4.5

Hier muss es sein

von Maggie O'Farrell, Kathrin Razum

Format:Hardcover

»Glaubst du, es könnte sein, dass wir am Ende unserer Geschichte angelangt sind?‹«Claudette Wells ist eine Frau, die zur Schrotflinte greift, sobald sich ein Fremder ihrem abgelegenen Haus in Donegal nähert. Vor Jahren schon floh sie mit ihrem Sohn Ari in dieses Refugium im Nordwesten Irlands. Warum aber gab sie ihre Karriere als Filmstar auf, obwohl die Welt und der berühmte schwedische Regisseur Timou Lindstrom ihr zu Füßen lagen?Als Daniel Claudette zum ersten Mal begegnet, ahnt er nichts von der komplizierten Vergangenheit dieser scheinbar so berühmten wie rastlosen Frau. Der Linguistikprofessor aus Brooklyn lässt sein altes Leben hinter sich, um zu Claudette und Ari zu ziehen. Doch als Daniel vom Tod seiner Ex-Geliebten Nicola Janks erfährt, bricht eine über Jahrzehnte verdrängte Schuld über ihn herein. Und reißt ihn aus dem Leben, das er und Claudette sich aufgebaut haben.Keine Autorin wurde in Großbritannien zuletzt so gefeiert wie Maggie O’Farrell. In »Hier muss es sein« brilliert sie mit dem nuancierten Porträt einer Ehe, so verschlungen wie die Liebe selbst.»Ein hinreißender Roman über Liebe und Hoffnung, der mitten ins Herz trifft.« The Sunday Times»›Hier muss es sein‹ ist ein stilistisches, erzählerisches und emotionales Meisterwerk, eine komplexe und nuancierte Geschichte, die sich mühelos zwischen verschiedenen Figuren, Kontinenten und Zeitebenen hin- und herbewegt.« Observer»Maggie O’Farrell lenkt ihre Figuren mit der Kunstfertigkeit einer Magierin. Sie ist eine geschickte, blendende Chronistin menschlicher Beziehungen.« The Guardian

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
544 SeitenHardcover
Erschienen an: February 1, 2024

Was ist bookie?

  • Gratis Lieferung in Deutschland
  • Finde Bücher die zu dir passen
  • Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
  • Connecte dich mit anderen Leser*innen

Aktuelle Rezensionen(2)

4.5(6 ratings)
PiaRezension von Pia

Ein so toller Roman über Liebe und Familie,humorvoll detaillierte Charaktere wie bei John Irving und eine liebevolle Atmosphäre wie bei Mariana Lekys „Was man von hier aus sehen kann“ - einziger Kritikpunkt ein kleines bisschen mehr Irrwitz oder Absurdität, ein kleines bisschen mehr Zutrauen noch, gerade zum Ende hin, hätte dieses Buch perfektioniert.

JuliaRezension von Julia

Ein Familienepos als puzzlige Lektüre. Daniel und Claudette bilden den Rand, machen die Geschichte erkennbar. In der Mitte bilden die Kinder einen bunten Reigen. Sie alle besonders feine Charaktere. Zu exzentrisch, um echt zu wirken. Zu echt, um sie nicht restlos ins Herz zu schließen. Dazwischen Menschen, die Familie bilden: Geschwister, Ex-Geliebte, beste verlorene Freunde, eine Fremde, der man in der Ferne das eigene Herz ausschüttet. Die Mutter, deren Liebesgeschichte mein eigentlicher Herzschmerzmoment im Roman war. Legt man die Figuren Teil für Teil nebeneinander, wird das Bild sichtbar: Liebe und Leidenschaft, Verschwinden und Verlust, Trieb und Tragik, Sinn und Sinnlichkeit. Ziemlich gewaltig, und wie beim Puzzlen las ich manchmal im Flow und manchmal zog es sich ein bisschen. Der Konflikt als solcher erschien mir eher uninteressant, fast etwas zu wenig herausgearbeitet. Aber Maggie O‘Farrell ist einfach eine meisterhafte Charakterköpfeerfinderin. Und zeigt mit diesem Buch auch ihre Originalität im Arrangieren einer Story. „In Marithes Augen hat es in ihrem Leben zwei große Veränderungen gegeben: […] und die zweite vor ungefähr einem Jahr, als sie dreizehn wurde und ihr Leben - wie sie es wahrnahm, wie sie es empfand- plötzlich im Schieflage geriet, wie ein Schiff im Sturm. Es begann damit, dass das Haus, ihre Familie, ihre Hunde, ihr Akkordeon, ihre Bücher, ihr Zimmer mit den geologischen Fundstücken, der Federsammlung, den Fuchs- und Wolfbildern etwas Unwirkliches bekam. Alles wirkte plötzlich wie eine Kulisse, und sie schien sich selbst von außen zu sehen. Statt einfach zu handeln, etwas einfach zu tun, zu rennen oder zu reden oder zu spielen oder zu sammeln, wurde alles ein Stück von ihr weggerückt: Aha, kommentierte eine Stimme in ihrem Inneren, du rennst. Musst du wirklich rennen? Wo gehst du hin? Du hebst diesen Stein auf, aber willst du ihn wirklich, brauchst du ihn, wirst du ihn nach Hause tragen? Bestimmte Dinge, die sie immer gern getan hatte, etwa die Kerzen auf dem Esstisch anzünden, neben ihrer Mutter eine Backmischung anrühren, sich aufs Dach setzen und Akkordeon spielen, den Weihnachtsbaum schmücken, oder morgens die Eier einsammeln, fühlten sich plötzlich hohl, fern, inszeniert an. Es war, als hätte jemand die Lichter gedimmt, als betrachtete sie ihr Leben durch eine Glaswand. Und dann ihr Körper! An manchen Morgen erwachte sie und hatte das Gefühl, eine böse Fee hätte Bleigewichte an ihre Gliedmaßen befestigt. […] Sie wollte es zurückhaben, dieses Gefühl von Sicherheit in ihrem Leben, die Gewissheit, wer sie sie war und wie sie tickte. Ob es sich je wieder einstellen würde?

Ähnliche Bücher

Ashley Audrain

Daniel Mason

Zora Buono

Shelly Kupferberg

Antje Rávik Strubel

Simone Meier

Nadja Spiegelman

Ian McEwan