Die Kunst des Liebens
von Erich Fromm
In seinem vielleicht wichtigsten Buch diskutiert der Psychoanalytiker Erich Fromm die Liebe in alle ihren Aspekten: nicht nur die von falschen Vorstellungen umgebene romantische Liebe, sondern auch Elternliebe, Nächstenliebe, Erotik, Eigenliebe und die Liebe zu Gott.
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Die Kunst des Liebens
von Erich Fromm
In seinem vielleicht wichtigsten Buch diskutiert der Psychoanalytiker Erich Fromm die Liebe in alle ihren Aspekten: nicht nur die von falschen Vorstellungen umgebene romantische Liebe, sondern auch Elternliebe, Nächstenliebe, Erotik, Eigenliebe und die Liebe zu Gott.
Aktuelle Rezensionen(6)
Ein sehr interessantes und für mich schwer zu lesendes Buch. Viele wichtige Aspekte werden beleuchtet und ich empfand es dennoch als sehr zäh.
Die Kunst des Liebens von Erich Fromm ist ein philosophisch-psychologischer Klassiker, der sich mit der Frage beschäftigt, was Liebe wirklich bedeutet. Fromm vertritt die zentrale These, dass Liebe keine zufällige Emotion ist, sondern eine Fähigkeit, die erlernt und bewusst entwickelt werden muss. Besonders interessant ist seine Abgrenzung von oberflächlichen Vorstellungen von Liebe: Verliebtheit, Bedürftigkeit oder romantische Idealisierung reichen für ihn nicht aus. Stattdessen beschreibt er Liebe als aktiven Prozess, der Disziplin, Verantwortung und Reife erfordert. Diese Perspektive regt dazu an, das eigene Verständnis von Beziehungen zu hinterfragen. Gleichzeitig ist das Buch in Teilen deutlich von seiner Entstehungszeit geprägt. Einige seiner Ansichten wirken aus heutiger Sicht veraltet oder zu normativ, insbesondere wenn es um Rollenbilder oder die „richtige“ Form von Liebe geht. Seine Argumentation kann stellenweise belehrend wirken und lässt wenig Raum für alternative Lebens- und Beziehungsmodelle. Dennoch liegt gerade darin auch ein gewisser Reiz: Das Buch bietet nicht nur Zustimmung, sondern fordert zum Widerspruch heraus. Es ist weniger ein moderner Ratgeber als vielmehr ein Denkanstoß, der dazu einlädt, sich kritisch mit dem eigenen Verständnis von Liebe auseinanderzusetzen.
Das Buch „Die Kunst des Liebens“ von Erich Fromm ist in weiten Teilen nichts anderes als aufgeblähtes, selbstverliebtes Geschwätz und das auf gerade einmal rund 150 Seiten. Trotz des geringen Umfangs verliert sich Fromm in Wiederholungen und langatmigen Ausführungen, ohne dabei echten inhaltlichen Mehrwert zu liefern. Der tatsächliche Kern seiner Aussagen ließe sich problemlos auf wenige Sätze reduzieren. Natürlich muss man die Entstehungszeit des Werkes berücksichtigen. Dennoch sind mir insbesondere die homophoben und sexistischen Passagen sowie der unkritisch dargestellte Mythos der „guten Mutter“ so sauer aufgestoßen, dass ich das Buch am Ende nicht einmal weitergeben wollte, sondern im Restmüll entsorgt habe. Viele der als tiefgründig präsentierten Gedanken wirken aus heutiger Perspektive banal oder längst überholt. Statt einer differenzierten Analyse entsteht ein moralisierender Ton, der eher ideologisch wirkt als wirklich reflektiert. Gleichzeitig stehen zentrale Aussagen im Widerspruch zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Psychologie und Sozialforschung. Insgesamt liest sich das Werk heute wie ein Relikt vergangener Denkweisen, wenig präzise, unnötig ausgeschmückt und in Teilen schlicht ärgerlich. Wer sich ernsthaft mit Liebe, Beziehungen und Bindung auseinandersetzen möchte, findet in moderner Literatur deutlich fundiertere und relevantere Ansätze.
„Die Liebe ist das Kind der Freiheit, niemals der Beherrschung.“
Pflichtlektüre