Philipps Herz ist gebrochen, wieder einmal. Er scheint einfach kein Händchen für die Liebe zu haben – oder klappt es nur nie, weil er trans* ist? Vielleicht liegt es aber auch an Ali, dem Jungen, an den er seit Jahren immer wieder denkt. Kurzerhand beschließt Philipp, die Geschichte mit seinem mysteriösen Internet-Freund von damals endlich abzuhaken. Dazu muss er bloß herausfinden, wieso dieser plötzlich wie vom Erdboden verschwunden ist. Bei seiner Suche im sächsischen Pirna begegnet Philipp dem rebellischen Timon mit den bunten Haaren, der ihn nicht nur sofort in seinen Bann zieht, sondern außerdem eine Verbindung zu Ali zu haben scheint …
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In den buntesten Farben
von Marius Schaefers
Philipps Herz ist gebrochen, wieder einmal. Er scheint einfach kein Händchen für die Liebe zu haben – oder klappt es nur nie, weil er trans* ist? Vielleicht liegt es aber auch an Ali, dem Jungen, an den er seit Jahren immer wieder denkt. Kurzerhand beschließt Philipp, die Geschichte mit seinem mysteriösen Internet-Freund von damals endlich abzuhaken. Dazu muss er bloß herausfinden, wieso dieser plötzlich wie vom Erdboden verschwunden ist. Bei seiner Suche im sächsischen Pirna begegnet Philipp dem rebellischen Timon mit den bunten Haaren, der ihn nicht nur sofort in seinen Bann zieht, sondern außerdem eine Verbindung zu Ali zu haben scheint …
Aktuelle Rezensionen(2)
Ich würde mir für den deutschen Buchmarkt viel mehr dieser Bücher wünschen. Own Voice eines deutschen Autors aus dem LGBTQ-Bereich, dazu queere Protagonisten, die den Lesenden zusätzlich Einblick in die Transidentität geben. Ganz große Liebe! Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich bin sehr gut durch die Seiten gekommen, auch wenn mir das viele Tell, vor allem am Anfang, doch sehr aufgefallen ist. An vielen Stellen hätte ich mir mehr Empfindungen gewünscht oder eben mehr Show, anstatt erzählt zu bekommen, wie eine Person ist. Dies wurde im Verlauf des Buches aber auf jeden Fall besser und wirkte dann in sich auch runder. Die Storyidee fand ich sehr süß und habe mich ein wenig in mein jugendliches Ich zurückversetzt gefühlt, als ich mich die ersten Male mit Internet-Freund*innen getroffen habe. Ich konnte Philipps Gefühle und Gedanken demnach sehr nachfühlen. Auch der Verlauf der Geschichte gefiel mir sehr gut, vor allem die Idee mit Ali. Für mich hatte das Buch das perfekte Pacing. Philipp und Timon waren für mich sehr runde Charaktere. Ich konnte deren Entscheidungen und Handlungen sehr gut nachvollziehen und mochte beide sehr gern. Vor allem mit Timon konnte ich mich aufgrund mehrerer Dinge sehr gut identifizieren, was mir sehr gefallen hat. Alles in allem ist es ein wunderschönes buntes Buch. Ich habe viel dazugelernt, vor allem was Transidentitäten und Rassismus betrifft. Und das, ohne mich belehrt zu fühlen. Es wurde selbstverständlich ins Buch eingebracht und das gefällt mir sehr. Die Geschichte war wundervoll, lediglich das viele Tell am Anfang schmälert ein wenig meine Begeisterung, weil es mir viel eigenes Entdecken genommen hat.
Habs geliebt