, ist es zu spät“, sagt Les. Noah ist intensiv. Mit ihm schmeckt die Luft nach Abenteuer und sein Lachen vertreibt alle düsteren Gedanken – auch den, dass die nächste Überdosis die letzte sein könnte.
von Matthew López
New York in Zeiten der ausgehenden Obama-Ära: Eric Glass und Toby Darling kosten das urbane Leben in vollen Zügen aus. Doch ihre Beziehung droht zu zerbrechen, als Toby den jungen Schauspieler Adam kennenlernt. Gleichzeitig freundet Eric sich mit dem älteren Walter an und wird mit dem schmerzhaften Vermächtnis einer ganzen Generation konfrontiert: Während die Jungen längst schon wieder ein ausschweifendes Leben sexueller Freiheit feiern, können die Älteren das Trauma der AIDS-Krise nicht ablegen. Wie sie sich lieben, wie sie sich streiten und auch wieder versöhnen müssen in einem Amerika, dem Trump als Präsident droht − davon erzählt Matthew López mit sprachlicher Zartheit und großer erzählerischer Wucht in seinem mehrfach preisgekrönten Gesellschaftsdrama.