3.9

Herr Lehmann

von Sven Regener

Format:Hardcover

Mit präzisem Blick für die tragische Komik des Lebens stolpert Herr Lehmann durchs Leben. Durch jahrelange, ausgefuchste Ausweichmanöver und heroische Trägheit hat der arglistfreie, bis ins Mark ambitionslose Bierzapfer erfolgreich Ansprüche von Eltern, Vermietern, Nachbarn und Frauen ausgesessen. Nun, wir schreiben das Jahr 1989, lebt er weitgehend störungsfrei in seiner Eineinhalbzimmerwohnung in Kreuzberg, wenn er nicht in die nächste Kneipe geht. Doch plötzlich bricht eine unvorhergesehene Störung nach der anderen in seinen heißgeliebten Alltagstrott. Herr Lehmann muß nicht nur sein Revier gegen einen wurstförmigen Hund verteidigen, der ihn am Überqueren des Lausitzer Platzes hindert, er wird auch vom Besuch seiner Eltern aus der Provinz bedroht, trifft in der Markthalle auf eine Frau, der es gelingt, ihn zu einem Besuch des Prinzenbads zu verführen und in emotionale Verwirrung zu stürzen. Zu allem Überfluß wird er zudem durch widrige Umstände gezwungen, eine Reise an den Kurfürst endamm anzutreten und den Versuch einer Grenzüberschreitung gen Osten vorzunehmen.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
304 SeitenHardcover
Erschienen an: July 31, 2001

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Aktuelle Rezensionen(7)

3.9(83 ratings)
UlliRezension von Ulli

Berliner Kneipenszene vor inzwischen 35 Jahren. Und die große Frage: was fange ich mit meinem Leben an, wenn ich so gar nichts Besonderes bin? 😀

CosimaRezension von Cosima

Sehr lustige Geschichte mit genialem Plottwist

Carmen HuberRezension von Carmen Huber

„süffig“ zu lesen. Spannende Charaktere und einiges an Humor.

Kulturtomate🍅Rezension von Kulturtomate🍅

„Es ist derselbe Quatsch wie mit dem Lebensinhalt, dachte Herr Lehmann, man denkt, man müsste etwas aus dem Sommer machen, dann hat man schon verloren, man sollte sich einfach an ihm erfreuen und kein schlechtes Gewissen dabei bekommen, dachte er.“ Frank Lehmann, von allen nur Herr Lehmann genannt und gleichzeitig geduzt, wird bald 30 und zwar am 9. November 1989. Er hat nichts erreicht, lebt in den Tag hinein, erlebt etwas, klopft ein paar Sprüche und macht sich keine großartigen Gedanken. Es sei denn, man fordert ihn heraus. Dann läuft er zu rhetorischer Hochform auf. Unvergesslich die Diskussion mit den Zollbeamten an der Ost-West-Grenze. Man versteht nicht wie und nicht warum, aber man liebt Herrn Lehmann einfach. Punkt. Und dieses Buch machte mich glücklich. „Ich gehe erstmal los, dachte er. Der Rest wird sich schon irgendwie ergeben“-ist das nicht einfach genial?

bee_afraidRezension von bee_afraid

das ist doch scheiße

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