"Nimm die Alpen weg" erzählt in Bildern die Geschichte einer Kindheit in der Schweiz. Da ist das namenlose Geschwisterpaar, das im Chor spricht. Da ist ein Zuhause mit Ma und Pa, die mit ihren vier Armen wie eine Gottheit erscheinen. Da ist die Geschwindigkeit der Velos, mit denen die Kinder hinaus zu ihren Spielen fahren: zur Telefonzelle, zur Müllhalde, ins Schilf. Und da kommt ein neues Kind in die Klasse, das den Geschwistern einen Weg aus ihrem eigenen, inneren Gebirge bahnt. In einer lyrisch-luziden Prosa entwickelt Ralph Tharayil eine unvergleichliche Coming-of-Age-Geschichte, die von den Formen und Deformationen der Integrationserfahrung erzählt, und von der Sprache und den Körpern, die sich dieser Erfahrung widersetzen.
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Nimm die Alpen weg
von Ralph Tharayil
"Nimm die Alpen weg" erzählt in Bildern die Geschichte einer Kindheit in der Schweiz. Da ist das namenlose Geschwisterpaar, das im Chor spricht. Da ist ein Zuhause mit Ma und Pa, die mit ihren vier Armen wie eine Gottheit erscheinen. Da ist die Geschwindigkeit der Velos, mit denen die Kinder hinaus zu ihren Spielen fahren: zur Telefonzelle, zur Müllhalde, ins Schilf. Und da kommt ein neues Kind in die Klasse, das den Geschwistern einen Weg aus ihrem eigenen, inneren Gebirge bahnt. In einer lyrisch-luziden Prosa entwickelt Ralph Tharayil eine unvergleichliche Coming-of-Age-Geschichte, die von den Formen und Deformationen der Integrationserfahrung erzählt, und von der Sprache und den Körpern, die sich dieser Erfahrung widersetzen.
Aktuelle Rezensionen(1)
Das Hörbuch ist sehr zu empfehlen. Die eindringliche Sprechweise des Autors fügt der Geschichte eine weitere Ebene hinzu und rührt einen ganz weit drinnen an. Die Kapitel sind sehr kurz und oft nur wenige Sätze lang, die Sätze allerdings haben oft einen doppelten Boden und hallen noch lange nach, sodass ich sie gerne auch nochmal ganz langsam schriftlich erkunden möchte. Der Titel ist sicher kein gewöhnliches Hörbuch und changiert für mich irgendwo zwischen Prosa und Lyrik, oft klar und doch von poetischer Tiefe, mit der Sprache spielend, aber nicht verspielt. Inhaltlich handelt die Erzählung des namenlosen Geschwisterpaares (ein Mädchen & ein Junge) vom Aufwachsen in einem migrantischen Haushalt, der Sprache, den Erwartungen der Eltern und nicht zuletzt die Pubertät und die dadurch veränderte Geschwisterdynamik.