Wenn Beschleunigung das Problem ist, dann ist Resonanz vielleicht die Lösung. So lautet die Kernthese dieses gefeierten Buches von Hartmut Rosa, das als Gründungsdokument einer Soziologie des guten Lebens gelesen werden kann. Anstatt Lebensqualität in der Währung von Ressourcen, Optionen und Glücksmomenten zu messen, müssen wir unseren Blick auf die Beziehung zur Welt richten, die dieses Leben prägt. Dass diese Beziehung immer häufiger gestört ist, hat viel mit der Steigerungslogik der Moderne zu tun, und zwar auf individueller wie kollektiver Ebene. Rosa nimmt die großen Krisen der Gegenwart in den Blick und weist einer resonanztheoretischen Erneuerung der Kritischen Theorie den Weg.
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Resonanz
von Hartmut Rosa
Wenn Beschleunigung das Problem ist, dann ist Resonanz vielleicht die Lösung. So lautet die Kernthese dieses gefeierten Buches von Hartmut Rosa, das als Gründungsdokument einer Soziologie des guten Lebens gelesen werden kann. Anstatt Lebensqualität in der Währung von Ressourcen, Optionen und Glücksmomenten zu messen, müssen wir unseren Blick auf die Beziehung zur Welt richten, die dieses Leben prägt. Dass diese Beziehung immer häufiger gestört ist, hat viel mit der Steigerungslogik der Moderne zu tun, und zwar auf individueller wie kollektiver Ebene. Rosa nimmt die großen Krisen der Gegenwart in den Blick und weist einer resonanztheoretischen Erneuerung der Kritischen Theorie den Weg.
Aktuelle Rezensionen(1)
„Resonanz bleibt das Versprechen der Moderne, Entfremdung aber ist ihre Realität.“ Das Buch steht in der Tradition der Sozialphilosophie, deren Gegenstand die Bestimmung und Erörterung von solchen Entwicklungsprozessen der Gesellschaft ist, die sich als Fehlentwicklungen oder Störungen, d.h. als Pathologien des Sozialen, begreifen lassen. Von einer »Pathologie« des gesellschaftlichen Lebens kann sinngemäß nur dann gesprochen werden, wenn bestimmte Annahmen darüber vorliegen, wie die Bedingungen der menschlichen Selbstverwirklichung beschaffen sein sollen. Hartmut Rosa stellt in »Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehungen« die These auf, dass der Mensch als Bedingung seiner Selbstverwirklichung auf »Resonanzbeziehungen« angewiesen sei. Zur Bestimmung der Pathologien des Sozialen konstruiert Rosa ein zweiseitiges Präferenzschema (Resonanz/Entfremdung), dessen präferierter Wert »Resonanz« ist. Im ersten Teil des Buches expliziert Rosa den Begriff der »Resonanz«. Im zweiten Teil erläutert Rosa »Resonanzsphären und Resonanzachsen« innerhalb der Lebensrealität des Menschen, um im dritten und vierten Teil die Pathologien der Moderne als »Entfremdungserfahrungen« zu konzeptualisieren. Rosa schreibt systematisch, verständlich und instruktiv. Das von ihm entwickelte Konzept zur Bestimmung und Erörterung von menschlichen Weltbeziehungen nach dem Schema Resonanz/Entfremdung regt zum Nachdenken und Reflektieren des eigenen Lebens und der gegenwärtigen gesellschaftlichen Realität an. Insofern ist das Buch »Resonanz« ein sehr gelungener Beitrag zur Sozialphilosophie.