Marianne ist acht Jahre alt, als ihre Mutter verschwindet. Sie bleibt mit ihrem Bruder Joe und ihrem Vater in einem Haus am Rande eines kleinen Dorfes zurück, neben dem ein Fluss entspringt. Die bruchstückhaften Erinnerungen an die Liebe ihrer Mutter geben ihr Kraft: der Duft frischer Kräuter, die Spiele, die sie spielten, die Lieder und Märchen aus ihrer Kindheit, die in Mariannes Fantasie weiterleben. Doch da ist so vieles, das verborgen liegt im Dunkel ihrer eigenen Geschichte. Die drängendste Frage: Warum ist ihre Mutter gegangen, wie hat sie Marianne nur zurücklassen können? Die abwesende Mutter begleitet sie durch ihre gesamte Kindheit und Jugend, bleibt auch bei ihr, als sie längst erwachsen ist. Erst Jahre, nachdem sie selbst eine Tochter bekommen hat, beginnt Marianne, sich auf die Spur ihrer Erinnerungen zu begeben und stößt auf ein Geheimnis. ›Perlen‹ erzählt davon, wie es gelingen kann, trotz widriger Umstände den eigenen Weg zu finden. Ein zarter Roman, poetisch und unprätentiös zugleich, über das Wesen der Trauer und den Trost, den wir finden können, wenn es uns gelingt, uns mit der eigenen Vergangenheit auszusöhnen.
Was ist bookie?
- Gratis Lieferung in Deutschland
- Finde Bücher die zu dir passen
- Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
- Connecte dich mit anderen Leser*innen
Perlen
von Siân Hughes, Tanja Handels
Marianne ist acht Jahre alt, als ihre Mutter verschwindet. Sie bleibt mit ihrem Bruder Joe und ihrem Vater in einem Haus am Rande eines kleinen Dorfes zurück, neben dem ein Fluss entspringt. Die bruchstückhaften Erinnerungen an die Liebe ihrer Mutter geben ihr Kraft: der Duft frischer Kräuter, die Spiele, die sie spielten, die Lieder und Märchen aus ihrer Kindheit, die in Mariannes Fantasie weiterleben. Doch da ist so vieles, das verborgen liegt im Dunkel ihrer eigenen Geschichte. Die drängendste Frage: Warum ist ihre Mutter gegangen, wie hat sie Marianne nur zurücklassen können? Die abwesende Mutter begleitet sie durch ihre gesamte Kindheit und Jugend, bleibt auch bei ihr, als sie längst erwachsen ist. Erst Jahre, nachdem sie selbst eine Tochter bekommen hat, beginnt Marianne, sich auf die Spur ihrer Erinnerungen zu begeben und stößt auf ein Geheimnis. ›Perlen‹ erzählt davon, wie es gelingen kann, trotz widriger Umstände den eigenen Weg zu finden. Ein zarter Roman, poetisch und unprätentiös zugleich, über das Wesen der Trauer und den Trost, den wir finden können, wenn es uns gelingt, uns mit der eigenen Vergangenheit auszusöhnen.
Aktuelle Rezensionen(8)
Ein wunderschönes Buch über den Umgang mit Verlust und Trauer. Ganz ruhig geschrieben und gerade deswegen so berührend.
Marianne ist auf der Suche nach ihrer Mutter, die nach der Geburt ihres Bruders Joes spurlose verschwunden ist. Die Beschreibung ihrer Suche und ihres Lebens sind teilweise langatmig und unverständlich. Aus dem Grund nur 3,5 Sterne.
Sian Hughes hat ein zartes, poetisches und melancholisches Buch mit großer psychologischer Tiefe geschrieben, das sich um die Herausforderungen von Mutterschaft, um unverarbeitete Trauer im der Familie, falsche Schuldgefühle, Verlorenheit und psychische Belastungen dreht. Im Mittelpunkt des Romans steht Marianne, die ihre Mutter vermisst, die verschwand, als Marianne 8 Jahre alt und ihr Bruder gerade erst geboren war. Damals lebten sie auf dem Land. Marianne erinnert sich lebhaft daran, wie ihre Mutter im Haus und im Garten tätig war, um für ihre Familie zu sorgen. Später musste ihr Vater dieses Haus aufgeben, womit sich Mariannes Verlustgefühl weiter vergrößert hat. So kämpft sie noch als Erwachsene intensiv mit diesem Verschwinden und versucht sich in ihre Mutter hineinzuversetzen. All das erzählt sie in einer Vielzahl lebendiger Szenen, die Marianne in ihrer Kindheit und Jugend und später als Künstlerin und junge Mutter erlebt. Marianne ist bei der Verarbeitung dieser Erlebnisse auf sich selbst gestellt. Fehlende Kommunikation und Offenheit in der Familie führen bei ihr zu belastenden Fehlschlüssen. Erst nach und nach findet sie einen Ausweg aus dieser Situation. Ob Sonnenwendfeier oder die Adoption eines Hundes, jede dieser Szenen ist eine kleine Perle, die auf dem roten Faden der Geschichte aufgereiht ist. Das Titel-Motiv taucht auch mehrfach direkt im Buch auf. Einmal geht es um einen von ihrer Mutter gestrickten Pullover mit bunten Perlen, den Marianne aufzudröseln beginnt, als sie sich in der Schule nicht wohl fühlt. Mehr Raum nimmt Mariannes Beschäftigung mit "Pearl", dem Lieblingsgedicht ihrer Mutter, ein, einem Text aus dem 14. Jahrhundert, in dem das Verlieren einer Perle eine Metapher für den Verlust eines Kindes ist. Ich habe diesen Roman gern gelesen, habe aber auch Zeit gebraucht, um ihn wirken zu lassen und zu verarbeiten.
Mariannes Mutter verschwindet spurlos als sie gerade mal 8 Jahre alt ist. Dieser Einschnitt in ihre Kindheit legt sich wie ein dunkler Schatten über Mariannes gesamtes Leben. Sie ist in tiefer Trauer, schwänzt die Schule, entwickelt eine Essstörung, beginnt sich selbst zu verletzen. Trotz aller Widrigkeiten macht sie ihren Uniabschluss, findet Halt in ihrer Kunst und ihrem Hund Teddy. Offene Fragen zum Verschwinden ihrer Mutter begleiten sie dennoch bis ins Erwachsenenalter, bis sie selbst Mutter wird, und letztlich ihre Antwort findet, die sie so lange gesucht hat. Das Buch ist sehr ruhig, mit einem sehr bedrückenden Grundton und lebt von bruchstückhaften Erinnerungen einer traumatisierten Tochter an ihre Mutter. Es liest sich wie ein Tagebuch, in dem Marianne versucht, alle Erinnerungen, die sie an ihre Mutter hat, festzuhalten, damit diese ihre nicht entgleiten. Vieles wird zwischen den Zeilen erzählt, weswegen der Roman trotz der düsteren Themen sehr zugänglich ist. Besonders das Ende hat mich sehr berührt, da es auf einer recht hoffnungsvollen und positiven Note endet und man irgendwie das Gefühl bekommt, als hätte Marianne endlich etwas Frieden gefunden. Ich mochte den Schreibstil und Tanja Handels Übersetzung unfassbar gerne, von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
3.5